Klimaschutz
Veriso Blähglasschotter: Nachhaltige Lösung für den Straßenbau
Die zunehmende Flächenversiegelung im Straßenbau und bei Industrieprojekten zwingt Planer, neue Antworten auf die Frage nach dem Umgang mit Regenwasser zu finden.
Asphalt und Beton unterbrechen den natürlichen Wasserkreislauf, die Risiken reichen von Überflutungen über Hitzeinseln bis hin zu steigenden Belastungen der Kanalisation. Immer häufiger werden daher Rückhaltebecken verpflichtender Bestandteil von Baugenehmigungen. In Osterweddingen stellte sich diese Herausforderung auch dem Recyclingunternehmen Reiling, das sein Werksgelände um einen Hektar erweitern wollte.
Rückhaltebecken neu gedacht
Für die Erweiterung mussten zwei Regenrückhaltebecken entstehen, die bei Starkregen als Puffer dienen sollten. „Im Normalfall wären diese Rückhaltebecken wie ein Pool angelegt worden, in welchem das Wasser zurückgehalten wird. Das hätte für uns den Verlust der darüberliegenden Fläche bedeutet“, erklärt Thomas Schürmann, Leiter Bauwesen bei Reiling. Herkömmliche Systeme hätten den schweren Lasten von Radladern nicht standgehalten und wären schnell beschädigt worden. Ein massiver Betonaufbau wäre zwar tragfähig, jedoch kostenintensiv im Unterhalt.
Die Lösung kam aus der unmittelbaren Unternehmensgruppe: Das Tochterunternehmen Veriso entwickelte mit RED Blähglasschotter einen Baustoff, der Wasser speichern, Lasten aufnehmen und die Flächen weiterhin befahrbar halten kann.
Veriso RED Blähglasschotter als Schlüsselbaustein
Der innovative Schüttstoff besteht zu 100 Prozent aus recyceltem Altglas. Er ist in der Lage, bis zu 50 Prozent seines Eigengewichts an Wasser aufzunehmen und es zeitverzögert wieder abzugeben. Damit reduziert sich die Belastung des Kanalsystems, während gleichzeitig ein Beitrag zum natürlichen Wasserkreislauf geleistet wird. Für den Bau in Osterweddingen wurde der Blähglasschotter in Schichten eingebaut, stabilisiert durch Geokunststoffe und ergänzt durch eine robuste Pflasteroberfläche. So konnte die Fläche auch nach der Errichtung der Rückhaltebecken vollständig genutzt werden.
Schürmann beschreibt die Vorteile klar: „Die Pflastersteine auf unserem Werksgelände senken sich durchschnittlich um vier bis acht Zentimeter pro Jahr. Pflastersteine können wir ohne großen Aufwand neu verlegen, eine gegossene Betondecke über einem Wasserbecken hingegen, hat einen bedeutend größeren Reparaturaufwand.“
Ein Baustoff, der Nachhaltigkeit und Funktionalität verbindet
Die Entscheidung für Veriso RED war nicht nur pragmatisch, sondern auch zukunftsweisend. „Am wichtigsten war es für uns, dass wir so wenig Fläche wie möglich an die Rückhaltung verlieren“, betont Schürmann. Dass der Baustoff aus recyceltem Altglas gewonnen wird, fügt sich nahtlos in die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Der Schüttstoff ist druck- und witterungsbeständig, vollständig ungiftig und lässt sich problemlos in Kreislaufwirtschaftskonzepte integrieren.
„Die Erwartungen, die wir an die Zusammenarbeit hatten, wurden bereits jetzt übertroffen“, ergänzt Schürmann. Besonders der Service von Veriso bei Planung und Umsetzung habe überzeugt.
Signal für nachhaltiges Bauen
Das Beispiel in Osterweddingen zeigt, wie moderne Baustoffe den Straßenbau und die Flächengestaltung nachhaltiger machen können. Mit Blähglasschotter als Kernkomponente werden Rückhaltebecken nicht mehr als Flächenverlust wahrgenommen, sondern als intelligente Kombination von Wassermanagement und Nutzbarkeit. Veriso gelingt es damit, die Baustoffbranche in Richtung Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit voranzubringen – ohne den funktionalen Anspruch der Bauunternehmen aus den Augen zu verlieren.

















