Baustelle
Ehret+Klein AG feiert Richtfest für das Projekt Schwabacher Straße 54 in Fürth
Mit dem Richtfest für das Projekt Schwabacher Straße 54 in Fürth erreicht die Ehret+Klein AG einen wichtigen Meilenstein bei der Revitalisierung eines markanten Innenstadtgebäudes. Gemeinsam mit rund 80 Gästen wurde der Abschluss des Rohbaus gefeiert. Zu den Teilnehmern zählten unter anderem Fürths Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, Vertreter des Eigentümers sowie die am Bau beteiligten Projektpartner.
Das denkmalgeschützte Gebäude am südlichen Eingang der Fürther Fußgängerzone zählt zu den prägenden Handelsimmobilien der Stadt. Der ursprünglich 1956 nach Plänen des Architekten Hans Paul Schmohl errichtete Komplex wird seit April 2025 umfassend modernisiert und neu strukturiert. Mit rund 8.600 Quadratmetern Gesamtfläche entwickelt sich das Projekt Schwabacher Straße 54 zu einem Beispiel dafür, wie innerstädtische Bestandsgebäude im Baugewerbe wirtschaftlich und nachhaltig neu positioniert werden können.
Bestandssanierung statt Abriss als strategischer Ansatz
Die Entwicklung des Projekts zeigt, wie sich Revitalisierungskonzepte zunehmend als Alternative zu klassischen Neubauvorhaben etablieren. Nach der vollständigen Entkernung des Gebäudes laufen derzeit parallel der Innenausbau der Obergeschosse sowie die Arbeiten an den Handelsflächen im Erd- und Untergeschoss. Gleichzeitig wurde im Innenbereich die Erdgeschossdecke fertiggestellt, auf der der Erweiterungsbau errichtet wurde.

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Deutlich kürzere Lieferzeiten für Kunden weltweit
Die zukünftige Nutzung kombiniert Einzelhandel mit temporären Wohnformen. Woolworth wird seine Filiale an den Standort zurückbringen, während in den Obergeschossen und im Neubau rund 100 Serviced Apartments entstehen. Betreiber wird ipartment, ein Anbieter vollausgestatteter Design-Apartments in Deutschland. Gerade dieser Nutzungsmix gilt in vielen Innenstädten als wichtiger Faktor, um Frequenz, Aufenthaltsqualität und wirtschaftliche Stabilität langfristig zu sichern.
Für das Baugewerbe verdeutlicht das Projekt Schwabacher Straße 54 in Fürth zudem die steigende Bedeutung intelligenter Nachverdichtungskonzepte. Statt zusätzlicher Flächenversiegelung wird bestehende Bausubstanz weiterentwickelt und an aktuelle Anforderungen angepasst. Damit verbindet die Ehret+Klein AG wirtschaftliche Interessen mit städtebaulichen und ressourcenschonenden Zielsetzungen.
PreConstruction-Phase reduziert Materialverbrauch und Risiken
Besonders bemerkenswert ist die gewählte Projektstrategie im Bereich der Bauausführung. Nach Angaben der Projektbeteiligten konnte durch eine vorgeschaltete PreConstruction-Phase unter anderem der ursprünglich geplante Abriss der Innenhofdecke vermieden werden. Dieser Ansatz zeigt exemplarisch, wie frühzeitige Analyse- und Planungsprozesse Risiken im Bestand minimieren und gleichzeitig erhebliche Materialeinsparungen ermöglichen können.
Durch den Erhalt der bestehenden Konstruktion werden rund 700 Tonnen Abbruchmaterial sowie eine vergleichbare Menge neuer Baustoffe eingespart. Für die Bauwirtschaft gewinnt dieser Ansatz zunehmend an Bedeutung, da steigende Rohstoffpreise, regulatorische Anforderungen und Nachhaltigkeitsziele den Umgang mit Bestandsgebäuden grundlegend verändern.
Gerade im Bereich komplexer Innenstadtprojekte zeigt sich, dass Revitalisierungsvorhaben hohe technische Kompetenz und enge Zusammenarbeit aller Projektpartner erfordern. Die Verbindung aus denkmalgerechter Sanierung, neuer Nutzungskonzeption und ressourcenschonender Bauweise macht das Projekt zu einem relevanten Praxisbeispiel für moderne Stadtentwicklung.
Fertigstellung bis Ende 2026 vorgesehen
Mit dem Richtfest tritt das Projekt Schwabacher Straße 54 in Fürth nun in die nächste Bauphase ein. Die Fertigstellung ist bis Ende 2026 geplant. Für die Ehret+Klein AG markiert das Vorhaben zugleich ein strategisch wichtiges Innenstadtprojekt, das beispielhaft für die Transformation ehemaliger Handelsimmobilien steht.
Vor dem Hintergrund wachsender Herausforderungen im stationären Einzelhandel und steigender Anforderungen an urbane Nutzungskonzepte gewinnt die Revitalisierung bestehender Gebäude im Baugewerbe weiter an Bedeutung. Das Projekt in Fürth zeigt, wie durch gezielte Umnutzung, technische Planung und nachhaltige Bauprozesse neue Perspektiven für innerstädtische Immobilien entstehen können.










