zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Laboruntersuchung

Max Kandler,

Erfolgreiche Langzeitprüfung bestätigt Leistungsfähigkeit von Triflex ProPark

Rissüberbrückende Oberflächenschutzsysteme stehen in Parkhäusern, Tiefgaragen und erdberührten Bauteilen vor besonderen Herausforderungen. Neben mechanischer und chemischer Beanspruchung spielt vor allem rückseitig anstehender Wasserdruck eine entscheidende Rolle. Wird dieser Lastfall in der Planung nicht ausreichend berücksichtigt, drohen Funktionsverlust und kostenintensive Nachbesserungen.

Versuchsstand mit eingebauten Prüfkörpern. Mehr als 210 Tage lang wurde das System unter realistischen Bauteilbedingungen ständig mit negativem Wasserdruck belastet. © Triflex

Vor diesem Hintergrund wurde das rissüberbrückende Oberflächenschutzsystem Triflex ProPark im Rahmen einer unabhängigen Untersuchung auf seine Leistungsfähigkeit geprüft. Die Laboruntersuchung zur Druckwasserbeständigkeit erfolgte durch das Institut für Material- und Bauforschung der Hochschule München. Ziel war es, die Systemperformance unter kombinierter Beanspruchung aus variabler Rissbreite und dauerhaftem negativem Wasserdruck zu bewerten.

Prüfbedingungen nach geltenden Regelwerken

Geprüft wurden die Aufbauvarianten 1 bis 3 von Triflex ProPark entsprechend den Anforderungen der Oberflächenschutzklassen OS 10 gemäß RiLi-SIB sowie OS 11 a/b gemäß TR Instandhaltung von Betonbauwerken.

Anzeige

Als Prüfkörper dienten Stahlbetonelemente mit definierter Bewehrung und Betondeckung. Nach Applikation des mehrschichtigen Systemaufbaus – bestehend aus Sperr- und Haftgrundierung, vliesarmierter Abdichtungsebene sowie den jeweiligen Nutzschichten – wurde ein mittiger Biegeriss erzeugt.

Die Druckwasserbeanspruchung erfolgte gezielt über seitlich eingebrachte Bohrpacker, die den Riss kreuzten. Der Wasserdruck wurde stufenweise von 100 kPa bis auf 200 kPa erhöht, was einer Wassersäule von 20 Metern entspricht. Parallel dazu wurde die Rissbreite kontrolliert von 0,10 mm in 0,05-mm-Schritten bis auf 0,60 mm erweitert. Die Gesamtdauer der Prüfung betrug 210 Tage unter konstanten Laborbedingungen.

Für Bauunternehmer und Projektverantwortliche ist diese Konstellation praxisrelevant: Insbesondere bei hohen Grundwasserständen – etwa in urban verdichteten Räumen – wirken dauerhaft negative Wasserdruckbeanspruchungen auf Bodenplatten, Rampen oder aufgehende Bauteile.

Beständigkeit unter kombinierter Belastung

Über den gesamten Prüfzeitraum zeigte sich kein Wasserdurchtritt – selbst bei maximaler Druckwasserbeanspruchung von 200 kPa und einer Rissbreite von 0,60 mm. Ebenso traten keine systemrelevanten Schäden wie Blasenbildung, Hohllagen oder Ablösungen auf.

Ergänzende Haftzugprüfungen nach Abschluss der Druckwasserphase bestätigten stabile Verbundwerte sowohl im Rissrandbereich als auch in ungestörten Referenzzonen. Das überwiegend adhäsive Versagen an der Grenzfläche zwischen Beton und Grundierung sowie teilweise kohäsives Versagen im Beton belegen einen weiterhin intakten Haftverbund des Oberflächenschutzsystems.

Für Entscheider im Bauwesen bedeutet dies: Das System reagiert auch unter langanhaltender, kombinierter Beanspruchung formstabil und dicht. Damit wird eine zentrale Anforderung an rissüberbrückende Oberflächenschutzsysteme erfüllt, nämlich die dauerhafte Funktionssicherheit unter realitätsnahen Extrembedingungen.

Relevanz für Neubau und Instandsetzung

Die Ergebnisse der unabhängigen Laboruntersuchung zur Druckwasserbeständigkeit liefern eine belastbare Grundlage für Planung und Ausführung. Insbesondere bei Tiefgaragenbodenplatten, erdberührten Rampen oder Bauteilen in grundwasserbelasteten Zonen können Systemeigenschaften gegenüber negativem Wasserdruck entscheidend sein.

Für Bauunternehmen, Geschäftsführer und Projektleiter bedeutet dies mehr Kalkulationssicherheit. Die geprüfte Leistungsfähigkeit ermöglicht eine fundierte Auswahl geeigneter Schutzsysteme sowohl im Neubau als auch in der Betoninstandsetzung.

Damit zeigt sich, dass die systematische Prüfung unter definierten Randbedingungen nicht nur technische Kennwerte liefert, sondern konkrete Auswirkungen auf Ausführungsqualität, Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit von Bauwerken hat.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren