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BG Bau: Epoxidharze gefährden die Gesundheit
Laut der BG Bau leiden immer mehr Berufstätige unter Epoxidharz-Allergien. Zahlreiche Beschäftigte müssen deswegen ihren Beruf aufgeben. Hinzu kommt, dass verschiedene Epoxidharze auch von Baumärkten und Discountern angeboten und von Heimwerkern gern genutzt werden - und das nicht immer fachgerecht. Aus diesen Gründen rät die BG Bau dringend zum professionellen Umgang mit Epoxidharzprodukten. Bestärkt wird sie durch die Ergebnisse einer Befragung unter Beschäftigten, die die BG Bau gemeinsam mit einem niederländischen Institut für Arbeitsschutz durchführte.

Wichtigste Ergebnisse der Befragung: Bei den Erkrankten fehlten chemikalienbeständige Handschuhe; die Arbeitskleidung war ungeeignet - beispielsweise kurzärmlige Hemden; die Epoxidharze wurden ohne Schutz kniend verarbeitet; Beschäftigte duschten nicht am Arbeitsplatz oder wechselten ihre Arbeitskleidung nach Arbeitsschluss erst am Wohnort. Und eine Einweisung durch den Arbeitgeber hat bei den Erkrankten viel seltener stattgefunden, als bei der Kontrollgruppe. "Diese Untersuchung macht den hohen Stellenwert eines professionellen Umgangs mit Epoxidharzen deutlich", sagte Hansjörg Schmidt-Kraepelin, Mitglied der Geschäftsführung der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU).
Selbstverständlich müssen die Beschäftigten geeignete Schutzanzüge, wie Overall, Schutzhose oder eine Schürze, tragen, ebenso wie Schutzbrillen und spezielle Handschuhe. Bei lösemittelhaltigen Epoxidharzen sind oft nur Handschuhe aus Fluorkautschuk geeignet. Für die Arbeit mit lösemittelfreien Epoxidharzen empfiehlt die BG BAU spezielle Chemikalienschutz-Handschuhe, die mehrfach am Tag zu wechseln sind.
Über den Einsatz der richtigen Werkzeuge, notwendiger Schutzmaßnahmen sowie Ersatzstoffe beraten die Fachleute der BG BAU ihre Mitgliedsunternehmen.








