zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Reality-Capture-Technologie

Max Kandler,

NavVis erreicht 1 Milliarde gescannte Quadratmeter

Der digitale Wandel im Bauwesen wird zunehmend durch präzise Bestandsdaten bestimmt. Während Building Information Modeling, digitale Zwillinge und datenbasierte Projektsteuerung längst in der Praxis angekommen sind, wächst der Bedarf an zuverlässigen Verfahren zur schnellen Erfassung komplexer Gebäude und Infrastrukturprojekte. Genau an diesem Punkt setzt NavVis an: Das Unternehmen hat innerhalb von nur zwölf Monaten mehr als 1 Milliarde gescannte Quadratmeter digital erfasst – ein Meilenstein, der die steigende Bedeutung moderner Reality-Capture-Technologie im Bau- und Infrastruktursektor verdeutlicht.

Seit der Unternehmensgründung im Jahr 2013 hat NavVis bereits mehr als 2 Milliarden Quadratmeter digital erfasst. © NavVis

Seit der Unternehmensgründung im Jahr 2013 wurden damit insgesamt mehr als 2 Milliarden Quadratmeter der gebauten Umwelt digitalisiert. Hinter dieser Entwicklung steht nicht nur technologischer Fortschritt, sondern vor allem ein wachsender Praxisbedarf im Baugewerbe. Denn je komplexer Projekte werden, desto wichtiger sind belastbare Bestandsdaten für Planung, Ausführung und Betrieb.

Reality-Capture-Technologie wird zum Standard auf der Baustelle

Die Digitalisierung von Gebäuden, Industrieanlagen und Infrastrukturprojekten hat sich in den vergangenen Jahren von einer Spezialanwendung zu einem festen Bestandteil moderner Bauprozesse entwickelt. Besonders bei Sanierungen, Umbauten und Großprojekten sind präzise digitale Bestandsaufnahmen heute entscheidend, um Planungsfehler, Nachträge und Terminverschiebungen zu reduzieren.

Anzeige

NavVis kombiniert dafür mobile Mapping-Systeme mit cloudbasierter Datenverarbeitung. Die Scanner der NavVis LX-Serie, darunter NavVis VLX und NavVis MLX, ermöglichen die schnelle und hochpräzise Erfassung komplexer Innen- und Außenbereiche. Ergänzt wird die Hardware durch die Plattform NavVis IVION, auf der die erfassten Daten als digitale Zwillinge bereitgestellt und weiterverarbeitet werden.

Für Bauunternehmen und Projektverantwortliche entsteht daraus ein konkreter Mehrwert: Baustellen, Produktionsanlagen oder Bestandsgebäude lassen sich nahezu in Echtzeit dokumentieren und digital analysieren. Das verbessert nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Planung, Ausführung und Betrieb, sondern schafft zugleich eine belastbare Grundlage für datengetriebene Entscheidungen.

Präzise Bestandsdaten reduzieren Risiken und Kosten

Gerade im Bauwesen entscheidet die Qualität der Bestandsdaten häufig über den Projekterfolg. Fehlerhafte Aufmaße, unvollständige Dokumentationen oder nicht erkannte Kollisionen führen regelmäßig zu Mehrkosten und Verzögerungen. Moderne Reality-Capture-Technologie schafft hier eine deutlich höhere Planungssicherheit.

Praxisprojekte zeigen, wie stark sich digitale Erfassung inzwischen auf reale Bauabläufe auswirkt. Unternehmen wie BMW und STRABAG nutzen Lösungen von NavVis, um Produktions- und Bauprozesse präziser zu dokumentieren und Projektabläufe effizienter zu koordinieren. Besonders bei komplexen Bestandsstrukturen ermöglicht die digitale Erfassung eine deutlich schnellere Datengrundlage als klassische Verfahren.

Auch spezialisierte Ingenieur- und Vermessungsunternehmen treiben diese Entwicklung voran. So setzt das belgische Unternehmen Nevsky die Technologie für digitale Zwillinge, Punktwolken und virtuelle Rundgänge in Industrieanlagen, Krankenhäusern und öffentlichen Einrichtungen ein. Ein weiteres Beispiel liefert die bgis Kreative Ingenieure GmbH mit einem umfangreichen Digitalisierungsprojekt am Flughafen Tempelhof in Berlin. Dort wurde ein komplexes Gebäudebestandssystem mithilfe von NavVis VLX, NavVis MLX, Drohnenbefliegung und Tachymetrie vollständig digital erfasst und modelliert.

Gerade solche Projekte verdeutlichen, wie stark sich Erfassungszeiten reduzieren lassen und wie digitale Prozesse klassische Vermessungsmethoden zunehmend ergänzen.

Digitale Zwillinge verändern Planungs- und Betriebsprozesse

Die zunehmende Verfügbarkeit präziser Gebäudedaten verändert nicht nur die Bauausführung, sondern auch den späteren Gebäudebetrieb. Digitale Zwillinge entwickeln sich immer stärker zu einer zentralen Informationsplattform über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks hinweg.

Für Projektleiter und Entscheider bedeutet das einen grundlegenden Wandel: Statt isolierter Datenstände entsteht ein durchgängiges digitales Abbild der realen Umgebung. Informationen aus Planung, Baufortschritt, Facility Management und Instandhaltung können zentral zusammengeführt werden. Dadurch lassen sich Abstimmungsprozesse beschleunigen, Fehlerquellen minimieren und Investitionsentscheidungen fundierter treffen.

Auch die Anforderungen des Marktes verändern sich spürbar. Während auf Fachmessen wie der INTERGEO oder der Geo Week früher häufig die Technologie selbst im Mittelpunkt stand, rücken heute konkrete Anwendungsfälle und operative Mehrwerte in den Vordergrund. Für das Baugewerbe zeigt sich damit klar: Die Diskussion hat sich von der technischen Machbarkeit hin zur wirtschaftlichen Nutzung verschoben.

1 Milliarde gescannte Quadratmeter als Signal für die Branche

Die Marke von 1 Milliarde gescannte Quadratmeter innerhalb eines Jahres ist mehr als eine technologische Kennzahl. Sie verdeutlicht, wie stark sich Reality-Capture-Technologie inzwischen in der Bau- und Immobilienwirtschaft etabliert hat.

Für Bauunternehmen wird die digitale Erfassung zunehmend zur strategischen Grundlage effizienter Projektsteuerung. Wer Bestandsdaten schneller, präziser und zentral verfügbar machen kann, schafft bessere Voraussetzungen für Termin- und Kostensicherheit. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Datenqualität, Kollaboration und digitale Prozessketten entlang des gesamten Gebäudelebenszyklus.

NavVis positioniert sich damit in einem Markt, der künftig noch stärker von digitalen Workflows, automatisierter Datenerfassung und intelligenten Gebäudemodellen geprägt sein wird. Der aktuelle Meilenstein zeigt vor allem eines: Die Digitalisierung der gebauten Welt befindet sich nicht mehr in der Pilotphase – sie wird zunehmend zum operativen Standard im Bauwesen.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren