Wasserfallboden in Kaprun
Doka realisiert Hochgebirgsschalungen für die Staumauererhöhung
Die Staumauer Wasserfallboden wird erhöht – Doka liefert Gerüste und Schalungen für präzisen Betonbau im Hochgebirge.
Schlüsselprojekt für die alpine Energiezukunft
Die Erhöhung der Staumauer Wasserfallboden in Kaprun zählt zu den anspruchsvollsten Infrastrukturmaßnahmen im österreichischen Energiesektor. Sie schafft die bauliche Grundlage für das Pumpspeicherkraftwerk Limberg III, das ab 2027 zusätzliche 480 MW flexible Leistung bereitstellen soll.
Für die Umsetzung unter extremen Höhen- und Witterungsbedingungen setzt VERBUND auf die Kompetenz von Doka, deren Gerüste und Schalungen den präzisen Betonbau an der Hochgebirgsanlage ermöglichen.
Bauen unter alpinen Extrembedingungen
Die Baustelle liegt auf über 1.700 Metern Seehöhe. Kälteperioden weit unter dem Gefrierpunkt, Windgeschwindigkeiten über 100 km/h und ein komplexer Materialtransport stellen das Projektteam täglich vor neue Herausforderungen.
Um den Bauablauf dennoch stabil zu halten, kombiniert Doka detaillierte 3D-Planungen mit effizienter Vorfertigung und optimierten Logistikketten. Die Folge: deutlich beschleunigte Arbeitszyklen und eine Betonageleistung, die trotz der extremen Bedingungen konstant hoch bleibt.
Zentral für die Formgebung der gekrümmten Staumauerblöcke ist die Trägerschalung Top 50, ergänzt durch die Sperrenschalung D22, die die Lastabtragung sicherstellt. Über die gesamte Bauhöhe hinweg sorgt die Faltbühne K für ergonomische und sichere Arbeitsräume.
Insgesamt rund 22 Tonnen Modulgerüst bilden die Grundlage für Zugänge, Montageflächen und Treppentürme an der Steuerzentrale. Diese Kombination aus präziser Planung und robusten Systemlösungen gewährleistet die nötige Sicherheit und Kontinuität des Baufortschritts.
Technologieeinsatz über und unter Tage
Parallel zur Erhöhung der Staumauer unterstützte Doka auch die Arbeiten im Inneren des künftigen Kraftwerks Limberg III. Die unterirdische Kaverne konnte im September 2025 in Betrieb gehen und erweitert nun die Gesamtleistung der Kapruner Kraftwerksgruppe. Die Erfahrung aus früheren Projekten, darunter Limberg II, floss unmittelbar in die aktuellen Lösungen ein und stärkt die Synergien zwischen Tunnel-, Kaverne- und Hochbau.
Eine Energiespeicheranlage mit Geschichte und Zukunft
Die Kraftwerksgruppe Kaprun prägt seit Jahrzehnten die Energieversorgung Österreichs. Limberg I half in den 1950er-Jahren beim Wiederaufbau, Limberg II markierte 2011 einen Meilenstein in der Weiterentwicklung der Pumpspeichertechnologie. Mit Limberg III und der Erhöhung der Staumauer Wasserfallboden setzt VERBUND erneut ein Zeichen für Versorgungssicherheit und Energieunabhängigkeit.
Durch die Erweiterung steigt das nutzbare Speichervolumen des Wasserfallboden-Stausees bis 2027 um rund 30 GWh – genug, um rechnerisch den Jahresstrombedarf von rund 6.000 Haushalten zu decken. Gemeinsam mit der zusätzlichen Leistung von 480 MW liefert die alpine Anlage künftig die notwendige Flexibilität, um Lastspitzen abzufangen und die Schwankungen erneuerbarer Energiequellen auszugleichen.
Betonbau im Hochgebirge als technisches Gesamtwerk
Die Staumauererhöhung in Kaprun zeigt exemplarisch, welche Bedeutung innovative Doka-Lösungen für Bauprojekte in anspruchsvollster Umgebung haben. Die Kombination aus leistungsfähigen Gerüsten, präzisen Schalungen und durchdachter Logistik schafft die Basis dafür, dass ein Schlüsselprojekt der österreichischen Energiewende pünktlich und sicher realisiert werden kann.
Der Hochgebirgseinsatz demonstriert eindrucksvoll, wie moderner Infrastruktur- und Betonbau selbst unter extremen Bedingungen funktioniert – und welche Rolle spezialisierte Technologien, wie von Doka, für die Energiezukunft spielen.
















