Dämmung
Knauf Warm-Wand im Großprojekt: Wärmedämm-Verbundsystem für Studentenapartments
Im Berliner Stadtteil Berlin-Lichtenberg entsteht in der Rhinstraße ein großmaßstäbliches Wohnprojekt, das zeigt, wie stark sich industrielles Bauen und moderne Gebäudetechnik inzwischen verzahnen. Insgesamt 530 Studentenapartments sowie ergänzende Nutzungen wie eine Kita und Gewerbeflächen wurden innerhalb von rund 20 Monaten realisiert. Die Besonderheit liegt nicht nur in der Geschwindigkeit der Umsetzung, sondern vor allem im Zusammenspiel aus modularer Bauweise und einem leistungsfähigen Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) auf Basis von Knauf Warm-Wand Plus.
Das Projekt steht exemplarisch für eine neue Generation des seriellen Bauens, bei der Wohnraum nicht mehr ausschließlich auf der Baustelle entsteht, sondern zunehmend in kontrollierten Fertigungsprozessen vorbereitet wird.
Industrialisierter Wohnungsbau durch Modulsysteme
Die Grundlage des Projekts bildet das sogenannte „Modulare Bauen 4.0“ der Lechner Group. Dabei werden Raummodule in hoher Vorfertigung im Werk produziert und anschließend auf der Baustelle zu Gebäuden zusammengesetzt. Der Ansatz folgt einem klaren Prinzip der Industrialisierung im Bauwesen: standardisierte Prozesse, gleichbleibende Qualität und reduzierte Abhängigkeit von äußeren Faktoren wie Wetter oder Bauablaufstörungen.
Die Module, die in unterschiedlichen Bauarten wie Beton- oder Hybridkonstruktionen gefertigt werden, werden nahezu vollständig im Werk ausgestattet. Auf der Baustelle erfolgt anschließend im Wesentlichen nur noch die Montage sowie der Anschluss der Einheiten. Dadurch entsteht ein hoher Vorfertigungsgrad, der klassische Bauprozesse deutlich verkürzt und Planbarkeit erhöht.
Vorfertigung als Taktgeber für Geschwindigkeit und Qualität
Die Produktion der Module läuft parallel zu den vorbereitenden Arbeiten auf der Baustelle. Durch diesen synchronisierten Ablauf können Montageprozesse kontinuierlich erfolgen. Die Anlieferung der Elemente erfolgt im Sinne einer just-in-time-Logistik, wodurch sich Bauzeiten deutlich reduzieren lassen.
Die Wohnmodule selbst sind bereits weitgehend fertiggestellt und enthalten sämtliche technischen Installationen sowie Oberflächen. Damit verlagert sich ein Großteil der Wertschöpfung in die industrielle Fertigung, während die Baustelle selbst zur Montagefläche wird.
Knauf Warm-Wand als Wärmedämm-Verbundsystem der Gebäudehülle
Ein zentraler Baustein des Projekts ist die Gebäudehülle, die mit dem Wärmedämm-Verbundsystem Knauf Warm-Wand Plus ausgeführt wurde. Gerade im Hochhausbau spielt die Kombination aus Energieeffizienz, Brandschutz und Wirtschaftlichkeit eine entscheidende Rolle.
Im Projekt kamen Mineralwolle-Dämmplatten zum Einsatz, die aufgrund ihrer Materialeigenschaften nicht brennbar sind und damit hohe Anforderungen an den baulichen Brandschutz erfüllen. Gleichzeitig verbessert das System die akustischen Eigenschaften der Gebäudehülle, was insbesondere bei Studentenapartments in dichter städtischer Lage von Bedeutung ist.
Die Anwendung des WDVS erfolgte auf großen Fassadenflächen, wobei unterschiedliche Dämmstärken je nach Gebäudebereich berücksichtigt wurden. Damit wurde die energetische Leistungsfähigkeit gezielt an die baulichen Anforderungen angepasst.
Technische Umsetzung der Fassadendämmung im Hochhausmaßstab
Die Verarbeitung des Wärmedämm-Verbundsystems erfolgte in einem mehrstufigen Aufbau. Die Dämmplatten wurden auf dem Untergrund verklebt und zusätzlich mechanisch befestigt, um den Anforderungen an Windlasten im Hochhausbau gerecht zu werden. Anschließend wurden die Flächen armiert und mit Putzsystemen beschichtet.
Besondere Aufmerksamkeit erforderten dabei die Anschlussdetails, insbesondere im Bereich von Fensteröffnungen sowie technischen Fassadeneinbauten für Lüftung und Gebäudetechnik. Diese Schnittstellen sind im modernen Modulbau entscheidend, da sie die Qualität der Gebäudehülle maßgeblich beeinflussen.
Der abschließende Oberputz sowie die farbliche Gestaltung sorgen nicht nur für eine funktionale, sondern auch für eine architektonisch strukturierte Fassadenwirkung.
Bauphysikalische Qualität: Energie, Brandschutz und Komfort
Das Zusammenspiel aus modularer Bauweise und Knauf Warm-Wand WDVS zeigt im Projekt Berlin-Lichtenberg, wie sich unterschiedliche Anforderungen im modernen Wohnungsbau verbinden lassen. Neben der energetischen Qualität steht insbesondere der Brandschutz im Fokus, der durch die nicht brennbaren Materialien der Mineralwolle unterstützt wird.
Auch der Schallschutz profitiert von der Fassadenkonstruktion, was gerade bei dicht belegten Studentenapartments ein wesentlicher Komfortfaktor ist. Damit erfüllt das System zentrale Anforderungen an zeitgemäße urbane Wohnkonzepte.
Fazit: Standardisierung als Schlüssel für zukünftigen Wohnungsbau
Das Projekt in Berlin-Lichtenberg verdeutlicht, wie sich Wohnungsbau durch industrielle Prozesse und leistungsfähige Baustoffsysteme verändern kann. Die Kombination aus modularer Vorfertigung und dem Wärmedämm-Verbundsystem Knauf Warm-Wand schafft eine Gebäudehülle, die sowohl energetischen als auch bautechnischen Anforderungen im Hochhausbau gerecht wird.
Damit wird deutlich, dass insbesondere im Segment der Studentenapartments skalierbare Bauweisen und systematische Fassadenlösungen künftig eine noch größere Rolle spielen werden – insbesondere dort, wo Geschwindigkeit, Qualität und Energieeffizienz gleichzeitig gefordert sind.













