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Susanne Frank,

Meistertitel als Garant für Qualitätsarbeit

Unter dem Motto „Herausforderung Umbau Deutschland – Meisterleistung oder Etikettenschwindel?“ stand der Deutsche Baugewerbetag 2014. An 2 Tagen nutzten Bauunternehmerinnen und Bauunternehmer aus ganz Deutschland die Chance zum kollegialen Austausch und zu einem starken Bekenntnis zum Meisterbrief. 

"Die Bauwirtschaft ist und bleibt die Konjunkturlokomotive der deutschen Volkswirtschaft“, erklärte ZDB-Präsident Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein in seiner Eröffnungsrede. Gleichzeitig forderte er notwendige Investitionen, um die Lokomotive weiter in Bewegung zu halten.

Die private Finanzierung des Fernstraßenbaus durch ÖPP-Projekte lehnte Loewenstein ab, da dadurch nahezu die komplette deutsche Bauwirtschaft ausgeschlossen und viele Tausend Arbeitsplätze leichtfertig aufs Spiel gesetzt würden.

Abschließend ging er auf die sogenannte EU-Transparenzinitiative ein und kritisierte die EU-weite Harmonisierung der Ausbildung, die in Wahrheit zu einer Verkürzung der Lehrzeiten und einer Aushöhlung der einzelnen Berufe führe. Er verteidigte in diesem Zusammenhang den deutschen Meisterbrief als Zulassungsvoraussetzung.

Diese Steilvorlage griff Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble auf, der in seiner Rede ebenfalls auf den Großen Befähigungsnachweis einging. Insbesondere die weltweit anerkannte Qualität der dualen Ausbildung aus Deutschland stellte er lobend hervor.

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Untermauert wurden seine Worte durch Zahlenmaterial beim Vortrag von Rolf R. Rehbold vom Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Uni zu Köln. Anschaulich verdeutlichte der Wissenschaftler, welche negativen Folgen die Abschaffung des Meisterbriefes im Fliesenlegerhandwerk vor 10 Jahren hatte.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion mit Unternehmern und Nachwuchshandwerkern wurde dieses Thema ebenfalls aufgegriffen und intensiv diskutiert. Unterm Strich sprachen sich die Beteiligten für ein Ja zum Meisterbrief und dualen Ausbildung aus.

Tags darauf fand der 7. Deutsche Obermeistertag statt. Wie am Vortag zog auch diesmal ein politisches Großkaliber das Interesse der Teilnehmer an: Sigmar Gabriel, Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Energie, nahm sich die Zeit für die Baubranche. Seine Rede und die anschließende Podiumsdiskussion mit ihm und einigen ausgewählten Unternehmern und Junghandwerkern kamen gut beim Publikum an.

Für noch mehr Begeisterung bei den Teilnehmern sorgte der ehemalige ZDB-Vizepräsident Walter Derwald. Eloquent, kompetent und zugleich humorvoll konnte er die Zuhörer für sich gewinnen. Allein diese beeindruckende Abschiedsvorstellung des gebürtigen Dortmunders machte allen deutlich, dass ein wahrlich „Großer“ den ZDB-Vorstand nach 25 Jahren verlässt. Während des Baugewerbetages 2014 wählte ihn die ZDB-Mitgliederversammlung zum Ehrenvorstandsmitglied.

Am Ende des Obermeistertages gehörte die Bühne 3 Männern, die sich in den vergangenen Jahrzehnten intensiv für das Wohl der gesamten Baubranche engagiert hatten: Hans-Josef Aretz, Wolfgang Paul und Jürgen G. Hilger wurden mit dem Ehrenring des Deutschen Baugewerbes ausgezeichnet.

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