Politik und Industriebau: Kostenfalle Heizkosten
Etapart: Hallensanierung mit Hybridsystem senkt Treibhausgasemission
Mit einem Hybridsystem zur Frischlufterwärmung und Heizungsunterstützung mit breiter Gasnutzung können Unternehmen auch die CO2 Abgabe senken. Bis zu 60 Prozent Kosten-senkung innoviert ein mehrfach prämiertes Heiz- und Belüftungssystem das, Produktionsgebäude der TIG Technik mit einem hybriden Heiz- und Belüftungssystem zur Gesamt- oder Teilbeheizung sowie Belüftung.
Im Wahlkampf der Stadt Rottenburg im Jahr 2021 war der Grünen-Bundestagsabgeordnete Chris Kühn bei einem Besuch der Etapart AG noch zuversichtlich, dass sich der Energieverbrauch von Industriegebäuden durch Effizienzmaßnahmen einer mehrfach prämierten Heizungstechnik kostengünstig senken lässt. Zwei Jahre später kommen die Investitionen zur energetischen Gebäudesanierung durch unzureichende Abstimmungen beim Gebäude- und Energieeffizienzgesetz (GEG, EnEfG) auch im Industriebau fast zum Erliegen.
Der durch Politik-Chaos verursachte Investitionseinbruch bei den Verhandlungen zur Novelle des Gebäudeenergiegesetzes und dem bisher ausschließlichen Fokus der Politik auf den Heizungs-keller und die Energieversorgung sei laut Deutscher Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) für die Verunsicherung am Markt verantwortlich.
Die Verunsicherungen sind riesig, bestätigt auch Etapart AG Vorstand Albrecht Locher. „Mit dem Durcheinander der Regelungen ist es nicht verwunderlich, dass sich Unternehmen zurückhalten. Dennoch, durch unsere erfolgreichen Forschungsarbeiten verzeichnen wir sowohl im Retrofit als auch im Neubau volle Auftragsbücher. Die Brenner sind für eine „breite Gasnutzung“ (Bio-, Flüssig- oder Erdgas) bei einer möglichen Beimischung von bis zu 20% Wasserstoff zertifiziert. "Sollten in absehbarer Zeit größere Mengen Wasserstoff in einzelnen Netzen zur Verfügung stehen, kann Etapart auf diesen Markt reagieren“, beruhigt Locher.
Retrofit der Heiztechnik senkt CO2 Abgabe
Seit 01.01.2023 teilen sich Mieter und Vermieter die CO2 Abgabe für Brennstoffe wie Erd- und Flüssiggas hälftig. Nach einer bis Ende 2024 geplanten Datenerhebung will die Bundesregierung Ende 2025 ein Stufenmodell, ähnlich dem von Wohngebäuden, eingeführt werden. Mit der Novelle des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) wurde im Oktober 2022 die ebenfalls für 2023 geplante CO2-Preiserhöhung für Sprit, Heizöl und Gas vom Bundesrat auf 2024 verschoben. Der anhaltende Energiepreisanstieg und die CO2 Abgabe für Produktions- bzw. Gewerbeimmobilien steigern daher die Motivation, erneuerbare Energien zu nutzen und den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu senken. Für das in Leipzig ansässige bundesweit agierende Unternehmen ist eine nachhaltige Produktion mit einem möglichst geringen ökologischen Fußabdruck in der industriellen Fertigung nicht nur ein Trendthema. Schon lange vor der aktuellen Energiekrise arbeiteten die Leipziger daran, die Produktion energieeffizient zu gestalten, bestätigt TIG Geschäftsführer Andreas Dumke.
Investitionen für den Klimaschutz rechnen sich für jedes Unternehmen, auch ohne Fördermittel.
„Bereits im Oktober 2020 wechselten wir in einer Halle vom Flüssiggas betriebenen wassergeführten Heizsystem auf eine Systemlösung der Etapart AG mit Erdgas. Gleichzeitig bauten wir das System auch in einer bisher unbeheizten Halle ein“, beschreibt TIG Geschäftsführender Gesellschafter Andreas Dumke das Projekt. Die Infrarot Wärmestrahlung als Grundheizung mit ETA Flex Rezirkulationsstrahlern kombiniert mit Wärmerückgewinnung aus Abgasen der Maschinentechnik und mit auf dem Dach und Fassade angebrachten Solar-Luftkollektoren senkt den Gasverbrauch erheblich. Neben dem großen Energieeinsparpotential werten die ETAwall Solar Luftkollektoren auch die Hallenfassade auf. Zusätzlich tragen sie in den Sommermonaten effektiv zur Verschattung und nachts zur Kühlung durch automatische Nachtlüftung bei, bestätigt Dumke. Die Steuerung und das Monitoring des aus ETA Flex und ETAwall bestehenden Systems erfolgt über die digitale ETAmatic NX – Web Hallenheizungs- und Lüftungssteuerung, die im Sommer eine stabile „Sommer-Nachtlüftung“ mit konstanter Luftfeuchte in der Produktionshalle erzeugt.
„Nach zwei Heizperioden und bei Betrachtung der Preissteigerungen bei Brennstoffen haben wir die Entscheidung zur Investition auch ohne Fördermittel gut kompensiert. Trotz der Neuinstallation in der bisher unbeheizten Halle liegen wir bei ca. 60% unter dem bisherigen Verbrauch“, so Dumke.
Systemlösungen für Unternehmens- und Produktionsimmobilien ausgezeichnet
Als bezahlbare und hocheffiziente Systemlösungen haben sich Rezirkulationsstrahler mit Brennwert-Frischlufttechnik und adaptiven Solar-Luftkollektoren (ETAflex – ETAback – ETAwall) mehrfach bewährt. Für die Entwicklung des hybriden Heiz- und Belüftungssystems „ETAhybrid“ wurde die EtapartAG im Rahmen des Innovationstages des BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) im Jahr 2022 mit dem ZIM (Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand) – Handwerksprojekt des Jahres ausgezeichnet. Während der internationalen Handwerksmesse im März 2023 folgte die Ehrung mit dem Bayerischen Staatspreis für besondere gestalterische und technische Leistungen des ETAwall Solar-Luft-Kollektors. "Die Brenner sind für eine „breite Gasnutzung“ (Bio-, Flüssig- oder Erdgas) bei einer möglichen Beimischung von bis zu 20% Wasserstoff zertifiziert. Sollten in absehbarer Zeit größere Mengen Wasserstoff in einzelnen Netzen zur Verfügung stehen, kann ETAPART auf diesen Markt reagieren, so Etapart-Vorstand Albrecht Locher.
Über TIG-Technik
Seit fast 32 Jahren entwickelt, projektiert, fertigt und wartet die TIG-Technik-Instandhaltung GmbH kunden- und anlagenspezifische Sonderlösungen im Maschinen-, sowie Sondermaschinen- bau. Darunter zählen sowohl der Umbau vorhandener Anlagen als auch die Entwicklung, Projektierung und Fertigung neuer Anlagen.












