Personalien

Max Kandler,

DGfM bestätigt Vorstand und fordert technologieoffene Wohnungsbaupolitik

Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e. V. (DGfM) hat im Rahmen ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung in Berlin die Weichen für die weitere Verbandsarbeit gestellt. Neben der turnusgemäßen Wahl des Vorstands stand vor allem die zukünftige Ausrichtung der Wohnungsbaupolitik im Mittelpunkt. Aus Sicht der DGfM braucht Deutschland weniger Vorgaben zu einzelnen Bauweisen und stattdessen bessere Rahmenbedingungen für Investitionen, die den regionalen Wohnungsbau nachhaltig stärken.

Mitgliederversammlung bestätigt den Vorstand

Dr. Hannes Zapf wurde als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM) bestätigt. © DGfM

Im Rahmen der Mitgliederversammlung bestätigten die Mitglieder Dr. Hannes Zapf vom Bundesverband Kalksandsteinindustrie e. V. als Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e. V. (DGfM). Ebenfalls wiedergewählt wurde Guido Runkel vom Bundesverband Leichtbeton e. V. als stellvertretender Vorsitzender.

Der Vorstand wird weiterhin durch Christian Bertmaring, Vorsitzender des Bundesverbandes Porenbetonindustrie e. V., Torsten Schoch vom Verband Bauen in Weiß e. V. sowie Frederic Dörlitz, Vorsitzender des Bundesverbandes Kalksandsteinindustrie e. V., ergänzt. Mit der Wiederwahl setzt die DGfM auf personelle Kontinuität in einer Phase, in der der Wohnungsbau vor erheblichen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen steht.

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Wohnungsbau bleibt wirtschaftspolitische Schlüsselaufgabe

Neben der Vorstandswahl prägte die aktuelle Entwicklung des Wohnungsbaus die Beratungen der Mitgliederversammlung. Im Fokus stand insbesondere der vom Bundesministerium vorgelegte Aktionsplan zur Senkung der Baukosten sowie dessen Auswirkungen auf Investitionen und Baupraxis.

Dr. Hannes Zapf machte deutlich, dass der deutliche Rückgang der Wohnungsfertigstellungen längst nicht mehr ausschließlich eine sozialpolitische Herausforderung darstellt. Nach Einschätzung der DGfM wirkt sich die Entwicklung zunehmend auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vieler Regionen aus. Weniger Neubau bedeutet gleichzeitig geringere Investitionen, weniger Aufträge für die Bauwirtschaft sowie sinkende kommunale Einnahmen.

Aus Sicht der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e. V. (DGfM) sollte deshalb die Stärkung regionaler Investoren stärker in den Mittelpunkt der politischen Maßnahmen rücken. Verbesserte steuerliche Rahmenbedingungen und attraktivere Abschreibungsmöglichkeiten könnten zusätzliche Investitionen im Wohnungsbau anstoßen und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung sichern.

Technologieoffenheit statt Festlegung auf einzelne Bauweisen

Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion war die politische Förderung serieller und modularer Baukonzepte. Der Vorstand der DGfM spricht sich ausdrücklich für eine technologieoffene Wohnungsbaupolitik aus und sieht eine einseitige Fokussierung auf bestimmte Bauweisen kritisch.

Nach Auffassung der Organisation sollten Förderprogramme nicht einzelne Bauverfahren bevorzugen, sondern sich konsequent an den Zielen Wirtschaftlichkeit, Bezahlbarkeit und Qualität orientieren. Welche Bauweise im Einzelfall die wirtschaftlichste Lösung darstellt, müsse unter Berücksichtigung der jeweiligen Projektanforderungen entschieden werden.

Wirtschaftlichkeit bleibt entscheidender Maßstab

Im Zusammenhang mit der aktuellen Debatte verwies die DGfM auf ihre Auswertung der Fertigstellungszahlen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2025. Nach Darstellung des Verbandes lagen mineralische Bauweisen aus Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton bei den veranschlagten Baukosten im Geschosswohnungsbau erneut unter dem Durchschnitt aller untersuchten Bauweisen. Gleichzeitig wurden bei anderen Bauarten höhere Kosten ausgewiesen. Nach Angaben der DGfM betrug der Abstand zwischen der wirtschaftlichsten Bauweise und Holz-Fertigteilbauten im Geschosswohnungsbau rund 25 Indexpunkte.

Auch die bisherigen Erfahrungen mit seriellem Wohnungsbau bewertet die Organisation differenziert. Nach Einschätzung der DGfM zeigen bisherige Projektauswertungen, dass die häufig erwarteten Kostenvorteile nicht automatisch erreicht werden. Entscheidend seien vielmehr die konkreten Projektbedingungen sowie eine wirtschaftliche Planung und Umsetzung.

Baupolitik braucht Planungssicherheit und Investitionsanreize

Für Bauunternehmen, Projektentwickler und Investoren verdeutlicht die Diskussion innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e. V. (DGfM) vor allem eines: Die Herausforderungen des Wohnungsbaus lassen sich nach Auffassung des Verbandes nicht durch die Bevorzugung einzelner Bauweisen lösen. Gefordert werden stattdessen verlässliche politische Rahmenbedingungen, technologieoffene Förderinstrumente sowie Maßnahmen, die private und regionale Investitionen erleichtern.

Mit der Bestätigung von Dr. Hannes Zapf und dem bisherigen Vorstand unterstreicht die DGfM ihren Anspruch, die fachliche Debatte über wirtschaftlichen und bezahlbaren Wohnungsbau weiterhin aktiv mitzugestalten und die Interessen einer technologieoffenen Baupolitik in Deutschland zu vertreten.

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