Baustelle
Kirkbi und ehret+klein feiern den Baufortschritt am Franz Marc Quartier
Im Münchner Central Quartier entwickelt sich mit dem Franz Marc Quartier eines der derzeit markantesten Projekte zur Revitalisierung denkmalgeschützter Bausubstanz in Kombination mit nachhaltigem Neubau. Getragen von Kirkbi und ehret+klein entsteht hier ein Ensemble, das den Anspruch moderner Stadtentwicklung mit den Anforderungen ressourcenschonenden Bauens verbindet. Der aktuelle Baufortschritt markiert dabei einen wichtigen Meilenstein in der baulichen Umsetzung.
Die Entwicklung an der Schwanthaler Straße zeigt exemplarisch, wie sich historischer Bestand und zeitgemäße Architektur funktional und gestalterisch verzahnen lassen. Für Bauunternehmen, Projektentwickler und technische Entscheider im Bauwesen liefert das Projekt damit ein praxisnahes Referenzszenario für komplexe innerstädtische Bauvorhaben im Bestand.
Denkmalgeschützte Struktur als Ausgangspunkt für moderne Nutzungskonzepte
Das Franz Marc Quartier basiert auf einem denkmalgeschützten Gebäudeensemble, das im Rahmen der Projektentwicklung behutsam erweitert und funktional neu interpretiert wird. Die Verbindung aus erhaltener Bausubstanz und ergänzendem Neubau folgt einem integrativen Planungsansatz, der architektonische Identität und wirtschaftliche Nutzbarkeit miteinander vereint.
Die geplante Nutzungsstruktur umfasst Flächen für Büro, Einzelhandel sowie Gastronomie und Co-Working. Besonders im Erdgeschoss entstehen rund 2.000 m² für publikumsorientierte Nutzung, während in den oberen Ebenen etwa 10.000 m² moderne Büroflächen vorgesehen sind. Damit wird eine Mischnutzung realisiert, die auf die Anforderungen urbaner Arbeits- und Lebenswelten reagiert und gleichzeitig die Standortqualität im Central Quartier stärkt.
Baufortschritt im Spannungsfeld von Bestandssanierung und Rohbauarbeiten
Der aktuelle Baufortschritt im Franz Marc Quartier ist geprägt von parallel laufenden Bauprozessen im Bestand und im Neubau. Während im Innenhof der Rohbau des ergänzenden Baukörpers entsteht, werden im denkmalgeschützten Bestand Ertüchtigungsmaßnahmen umgesetzt, die die zukünftige Nutzung vorbereiten.
Diese Kombination aus Sanierung und Neubau stellt hohe Anforderungen an Bauabläufe, Logistik und Schnittstellenkoordination. Insbesondere innerstädtische Rahmenbedingungen erfordern eine präzise Abstimmung zwischen Planung, Ausführung und denkmalpflegerischen Vorgaben. Für die beteiligten Akteure zeigt sich hier, wie wichtig eine integrale Projektsteuerung für terminsichere Bauprozesse im Bestand ist.
Die Fertigstellung des Rohbaus ist für die kommenden Bauphasen entscheidend, da sie den Übergang in den Ausbau und die technische Gebäudeausrüstung vorbereitet. Erste Nutzungen sind perspektivisch nach Abschluss der weiteren Ausbauphasen vorgesehen.
Nachhaltigkeit als technischer und strategischer Planungsbestandteil
Ein zentrales Merkmal des Franz Marc Quartiers ist die konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Der weitgehende Erhalt der Bestandsstruktur trägt zur Reduzierung grauer Energie bei und bildet die Grundlage für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Gebäudekomplexes.
Ergänzt wird dieser Ansatz durch technische Systeme wie Fernwärme- und Fernkälteanschlüsse, Photovoltaik sowie Regenwassernutzung. Auch adiabatische Kühlkonzepte sind Bestandteil der Planung, um die Energieeffizienz im späteren Betrieb zu unterstützen. Ziel ist eine Zertifizierung nach DGNB Platin, was den Anspruch an nachhaltige Bauqualität zusätzlich unterstreicht.
Städtebaulicher Mehrwert durch Öffnung und Durchgrünung
Über die rein funktionale Gebäudenutzung hinaus verfolgt das Projekt eine klare städtebauliche Strategie. Die Öffnung der Innenhöfe für die Öffentlichkeit sowie die geplante Begrünung und Aufenthaltsqualität schaffen neue urbane Freiräume im dicht bebauten Central Quartier.
Damit entsteht ein zusätzlicher Mehrwert, der über die klassische Immobilienentwicklung hinausgeht und den öffentlichen Raum in München gezielt erweitert. Für Projektentwickler und Bauunternehmen ist dieser Ansatz ein Beispiel dafür, wie Nachverdichtung und Aufenthaltsqualität im urbanen Bestand in Einklang gebracht werden können.
Einordnung für die Baupraxis und Fachkommunikation
Das Franz Marc Quartier steht exemplarisch für die zunehmende Bedeutung komplexer Bestandsentwicklungen im urbanen Raum. Die Kombination aus Denkmalschutz, nachhaltiger Technik und gemischter Nutzung macht das Projekt zu einem relevanten Referenzfall für das Baugewerbe.
Für Fachpublikationen wie buildingnet.de und das Baugewerbe Magazin unterstreicht dieses Projekt die Relevanz integrierter Berichterstattung über Baufortschritt, Planungsprozesse und nachhaltige Immobilienentwicklung. Gerade für Entscheider im Bauwesen liefert die Entwicklung wertvolle Einblicke in Schnittstellenmanagement, Ressourceneffizienz und die Transformation innerstädtischer Lagen.









