Bau-Lkw
Aldi Süd testet nächstes Jahr Erdgas-Lkw von Iveco
Testeinsatz für den Warentransport bei Aldi Süd
Die Unternehmensgruppe Aldi Süd testet künftig alternative Antriebstechnologien für Warentransporte. Sowohl Erdgas-Lkw als auch Elektro-Lkw werden 2018 für den Transport der Aldi-Süd-Produkte zunächst testweise in einzelnen Regionalgesellschaften eingesetzt. Für das Logistik-Projekt arbeitet der Discounter mit den Fahrzeugherstellern Iveco im Bereich Erdgas- und mit Framo im Bereich Elektro-Technologie zusammen. Ab Frühjahr 2018 wird jeweils ein Erdgas-Lkw in den Regionalgesellschaften mit Sitz in Butzbach, Ebersberg, Aichtal und Langenfeld unterwegs sein. Die Einsatzgebiete liegen damit bewusst im Umland der Stickoxid-Brennpunkte Frankfurt, im Großraum München, Stuttgart sowie Düsseldorf.
Aus dem breiten Produktportfolio von LNG- und CNG Fahrzeugen kann Iveco den Stralis NP mittlerweile von 270 bis 460 PS über drei Motorenbaureihen anbieten (270 und 330 PS nur CNG). Mit Reichweiten von bis zu 480 km (Doppel-CNG), ca. 750 km (LNG und CNG gemischt) sowie bis zu 1.600 km mit Doppel-LNG Ausstattung passen die Zugmaschinen zu jedem Einsatzprofil. CNG-Fahrzeuge können an jeder der vielen existierenden CNG-Tankstellen problemlos und schnell befüllt werden und sind im Verteilerverkehr vielfach die beste Lösung. Neben den über alle Schadstoffkomponenten niedrigen Emissionen spricht im städtischen und stadtnahen Einsatz ganz besonders auch das um wenigstens 4 dB reduzierte Geräusch für den Stralis NP, denn „Lärm ist der nächste Feinstaub“ sagt eine gängige Prognose.
Hintergrund CNH Industrial, Iveco Muttergesellschaft, ist zum siebten Mal als „Industry Leader" und zum zweiten Mal als „Capital Goods Industry Group Leader" im Dow Jones-Nachhaltigkeitsindex als Sieger hervorgegangen. Diese Indizes sind für Investoren der Gradmesser für nachhaltige Investments. Die Erdgasstrategie bei Lkw, Bussen und Traktoren ist neben umweltfreundlichen Produktionsprozessen Teil des Erfolgs. Iveco verfügt mit 4 Motorenbaureihen bis 460 PS über ein komplettes Erdgas-Produktprogramm zwischen 3,5 und 40 Tonnen. Diese saubere und leise Technologie ist verfügbar und reiht sich sofort nahtlos in jede bestehende Logistik vom Standardtransporter bis zum Auflieger mit niedriger Aufsattelhöhe ein. Somit ist Erdgas und Biomethan bzw. Windgas (aus überschüssiger Elektrizität erzeugtes Methan) die einzige Technologie, die jetzt schon bereit ist, einer Verfehlung der nächsten Klimaziele zu begegnen. Aufgrund ihres im Vergleich selbst zu EURO VI-Dieselfahrzeugen um die Hälfte geringeren Stickoxid-Ausstoßes ist die NOX-Belastung, die Auslöser der Diskussion um Einfahrrestriktionen ist, deutlich geringer.









