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Schmitz Cargobull steigert Umsatz um 7,5 %
Das Geschäftsjahr 2013/2014 verlief für den Lkw-Zulieferer aus Altenberge (bei Münster) überaus positiv. „Die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge stieg auf 45.300 Einheiten (+ 11,5 %). Auch der Umsatz wuchs um 7,5 Prozent auf 1,625 Mrd. Euro“, erklärte Vorstandsvorsitzender Ulrich Schümer anlässlich der Vor-Pressekonferenz zur IAA Nutzfahrzeuge 2014.
Sowohl in Deutschland als auch Europa konnte man mit einem Marktanteil von 34 % bzw. 28 % Platz 1 bei den Sattelaufliegern behaupten. Ziel sei es in wachsenden Märkten Marktführer zu bleiben oder zu werden.
Nach der Absatzsteigerung im Geschäftsjahr 2013/2014 von 40.616 auf 45.113 Fahrzeuge (plus 11 Prozent) rechnet Ulrich Schümer mit weiterem Wachstum. Im aktuellen Geschäftsjahr wird ein Umsatz von zirka 1,8 Mrd. € und einem Fahrzeugabsatz von 47.500 Fahrzeugen angepeilt.
Dies scheint nicht unrealistisch, da nach den ersten vier Monaten im laufenden Geschäftsjahr (ab April 2014) der Auftragseingang bei ca. 16.500 Fahrzeugen bei einem Wert von ca. 500 Mio. € liegt.
Von der Markterholung profitiert auch die Anzahl der Mitarbeiter in den deutschen Standorten. In Gotha entstanden bereits 110 neue Stellen in der Stahlmuldenfertigung. Die Zahl der insgesamt 5.093 Beschäftigten (inklusive Leiharbeitnehmer) zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs wird, bei der erwarteten Absatzsteigerung, weiter steigen.
Rund 30 Millionen Euro hat Schmitz Cargobull allein im letzten Geschäftsjahr im Stammwerk Altenberge in den Aufbau einer völlig neuen Langträgerfertigung investiert. „Ohne Schweißnaht wird der Träger aus einem Rohling kaltgeformt“, erklärte der Vorstandsvorsitzende. Ende Juli startete die Serienfertigung in Altenberge.
Die neue Fertigungstechnologie des Langträgers im Chassismodul löst das herkömmliche Schweißen weitgehend ab. Materialspannungen in Folge der hohen Wärme, die beim Schweißen entsteht, werden vermieden.
Allein in die eigenständige Entwicklung der neuen Technologie hat Schmitz Cargobull etwa zehn Millionen Euro investiert. Mit diesem Technologievorsprung war die Entscheidung klar, dass auch am neuen Standort Wuhan in China diese neuesten Fertigungsprozesse zum Einsatz kommen.
Parallel zu IAA im September 2014 wird Schmitz Cargobull die Serienfertigung im neuen Trailerwerk im chinesischen Wuhan starten. „Die dafür benötigten Anlagen sind in dieser Dimension bisher einmalig. Wir haben sie baugleich entwickeln und fertigen lassen“, berichtet Vorstand Andreas Schmitz, der seit August 2013 in China lebt und den Aufbau der Produktion sowie des Lieferanten- und Vertriebsnetzes vor Ort koordiniert.
Insgesamt 100 Mio. Euro werden beide Partner in Wuhan investieren. Bis 2018/2019 peilt das Schmitz Cargobull einen Marktanteil von zehn Prozent an. Bei voller Auslastung können im Werk Wuhan bis zu 40.000 Fahrzeuge im Jahr gebaut werden.








