Messe
Die CONBAU Nord 2026 rückt den Wohnungsbau in den Mittelpunkt
Der Wohnungsbau steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Steigende Anforderungen an Energieeffizienz, der demografische Wandel, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und sich verändernde technische Standards verlangen nach Lösungen, die sich in der Praxis umsetzen lassen. Genau an diesem Punkt setzt die CONBAU Nord 2026 an. Am 9. und 10. September 2026 treffen sich im Holstenhallen Congress Center in Neumünster Fachleute aus Bauwirtschaft, Wohnungswirtschaft, Planung, Wissenschaft, öffentlicher Verwaltung und Politik, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln.
Der Baukongress findet parallel zur NordBau statt und verbindet den fachlichen Austausch mit den Impulsen einer der wichtigsten Baumessen Nordeuropas. Dadurch entsteht eine Plattform, auf der strategische Fragestellungen und praktische Anwendungen unmittelbar miteinander verknüpft werden.
Praxisorientierte Antworten auf die Transformation des Wohnungsbaus
Die CONBAU Nord 2026 steht unter dem Leitthema „Wohnungsbau in der Transformation – Wärmewende, Demografie und Standards“. Im Mittelpunkt stehen Fragestellungen, die Bauunternehmen, Projektentwickler, Wohnungsunternehmen und Kommunen gleichermaßen beschäftigen.
Diskutiert werden unter anderem die energetische Modernisierung des Gebäudebestands, die Umsetzung der Wärmewende, die Weiterentwicklung technischer und regulatorischer Standards sowie die Auswirkungen des demografischen Wandels auf zukünftige Wohnkonzepte. Ziel ist es, konkrete Lösungswege aufzuzeigen, die wirtschaftliche, technische und gesellschaftliche Anforderungen miteinander verbinden.
Gerade für Bauunternehmen und Projektverantwortliche gewinnen solche interdisziplinären Ansätze zunehmend an Bedeutung. Erfolgreiche Projekte entstehen heute häufig dort, wo Planung, Energieversorgung, Wohnungswirtschaft und öffentliche Hand frühzeitig zusammenarbeiten.
Fachlicher Austausch mit Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik
Das zweitägige Kongressprogramm kombiniert Leitsessions, Fachvorträge, Fishbowl-Diskussionen sowie Poster-Pitches des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ergänzt wird das Programm durch einen Networking-Abend, der den fachlichen Austausch über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg fördert.
Zu den angekündigten Referenten gehören unter anderem Ove Petersen von GP JOULE und LEE SH, Prof. Dr. Martin Pehnt vom ifeu sowie Christian Huttenloher vom Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung. Darüber hinaus beteiligen sich Expertinnen und Experten aus Deutschland, der Schweiz und Nordeuropa an den Diskussionen über die Zukunft des Wohnungsbaus.
Traditionell wird der Kongress gemeinsam mit der NordBau eröffnet. Für die Eröffnung ist erneut ein Grußwort des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther vorgesehen.
Transformationsmonitor Schleswig-Holstein feiert Premiere
Ein besonderer Programmpunkt der CONBAU Nord 2026 ist die erstmalige Vorstellung des Transformationsmonitors Schleswig-Holstein (TrafoMon SH). Das gemeinsame Forschungsprojekt der Technischen Hochschule Lübeck und der ARGE e.V. wird von der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) gefördert.
Nach Angaben der Projektpartner handelt es sich um das erste systematische Monitoring auf Landesebene in Deutschland, das den Transformationsprozess im Wohnungsbau und bei der Wärmewende wissenschaftlich begleitet. Erste Ergebnisse der im Frühjahr 2026 gestarteten Befragung sollen einen Überblick über den aktuellen Stand der Transformation liefern und eine belastbare Datengrundlage für zukünftige politische und wirtschaftliche Entscheidungen schaffen.
Für Unternehmen der Bau- und Immobilienwirtschaft bietet diese Datengrundlage die Möglichkeit, Entwicklungen frühzeitig einzuordnen und Investitions- sowie Projektentscheidungen besser an den zukünftigen Anforderungen des Marktes auszurichten.
Etablierte Plattform für die Bau- und Immobilienwirtschaft
Seit ihrer Premiere im Jahr 2024 hat sich die CONBAU Nord als fester Bestandteil der norddeutschen Veranstaltungslandschaft für Bau- und Immobilienwirtschaft etabliert. Bereits bei der zweiten Ausgabe im Jahr 2025 diskutierten nach Veranstalterangaben mehr als 250 Teilnehmer pro Tag gemeinsam mit über 50 Referierenden über aktuelle Herausforderungen im Wohnungsbau, der kommunalen Wärmeplanung, innovative Baustoffe sowie Förderinstrumente.
Die Verbindung aus wissenschaftlicher Expertise, Erfahrungen aus der Baupraxis und dem Dialog zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Politik zählt zu den prägenden Merkmalen des Kongresses. Gerade in einer Phase, in der die Bauwirtschaft vor tiefgreifenden Veränderungen steht, gewinnt dieser fachübergreifende Austausch zunehmend an Bedeutung.
Fortbildung und Vernetzung für die Baubranche
Die CONBAU Nord 2026 ist als Fortbildungsveranstaltung von den Architekten- und Ingenieurkammern Schleswig-Holsteins, Hamburgs und Mecklenburg-Vorpommerns anerkannt. Damit verbindet der Kongress aktuelle Fachinformationen mit einem anerkannten Weiterbildungsangebot für Planer, Ingenieure und weitere Akteure der Bauwirtschaft.
Durch die enge Verzahnung mit der NordBau erhalten Besucher zusätzlich die Möglichkeit, aktuelle Produkte, Technologien und Innovationen direkt mit den fachlichen Diskussionen des Kongresses zu verknüpfen. Für Bauunternehmen, Projektentwickler und Entscheider entsteht dadurch ein praxisnahes Gesamtbild der aktuellen Entwicklungen im Wohnungsbau.
Fazit
Die CONBAU Nord 2026 zeigt, dass die Herausforderungen im Wohnungsbau nur durch das Zusammenspiel von Bauwirtschaft, Wissenschaft, Energiebranche, Politik und Verwaltung bewältigt werden können. Mit ihrem Fokus auf Wärmewende, Demografie, Standards und wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse bietet die Veranstaltung eine Plattform für den fachlichen Austausch und für praxisnahe Lösungsansätze, die den Transformationsprozess der Branche aktiv begleiten.
Veranstaltungsdaten
Die CONBAU Nord 2026 findet am 9. und 10. September 2026 im Holstenhallen Congress Center Neumünster parallel zur NordBau statt. Veranstalter ist die Holstenhallen Neumünster GmbH. Fachpartner sind die Technische Hochschule Lübeck, die ARGE e.V. sowie die Investitionsbank Schleswig-Holstein. Die fachliche Leitung übernehmen Prof. Sebastian Fiedler (TH Lübeck), Dietmar Walberg (ARGE e.V.) und Jörg Bierbass (IB.SH). Die Veranstaltung ist von den Architekten- und Ingenieurkammern Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern als Fortbildung anerkannt.









