Straßenbau

Max Kandler,

Porr saniert Fahrbahndecke der A 44 bei Düsseldorf im Heiß-auf-Heiß-Verfahren

Die Sanierung der Fahrbahndecke auf der A 44 bei Düsseldorf zählt zu den infrastrukturell sensiblen Projekten im nordrhein-westfälischen Autobahnnetz. Als Teil des stark frequentierten Autobahnrings übernimmt dieser Abschnitt eine zentrale Rolle im regionalen und überregionalen Verkehr. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Bauzeit, Qualität und Koordination der Maßnahmen.

Aufgrund der äußerst engen Zeitfenster von lediglich sechs Tagen je Richtungsfahrbahn wurde im Mehrschichtbetrieb gearbeitet. © Porr

Das Bauunternehmen Porr realisiert gemeinsam mit einem Partnerunternehmen die umfassende Erneuerung der Fahrbahndecke zwischen den Anschlussstellen Lank-Latum und Düsseldorf-Messe. Die Umsetzung erfolgt abschnittsweise unter Vollsperrung, um die Arbeiten effizient und mit hoher Präzision durchführen zu können. Bereits im Herbst 2025 wurde eine Richtungsfahrbahn fertiggestellt, während die Arbeiten auf der Gegenfahrbahn witterungsbedingt in das Frühjahr 2026 verlagert wurden.

Heiß-auf-Heiß-Verfahren als Schlüssel zur Effizienz

Im Mittelpunkt der Bauausführung steht das Heiß-auf-Heiß-Verfahren, das sich insbesondere bei großflächigen Sanierungen von Autobahnabschnitten bewährt hat. Dabei werden mehrere Asphaltschichten unmittelbar hintereinander eingebaut, solange die untere Lage noch heiß und verarbeitbar ist. Dieses Verfahren sorgt für eine optimale Verbindung der Schichten und erhöht die Dauerhaftigkeit der Fahrbahndecke erheblich.

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Auf der A 44 kommt ergänzend die sogenannte Inline-Pave-Technologie zum Einsatz, bei der mehrere Einbauprozesse in einem kontinuierlichen Ablauf gebündelt werden. Durch diese Kombination gelingt es, große Flächen in vergleichsweise kurzer Zeit herzustellen, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen. Gerade bei hochbelasteten Verkehrsachsen wie im Raum Düsseldorf ist diese Bauweise ein entscheidender Vorteil.

Präzise Logistik und abgestimmte Bauabläufe

Die besondere Herausforderung bei der Sanierung liegt in den engen Zeitfenstern. Für jede Richtungsfahrbahn stehen lediglich wenige Tage zur Verfügung, in denen sämtliche Arbeitsschritte abgeschlossen werden müssen. Dazu zählen das Fräsen der Bestandsdecke, der Einbau neuer Asphaltschichten, die Herstellung von Fugen sowie die abschließende Markierung und Reinigung.

Um diese Abläufe sicherzustellen, setzt Porr auf eine eng verzahnte Baustellenlogistik. Die Materialversorgung erfolgt über mehrere Mischanlagen, während parallel der Abtransport des Fräsguts organisiert wird. In den Nachtstunden arbeiten mehrere Einbauzüge synchron auf langen Streckenabschnitten, um die verfügbare Zeit optimal zu nutzen. Tagsüber konzentrieren sich die Arbeiten auf Nebenbereiche wie Anschlussstellen sowie auf Ingenieurbauwerke entlang der Strecke.

Qualitätssicherung bei komplexen Infrastrukturprojekten

Die Sanierung der Fahrbahndecke auf der A 44 verdeutlicht, wie moderne Bauverfahren und eine präzise Projektsteuerung ineinandergreifen müssen, um anspruchsvolle Infrastrukturmaßnahmen erfolgreich umzusetzen. Neben der technischen Ausführung spielt insbesondere die Abstimmung aller Beteiligten eine zentrale Rolle.

Für Entscheider im Bauwesen zeigt dieses Projekt exemplarisch, wie sich durch den gezielten Einsatz innovativer Verfahren wie dem Heiß-auf-Heiß-Verfahren sowohl Bauzeiten verkürzen als auch langlebige Ergebnisse erzielen lassen. Plattformen wie buildingnet.de sowie das Baugewerbe Magazin greifen solche Best-Practice-Beispiele auf und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Wissenstransfer innerhalb der Branche.

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