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Baukonjunktur zieht weiter an
Laut der jüngsten Auswertungen der SOKA-BAU ist das Arbeitsvolumen im Baugewerbe im Juni gestiegen. Insbesondere der Wohnungsbau macht Mut, dass sich die Baukonjunktur in den kommenden Monaten gut entwickelt.
Die Auswertung der von den Unternehmen des Baugewerbes bei SOKA-BAU eingereichten Beitragsmeldungen hat ergeben, dass das effektive Arbeitsvolumen im Juni saisonbereinigt deutlich um 3,9 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen ist. Dies war der erste Anstieg nach vier Rückgängen in Folge.
Die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer und die Bruttolohnsumme nahmen dagegen im Juni erneut ab, und zwar um 1,5 Prozent beziehungsweise um 0,5 Prozent. Damit hat sich die Baukonjunktur im gesamten zweiten Quartal wie erwartet abgeschwächt. Nach dem witterungsbedingt starken Jahresanfang sank das Arbeitsvolumen auf Quartalssicht um 6,7 Prozent.
Der deutliche Anstieg der geleisteten Arbeitsstunden im Juni lässt jedoch vermuten, dass bald auch die Beschäftigung wieder zunimmt. Im Vorjahresvergleich liegt die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer um knapp 2 Prozent im Minus.
Die Frühindikatoren sind zuletzt enttäuschend ausgefallen. So sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Mai saisonbereinigt deutlich gesunken (-4,9 Prozent gegenüber Mai), und auch die Baugenehmigungen haben stark nachgegeben (-6,4 Prozent gegenüber Mai).
Ein genauerer Blick auf die einzelnen Bausparten zeigt allerdings, dass dafür hauptsächlich der öffentliche Bau verantwortlich war, was maßgeblich an der späten Verabschiedung des Bundeshaushalts gelegen haben dürfte.
Die Auftragseingänge im Wohnungs- und Wirtschaftsbau sind dagegen nur leicht gesunken. Die Baugenehmigungen im Wohnungsbau konnten ihr Niveau sogar annähernd halten.
Insbesondere im Wohnungsbau sind die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der guten Baukonjunktur gegeben. So haben die Zinsen für neu zu vergebende Wohnungsbaukredite neue Allzeittiefststände markiert. Darüber hinaus hat die Beschäftigung bis zuletzt weiter zugenommen.
Die Nachfrage im Wirtschaftsbau dürfte allerdings vorerst von einer weiteren Zurückhaltung der Unternehmen geprägt sein. Vor allem wird sich die exportlastige Industrie aufgrund der geopolitischen Risiken mit einer Erweiterung ihrer Kapazitäten und damit dem Bau neuer Fabriken und Lagerhallen zurückhalten.
Insgesamt prognostizieren der Hauptverband der deutschen Bauindustrie sowie der Zentralverband Deutsches Baugewerbe für dieses Jahr ein Umsatzplus im Bauhauptgewerbe in Höhe von 4,5 Prozent bei leichtem Beschäftigungsanstieg (1 Prozent).








