Tunnelbau

Max Kandler,

Porr erreicht Meilenstein beim Großprojekt der Elbquerung ElbX

Beim Ausbau der Stromtrasse SuedLink ist ein wesentlicher Bauabschnitt erfolgreich vorangekommen. Mit dem Durchschlag der Elbquerung ElbX wurde Ende Juni ein zentraler Meilenstein im Tunnelbau erreicht. Das von Porr ausgeführte Bauwerk verbindet auf einer Länge von rund 5,2 Kilometern Schleswig-Holstein und Niedersachsen und bildet einen der technisch anspruchsvollsten Abschnitte des gesamten Netzausbauprojekts.

Beim Tunnelbau der Elbquerung erfolgte der Durchschlag auf der niedersächsischen Seite der Elbe. © Porr

Die Elbquerung ist Bestandteil der von den Übertragungsnetzbetreibern geplanten Infrastruktur, mit der künftig Strom aus erneuerbaren Energien zuverlässig von Norddeutschland in die Verbrauchszentren im Süden transportiert werden soll. Damit übernimmt das Bauwerk eine wichtige Funktion für die zukünftige Energieversorgung und den Ausbau der deutschen Stromnetze.

Tunnelbau unter der Elbe stellt höchste technische Anforderungen

Der Bau eines Tunnels unter der Elbe zählt zu den komplexesten Disziplinen des modernen Infrastrukturbaus. Unterschiedliche Baugrundverhältnisse, wasserführende Bodenschichten sowie die hohen Anforderungen an Sicherheit, Logistik und Präzision erfordern eine detaillierte Planung und eine eng abgestimmte Bauausführung.

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Der Tunnel der Elbquerung ElbX wurde im maschinellen Vortrieb hergestellt. Während der Bauarbeiten arbeiteten die Projektbeteiligten über viele Monate unter anspruchsvollen geologischen Bedingungen in großer Tiefe unter dem Flussbett. Dass der Durchschlag früher als ursprünglich prognostiziert erreicht werden konnte, verdeutlicht die hohe Leistungsfähigkeit der eingesetzten Technik sowie die enge Abstimmung zwischen allen am Projekt beteiligten Unternehmen.

Auf den letzten rund 400 Metern profitierten die Bauarbeiten von günstigen Baugrundverhältnissen. Dadurch konnten besonders hohe Vortriebsleistungen erzielt werden. Der maximale Tagesvortrieb erreichte 32,6 Meter beziehungsweise 25 Tübbingringe. Innerhalb einer Woche wurden 158,7 Meter Tunnel hergestellt – die höchste Vortriebsleistung während der bisherigen Bauzeit.

Präzise Projektsteuerung als Erfolgsfaktor im Infrastrukturbau

Großprojekte wie SuedLink zeigen, dass der wirtschaftliche Erfolg im modernen Tunnelbau nicht allein von leistungsfähiger Technik abhängt. Ebenso entscheidend sind eine vorausschauende Projektsteuerung, eine belastbare Bauablaufplanung sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Bauunternehmen, Auftraggebern und Fachplanern.

Gerade bei unterirdischen Infrastrukturprojekten müssen geologische Risiken kontinuierlich bewertet und Bauprozesse flexibel angepasst werden. Die erfolgreiche Umsetzung der Elbquerung ElbX verdeutlicht, wie wichtig eingespielte Projektteams und eine koordinierte Ausführung für Termin- und Kostensicherheit sind. Für Bauunternehmen liefert das Projekt ein praxisnahes Beispiel dafür, wie komplexe Infrastrukturmaßnahmen auch unter schwierigen Rahmenbedingungen planmäßig umgesetzt werden können.

Nach dem Durchschlag folgt der Ausbau des Tunnels

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Vortriebs beginnt nun die nächste Projektphase. Im Mittelpunkt stehen der Innenausbau sowie die technische Ausrüstung des Tunnels, bevor später die Hochspannungs-Gleichstromkabel installiert werden können.

Nach seiner Fertigstellung wird die Elbquerung ElbX einen zentralen Abschnitt der Stromtrasse SuedLink bilden. Das Bauwerk ermöglicht die unterirdische Querung der Elbe zwischen Wewelsfleth in Schleswig-Holstein und Wischhafen in Niedersachsen und schafft damit die Voraussetzung für den sicheren Transport großer Energiemengen aus Windkraftanlagen im Norden Deutschlands in die südlichen Bundesländer.

Infrastrukturprojekte gewinnen für das Baugewerbe weiter an Bedeutung

Der erfolgreiche Baufortschritt der Elbquerung ElbX unterstreicht die wachsende Bedeutung komplexer Infrastrukturmaßnahmen für das deutsche Baugewerbe. Projekte wie SuedLink verlangen umfassende Kompetenz im Tunnelbau, moderne Maschinentechnik sowie ein professionelles Projektmanagement über alle Bauphasen hinweg.

Für Porr stellt der erreichte Durchschlag einen wichtigen Projekterfolg innerhalb eines der bedeutendsten Infrastrukturvorhaben Deutschlands dar. Gleichzeitig zeigt das Projekt exemplarisch, welche Rolle spezialisierte Bauunternehmen beim Ausbau der Energieinfrastruktur und bei der Umsetzung der Energiewende künftig einnehmen werden.

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