Sanierung

Max Kandler,

Denkmalgerechte Sanierung einer Grundschule mit mayer bährle

Die denkmalgerechte Sanierung historischer Bestandsgebäude zählt zu den anspruchsvollsten Aufgaben im modernen Bauwesen. Unterschiedliche technische Anforderungen, enge Budgetvorgaben, der laufende Gebäudebetrieb und die Einhaltung denkmalrechtlicher Auflagen erfordern eine präzise Projektsteuerung. Wie diese Herausforderungen in der Praxis erfolgreich gelöst werden können, zeigt die umfassende Modernisierung der Fridolinschule in Lörrach.

Da die Sanierung den Vorgaben des Denkmalschutzes unterlag, wurde das große Schulhausdach mit Schieferschindeln gedeckt. © Simon Sommer Fotografie

Die traditionsreiche Grundschule gehört mit ihren Gebäuden aus den Jahren 1877 und 1927 zu den prägenden Bauwerken der Stadt. Nach der letzten grundlegenden Modernisierung im Jahr 1978 bestand seit längerer Zeit erheblicher Sanierungsbedarf. Ein Schwelbrand machte schließlich deutlich, dass umfangreiche Maßnahmen nicht länger aufgeschoben werden konnten. Im Juni 2025 wurden die modernisierten Schulgebäude sowie der neugestaltete Schulhof offiziell fertiggestellt.

Für die Koordination des Gesamtprojekts wurde das Bauprojektmanagementbüro mayer bährle eingebunden. Die Projektsteuerung übernahm dabei die zentrale Abstimmung zwischen Bauherrschaft, Fachplanern, ausführenden Unternehmen und den zuständigen Denkmalschutzbehörden.

Bauprojektmanagement verbindet alle Projektbeteiligten

Gerade bei öffentlichen Bauprojekten mit zahlreichen Beteiligten entscheidet eine strukturierte Kommunikation häufig über den Projekterfolg. Unterschiedliche Gewerke, Planungsbüros, Behörden und Auftraggeber verfolgen jeweils eigene Anforderungen, die während der Bauausführung kontinuierlich aufeinander abgestimmt werden müssen.

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Das Bauprojektmanagementbüro mayer bährle übernahm während der gesamten Sanierung die Funktion einer zentralen Koordinationsstelle. Terminplanung, Abstimmungsprozesse sowie die Organisation der einzelnen Bauabschnitte wurden so gesteuert, dass Überschneidungen vermieden und Arbeitsabläufe effizient organisiert werden konnten. Gleichzeitig wurden die Anforderungen des Denkmalschutzes kontinuierlich in die laufenden Entscheidungen integriert. Gerade bei Sanierungen im Bestand zeigt sich, dass eine professionelle Projektsteuerung weit über klassische Termin- und Kostenkontrolle hinausgeht.

Kommunale Sanierung zwischen Budgettreue und modernem Schulbetrieb

Öffentliche Bauvorhaben stehen regelmäßig unter besonderer Beobachtung. Neben der technischen Qualität rücken Wirtschaftlichkeit und Kostenkontrolle in den Mittelpunkt. Auch bei der Sanierung der Fridolinschule mussten sämtliche Maßnahmen innerhalb des vorgesehenen Finanzrahmens umgesetzt werden.

Im Zuge der Modernisierung wurden unter anderem Elektroinstallationen und Beleuchtung erneuert, Dächer und Fenster saniert sowie umfangreiche Brandschutzmaßnahmen umgesetzt. Neue Brandmeldeanlagen, Brandschutztüren und der Einbau einer Aufzugsanlage verbesserten sowohl die Sicherheit als auch die Barrierefreiheit der historischen Gebäude. Darüber hinaus wurden die Sanitärbereiche modernisiert, um die Voraussetzungen für eine Ganztagsbetreuung der Grundschule zu schaffen.

Eine besondere Herausforderung bestand darin, den Schulbetrieb während der Bauarbeiten aufrechtzuerhalten. Hierfür wurden Ausweichflächen organisiert und die Schülerinnen und Schüler vorübergehend in der benachbarten Neumattschule untergebracht. Neben der eigentlichen Baukoordination gehörte deshalb auch das vollständige Umzugsmanagement zu den Aufgaben des Bauprojektmanagementbüros mayer bährle. Dazu zählten die Planung von Interimsflächen, die Organisation logistischer Abläufe sowie die spätere Rückführung und Wiederverwendung temporärer Containeranlagen.

Denkmalschutz und moderne Bauanforderungen in Einklang bringen

Im Juni 2025 konnten die Modernisierung der Schulgebäude sowie die Neugestaltung des Schulhofs erfolgreich abgeschlossen und eingeweiht werden. © Simon Sommer Fotografie

Sanierungen historischer Gebäude verlangen häufig individuelle Lösungen. Technische Anforderungen an Brandschutz oder Gebäudesicherheit stehen nicht selten im Spannungsfeld denkmalpflegerischer Vorgaben.

Auch bei der Fridolinschule mussten unterschiedliche Interessen sorgfältig miteinander abgestimmt werden. Ein Beispiel hierfür war die Erneuerung der historischen Decken. Während aus Sicht des Denkmalschutzes möglichst viel Originalsubstanz erhalten bleiben sollte, standen gleichzeitig brandschutztechnische Anforderungen im Vordergrund. Im Projektverlauf wurde schließlich eine Lösung entwickelt, bei der in einem Raum die historische Strohdecke als denkmalgeschütztes Element erhalten blieb, während in den übrigen Bereichen zeitgemäße Erneuerungen umgesetzt wurden.

Ebenso wurde das große Schuldach entsprechend den denkmalrechtlichen Vorgaben erneut mit Naturschiefer eingedeckt. Das natürliche Material verbindet Langlebigkeit mit hoher Widerstandsfähigkeit und erfüllt gleichzeitig die gestalterischen Anforderungen historischer Gebäude.

Nachhaltigkeit endet nicht bei der Gebäudehülle

Nachhaltigkeit spielte während der gesamten Sanierung eine wichtige Rolle. Neben der Auswahl langlebiger Baustoffe wurde auch vorhandenes Inventar konsequent weitergenutzt.

Statt sämtliche Ausstattung zu ersetzen, erhielten zahlreiche Möbel eine neue Funktion. Ehemalige Sportbänke wurden beispielsweise durch den Umbau zu Tischen für den weiteren Schulbetrieb nutzbar gemacht. Nicht mehr benötigtes Inventar wurde versteigert. Die daraus erzielten Erlöse flossen in die Gestaltung neuer Grünflächen auf dem Schulgelände und ergänzten damit den nachhaltigen Ansatz des Gesamtprojekts.

Erfolgreiche Sanierung verlangt professionelle Projektsteuerung

Die Modernisierung der Fridolinschule verdeutlicht, wie anspruchsvoll die Sanierung denkmalgeschützter Bildungsgebäude geworden ist. Technische Modernisierung, Denkmalschutz, Nachhaltigkeit, Kostenkontrolle und der laufende Betrieb einer Grundschule müssen gleichzeitig berücksichtigt werden.

Das Projekt zeigt zugleich die Bedeutung einer professionellen Projektsteuerung. Durch die koordinierende Rolle des Bauprojektmanagementbüros mayer bährle konnten die zahlreichen Beteiligten über den gesamten Projektverlauf hinweg effizient zusammenarbeiten. Gerade bei komplexen kommunalen Bauvorhaben bildet ein strukturiertes Bauprojektmanagement die Grundlage dafür, Termine, Budgets und Qualitätsanforderungen gleichermaßen sicher einzuhalten.

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