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Zweites Quartal am Bau fällt eher schwach aus
Laut der jüngsten SOKA-BAU-Auswertung (auf Basis der von den Unternehmen des Baugewerbes eingereichten Beitragsmeldungen), gab es im Mai einen Rückgang beim effektiven Arbeitsvolumen, der Beschäftigung und der Bruttolohnsumme.
So sank das Arbeitsvolumen saisonbereinigt um 5,6 % gegenüber dem Vormonat und schon zum vierten Monat in Folge. Die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer nahm saisonbereinigt um 2,7 % ab. Die Bruttolohnsumme der gewerblichen Arbeitnehmer sank um 2,8 % (siehe Tabelle).
Sowohl das Arbeitsvolumen als auch die Beschäftigung und die Lohnsumme sanken damit im Mai sogar stärker als im Vormonat. Laut der SOKA-BAU steht die Bauwirtschaft vor dem Abschluss eines schwachen zweiten Quartals.
War die Bautätigkeit im ersten Quartal witterungsbedingt noch beschleunigt gestiegen, zeichnet sich für das Frühjahr ein starker Rückgang des Arbeitsvolumens ab. Mittlerweile liegt das Arbeitsvolumen auf dem tiefsten Niveau seit April 2013.
Jedoch ist die jüngste Schwächephase nach wie vor maßgeblich mit den witterungsbedingt vergleichsweise starken Wintermonaten zu erklären: Im bisherigen Jahresverlauf liegen die geleisteten Arbeitsstunden mit rund 10 % deutlich über dem Niveau des Vorjahres, das in diesem Fall dann auch das konjunkturell starke Frühjahr 2013 miteinschließt.
Die Frühindikatoren deuten darauf hin, dass mit keiner längeren konjunkturellen Durststrecke gerechnet werden muss. So sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im April noch deutlich gestiegen (3,5 % gegenüber März bzw. 6,5 % gegenüber dem Vorjahr), insbesondere im Wohnungsbau und im Tiefbau zogen die Bestellungen an.
Auch die Baugenehmigungen im Hochbau sind im April deutlich gestiegen. Wiederum zogen die Baugenehmigungen für Wohngebäude deutlich an, darüber hinaus berichteten die Banken zuletzt von einer deutlich gestiegenen Nachfrage nach Krediten für den privaten Wohnungsbau.3 Anscheinend sind die privaten Haushalte bemüht, die momentan äußerst günstigen Zinskonditionen in Anspruch zu nehmen.
Die Nachfrage im Wirtschaftsbau entwickelt sich allerdings nach wie vor dürftig. Offensichtlich sind die Unternehmen angesichts der zuletzt gestiegenen geopolitischen Risiken nicht bereit, ihre Kapazitäten zu erweitern und damit auch in neue Bürogebäude und Fabrikhallen zu investieren.
Dazu passt, dass das ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft bereits zweimal in Folge gefallen ist. Insgesamt gehen der Hauptverband der deutschen Bauindustrie sowie der Zentralverband Deutsches Baugewerbe für dieses Jahr aufgrund des guten Jahresbeginns von einem Umsatzplus in Höhe von 4,5 % aus. Dabei soll die Beschäftigung leicht steigen (1 %).








