Co2-Abscheideanlage
Heidelberg Materials bringt Dekarbonisierungsprojekt GeZero voran
Das Dekarbonisierungsprojekt GeZero von Heidelberg Materials hat mit der detaillierten technischen Planungsphase einen wichtigen Meilenstein erreicht. Das sogenannte Front End Engineering Design (FEED) bildet die Grundlage für die Entwicklung der ersten großtechnischen Anlage zur CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS) im deutschen Binnenland.
Pionierarbeit bei der Dekarbonisierung
Christian Knell, Sprecher der Geschäftsführung von Heidelberg Materials Deutschland, unterstreicht die Bedeutung des Projekts:
„Mit GeZero, der ersten heimischen CCS-Anlage im industriellen Maßstab, leisten wir Pionierarbeit auf dem deutschen Markt. Eine gute und methodische Vorbereitung ist bei Großprojekten dieser Art entscheidend. Die Zusammenarbeit bei der FEED-Studie mit einem so erfahrenen Partner ist daher ein wichtiger Faktor für die weitere Projektumsetzung.“
Technische Planung und Partnerschaft
Im Oktober wurde nach einem mehrmonatigen Auswahlverfahren der Vertrag zwischen Heidelberg Materials und Fluor Corporation unterzeichnet. Damit beginnt die entscheidende Planungsphase, die im Frühjahr 2025 abgeschlossen sein soll. Der Beginn der Bauphase ist für 2026 geplant.
Modernste Technologie zur CO2-Abtrennung
Das GeZero-Projekt basiert auf der Oxyfuel-Technologie, die eine hocheffiziente CO2-Abscheidung ermöglicht. Diese wird durch eine CO2-Reinigungs- und Verflüssigungsanlage ergänzt. Um den Anforderungen an CCS-Anlagen im Binnenland gerecht zu werden, ist der Transport des CO2 per Bahn vorgesehen, bis die notwendige Pipeline-Infrastruktur zur Verfügung steht. Zusätzlich ist der Bau eines lokalen CO2-Speicher-Hubs als Zwischenlager vorgesehen.
Nutzung erneuerbarer Energien
Der Betrieb der GeZero-Anlage soll vollständig durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet eine neue Photovoltaikanlage, die auf dem Werksgelände errichtet wird. Dieser Schritt unterstreicht das Ziel von Heidelberg Materials, Umweltbelastungen auf allen Ebenen zu minimieren.
Förderung aus dem EU-Innovationsfonds
Das Projekt wird durch den EU-Innovationsfonds gefördert, der Projekte mit europäischem Mehrwert unterstützt, die zu einer deutlichen Reduzierung von Emissionen beitragen. GeZero ist ein solches Schlüsselprojekt, das innovative Technologien zur Dekarbonisierung der Zementproduktion vorantreibt und gleichzeitig den Weg für den industriellen Einsatz von CCS im Binnenland ebnet.
Zukunftsperspektiven und Bedeutung
Mit GeZero zeigt Heidelberg Materials, wie die CO2-Abtrennung als zentraler Baustein einer nachhaltigen Industrie zukunftsweisend umgesetzt werden kann. Das Projekt hat das Potenzial, die Zementproduktion in Deutschland und Europa grundlegend zu verändern.
Die Integration von CCS-Technologien in die Zementindustrie ist ein entscheidender Schritt hin zu einer dekarbonisierten Wirtschaft. Durch die Nutzung von Oxyfuel-Technologie und der anschließenden CO2-Speicherung kann der CO2-Ausstoß der Zementproduktion erheblich reduziert werden, was zu einer signifikanten Verringerung der Treibhausgasemissionen führt.
Praktische Umsetzung und Infrastruktur
Die technische Planung und die Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern wie Fluor Corporation sind entscheidend für den Erfolg des Projekts. Die FEED-Studie dient als Grundlage für die detaillierte Planung und Ausführung der Anlage, einschließlich der notwendigen Infrastruktur wie dem CO2-Speicher-Hub und der Transportlogistik.
Umwelt- und Klimaschutz
Das GeZero-Projekt unterstreicht das Engagement von Heidelberg Materials für den Umwelt- und Klimaschutz. Durch die Nutzung erneuerbarer Energien und die Implementierung von CCS-Technologien wird ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen geleistet, was den Klimaschutzmaßnahmen der EU entspricht.
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