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Umsatzplus von 3,5 % am Bau erwartet
Die beiden Bauspitzenverbände blicken zuversichtlich ins Baujahr 2014: Beim Gesamtumsatz erwartet man einen Anstieg von 3,5 % zum Vorjahr auf 98,6 Mrd. Euro. Haupttriebfeder der Branche wird weiterhin der Wohnungsbau (+5 %) sein, gefolgt vom Öffentlichen Bau (+ 3,5 %) und dem Wirtschaftsbau (+ 2,5 %).
Im Hinblick auf den Wohnungsbau rechnen die Verbände mit rund 250.000 neuen Wohnungen, die 2014 gebaut werden dürften. Darauf lassen alle Frühindikatoren schließen. Darüber hinaus sind die Rahmenbedingungen im Wohnungsbau weiter günstig. Das gilt zum einen für die Zahl der Erwerbstätigen, die 2013 bei knapp 42 Mio. Menschen liegt, und zum anderen für die anhaltend günstigen Konditionen für Immobilienkredite.
„Ob es allerdings gelingt, das Angebot im Mietwohnungsneubau für mittlere und niedrige Einkommen insbesondere in den Metropolregionen in zügigem Tempo zu verbessern, bleibt fraglich. Die Mietpreisbremse wird wohl eher das Gegenteil erreichen“, so ZDB-Präsident Dr. Loewenstein auf der gemeinsamen Pressekonferenz der Verbände (ZDB und Hauptverband der Deutschen Bauindustrie) zum Jahresauftakt 2014.
Das reale BIP-Wachstum lag in 2013 bei nur 0,4 %; daher waren keine Investitionsimpulse für den Wirtschaftsbau zu erwarten. Für 2014 werden jedoch insbesondere für den Wirtschaftshochbau deutliche Impulse erwartet; „denn die alljährlich zum Jahresende durchgeführte Umfrage des IW Köln bei über 40 Verbänden bestätigt eine gestiegene Investitionsbereitschaft der Unternehmen.“ Erläuterte der Präsident des HDB, Prof. Bauer, die Einschätzung der Bauwirtschaft, die von einem Wachstum des Wirtschaftsbaus um 2,5 % ausgeht.
Der öffentliche Bau hat im dritten Quartal 2013 überproportionalzugelegt, nämlich um 9,6 % gegenüber 6,3 % im Durchschnitt aller Bausparten. Für die weitere Entwicklung im öffentlichen Bau ist vor allem die Haushaltsituation der Gebietskörperschaften maßgeblich. Was die kommunale Ebene angeht, so scheinen sich hier die Investitionsspielräume zu verbessern, ohne dass sie als gut bezeichnet werden könnten.
Gleichzeitig plant die Koalition die Investitionsmittel in die Infrastruktur jährlich um gut eine Milliarde Euro aufzustocken. Darüber hinaus werden die Mittel aus der Fluthilfe die Nachfrage des Bundes weiter stützen. „Daher dürfte der öffentliche Bau in den alten und neuen Ländern gleichermaßen um 3,5 % wachsen“, so Bauer.
Das Beschäftigtenniveau lag im Bauhauptgewerbe in 2013 jahresdurchschnittlich bei 755.000 . Dies entspricht einem Zuwachs von ca. 10.000 Beschäftigten (+ 1,5 %). Für 2014 erwarten die beiden Spitzenverbände eine weitere Stabilisierung des Niveaus bei 760.000 Beschäftigten (+ 1 %).








