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Susanne Frank,

Fertigteilhersteller legen zu

Die Bilanz der Baden-Württembergischen Betonfertigteilhersteller für 2014 fiel positiver aus als erwartet. Die Branche profitiert vom anhaltenden Wachstum im Wohnungsbau.

Nach Schätzungen des Verbandes betrug der Umsatz der Branche knapp 838 Mio. Euro. Dies entspricht einem Plus von rund 8 Prozent. Der Südwesten liegt damit im Bundestrend, wo sich ähnlich hohe Zuwächse ergaben. Die Anzahl der Beschäftigten blieb mit etwa 4.000 Mitarbeitern unverändert. Für das laufende Jahr rechnet der FBF mit Umsatzsteigerung von 1 Prozent.

„Die Hersteller vorgefertigter Betonbauteile in Baden-Württemberg konnten von der guten Konjunktur und den milden Wetterverhältnissen im vergangenen Jahr profitieren“, so Friedrich Gebhart, Präsident des Fachverbands Beton- und Fertigteilwerke Baden-Württemberg e.V. (FBF), Ostfildern, anlässlich der Pressekonferenz der 59. BetonTage in Neu-Ulm.

Wachstumsmotor war, wie bereits im Vorjahr, der Wohnungsbau. Die niedrigen Hypothekenzinsen, ein stabiler Arbeitsmarkt und steigende Realeinkommen sorgten erneut für eine gute Auftragslage in diesem Segment. Hiervon profitierten auch die Hersteller von Decken und Wänden.

Laut amtlicher Statistik stieg ihr Umsatz in den ersten drei Quartalen im Jahr 2014 um jeweils 5 Prozent. Ein Plus verzeichneten auch die Hersteller von Straßen- und Gartenbauerzeugnissen. Ihr Umsatz und ihre Produktionsmenge stiegen um 12 bzw. 14 Prozent. Trotz der rückläufigen Ordereingänge im Wirtschaftsbau in der zweiten Jahreshälfte konnten die Hersteller von konstruktiven Fertigteilen wie Balken, Stürze und Binder ihren Umsatz um 15 Prozent erhöhen. Die Menge stieg sogar um 17 Prozent.

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Die Hersteller von Beton- und Stahlbetonrohren verzeichneten Produktionszuwächse von 9 Prozent, ihr Umsatz stieg um 15 Prozent. Insgesamt legte der Umsatz bei vorgefertigten Betonerzeugnissen in Baden-Württemberg in diesem Zeitraum um 9 Prozent zu.

Für das laufende Jahr bleibt die Branche verhalten optimistisch. Sie rechnet mit einem leichten Zuwachs von rund 1 Prozent. Wesentliche Stütze dürfte der Wohnungsbau bleiben, die anhaltend niedrigen Zinsen deuten darauf hin.

Allerdings sind die Baugenehmigungen, Indikator für die zukünftigen Ordereingänge, seit Herbst 2014 rückläufig. Auch im öffentlichen Bau ist aufgrund der Konsolidierungspolitik nur von einem eher begrenzten Zuwachs auszugehen.

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