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Optimistische Stimmung im Bauhandwerk
Laut der jüngsten Creditreform-Befragung bei 3.1000 deutschen Handwerksbetrieben fällt die Beurteilung zur Geschäftslage sehr gut aus und hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Auch die Indikatoren zur Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung haben sich erhöht.
Die Aussichten sind etwas zurückhaltender als im vergangenen Jahr. Dennoch blickt das Bauhandwerk optimistisch in die Zukunft. Dies ergab eine Umfrage unter rund 3.100 deutschen Handwerksbetrieben, die von der Creditreform Wirtschaftsforschung im Februar 2012 durchgeführt wurde.
Im Frühjahr 2012 beurteilten 60,7 Prozent der Handwerksbetriebe ihre derzeitige Geschäftslage als "sehr gut" oder "gut". Das sind 8,4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, als es noch 52,3 Prozent waren.
Im Branchenvergleich schneidet das Ausbauhandwerk gemessen am Saldo aus den positiven und negativen Antworten am besten ab (plus 63,4 Punkte).
Die größte Veränderung ist im Bauhauptgewerbe zu beobachten. Dort hat sich der Saldo von plus 44,6 auf plus 57,0 Punkte erhöht.
Im Vergleich zum Frühjahr 2011 ist die Zahl der Betriebe, die über steigende Umsätze berichten, gestiegen. Mehr als ein Drittel der Unternehmen (35,7 Prozent) konnte im Jahresverlauf ein Umsatzplus verbuchen.
Die positive konjunkturelle Dynamik spiegelt sich auch in der Beschäftigungsentwicklung wider. Per Saldo haben die Handwerksbetriebe ihren Personalstock ausgebaut (plus 14,2 Punkte). Mehr als jeder vierte Betrieb (26,7 Prozent) hat im Jahresverlauf 2011 neue Mitarbeiter eingestellt.
Die Umsatz- und Ertragserwartungen sind etwas eingetrübt, befinden sich aber dennoch auf hohem Niveau. So rechnen im Frühjahr 2012 annähernd 29,1 Prozent der Betriebe mit steigenden Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr (32,7 Prozent) ist dies ein Minus von 3,6 Zählern.
Auch im Hinblick auf die zukünftige Ertragslage sind die Handwerker etwas zurückhaltender. Mehr als ein Viertel der befragten Betriebe (26,5 Prozent) rechnet in den kommenden Monaten mit steigenden Erträgen. Im letzten Jahr war dies bei 29,7 Prozent der Betriebe der Fall.
Die aktuelle Befragung zeigte, dass die energetische Sanierung für das Handwerk ein wichtiges Geschäftsfeld ist. So hat der Anteil der energetischen Sanierung am Geschäftsvolumen für 27,2 Prozent aller Befragten zugenommen. Nur 6,6 Prozent aller Handwerksbetriebe meldeten einen rückläufigen Anteil der energetischen Sanierung am Geschäftsvolumen.
Im Jahr 2012 wird die energetische Sanierung weiter an Bedeutung gewinnen. Dieser Auffassung sind fast ein Viertel der Handwerksfirmen (23,6 Prozent). Dagegen rechnen nur 6,2 Prozent der befragten Unternehmen damit, dass der Anteil der energetischen Sanierung 2012 zurückgehen wird. Die Mehrheit der Befragten sieht in der steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen ein wichtiges Instrument zur Umsetzung der Energiewende.
So schätzen 83,8 Prozent der Handwerker die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen als "wichtig" oder "sehr wichtig" ein. Fast zwei Drittel der Handwerker (62,3 Prozent) gaben an, dass die Kundschaft auf die steuerliche Förderung zurückgreift.








