Vollholzelemente
Wohnen und arbeiten unter einem Dach
Am Ufer des Starnberger Sees hat sich die Künstlerin Isabel Schützer de Magalhães einen lang gehegten Lebenstraum erfüllt. Gemeinsam mit ihrem Ehemann entstand in Ambach ein Wohn- und Atelierhaus, das konsequent auf Natürlichkeit, Wohngesundheit und eine Architektur setzt, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet. Realisiert wurde das Gebäude mit leim- und metallfreien Vollholzelementen von Holzius, geplant vom Planungsbüro Inholz und umgesetzt mit dem Holzius-Partner Holzbau Graf.
Von Beginn an stand fest, dass das neue Zuhause ein Holzhaus werden sollte. Im Laufe intensiver Recherchen entwickelte sich daraus die Überzeugung, ein Vollholzhaus zu bauen. Für die Bauleute spielten gesundheitliche Aspekte ebenso eine Rolle wie Nachhaltigkeit und Materialehrlichkeit. „Wir wollten möglichst konsequent mit natürlichen Materialien bauen – ohne Chemie, ohne Lacke, ohne Leim. Das Haus sollte sich stimmig anfühlen und die Natur auch im Inneren erlebbar machen“, erklärt Isabel Schützer de Magalhães. Die Entscheidung für ein Vollholzhaus fiel nach umfangreicher Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Bauweisen und Herstellern. Besonders überzeugten die Eigenschaften des Holzes hinsichtlich Diffusionsoffenheit, Raumklima und Energieeffizienz.
Im Zuge ihrer Recherche beschäftigte sich die Bauherrin intensiv mit verschiedenen Vollholzsystemen. Die Wahl fiel schließlich auf Holzius. Ausschlaggebend waren neben den technischen Eigenschaften vor allem die sichtbaren Oberflächen und die besondere Materialwirkung der leim- und metallfreien Vollholzelemente. „Ich habe mir verschiedene Häuser angesehen. Als ich zum ersten Mal ein Holzius-Haus betreten habe, wusste ich sofort: Das ist es. Die Wände haben eine besondere Ausstrahlung und wirken nicht nur unglaublich natürlich, sondern haben auch eine sehr ästhetische Oberfläche, da sie ohne sichtbare und optisch störende Verbindungsmittel gefertigt werden. Für mich war das die richtige Entscheidung.“
Die Leitidee des einfachen, klar strukturierten Bauernhauses spiegelt sich konsequent in der Materialwahl und Konstruktion des Gebäudes wider. „Ziel war eine monolithische Bauweise, bei der Konstruktion und Oberfläche eine Einheit bilden“, beschreibt Anselm von Huene den Entwurfsansatz. Bereits im Kellergeschoss wird dieser Ansatz sichtbar: Wände, Bodenplatte und Decke wurden in Sichtbeton ausgeführt und ohne zusätzliche Verkleidungen belassen. Das Erd- und Obergeschoss wurden mit Holzius-Vollholzwänden in massiver, monolithischer Bauweise errichtet. Die Holzoberflächen sind sichtbar und prägen den Charakter der Räume. „Durch den Verzicht auf Bekleidungen und unnötige Schichten entsteht eine einfache, ehrliche Architektur, deren Qualität unmittelbar aus Material und Konstruktion hervorgeht“, betont Matthias Holzapfel, Geschäftsführer vom Planungsbüro Inholz.
Wohnen und arbeiten unter einem Dach
Das Gebäude vereint zwei zentrale Lebensbereiche: Wohnen im rechten Bereich und künstlerisches Arbeiten im linken Bereich des Wohnhauses. Die funktionale Gliederung des Gebäudes ist sowohl in seiner Form als auch in der Fassadengestaltung ablesbar. Anselm von Huene, Geschäftsführer vom Planungsbüro Inholz, zum architektonischen Konzept: „Der ausgebildete Doppelgiebel differenziert die Bereiche Wohnen und Arbeiten, verleiht dem Baukörper eine eigenständige Identität und reduziert zugleich optisch das vergleichsweise große Bauvolumen.“ Diese Nutzungsunterscheidung setzt sich in der Materialität fort: Während der Wohnbereich mit traditionellen Lärchenholzschindeln verkleidet ist, erhielt der Arbeitsbereich eine schlichte vertikale Bretterschalung. „So werden die beiden Funktionen subtil voneinander abgegrenzt und gleichzeitig zu einem gemeinsamen architektonischen Erscheinungsbild zusammengeführt“, ergänzt Matthias Holzapfel.










