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Artikel und Hintergründe zum Thema

Sonderthema: Wohnungsbau und Marktstabilisierung

Kai Ingmar Link,

Porr - präzise Vorbereitung für Wohnungsbau

Mit dem Mixed-Use-Quartier Forty4 entsteht in Berlin-Friedrichshain ein anspruchsvolles Bauprojekt an prominenter Lage.

Das Quartier an der Mediaspree interpretiert die klassische Blockrandbebauung neu. © Porr

Beim Projekt Forty4 tritt Porr gleich in zwei zentralen Rollen auf. Während Porr Hochbau als Generalunternehmer verantwortlich zeichnet, übernahm Porr Spezialtiefbau Region Ost in Arbeitsgemeinschaft mit Meyer Erdbau die anspruchsvollen Arbeiten an der Baugrube.

"Die termingerechte Fertigstellung dieser großen und komplexen Baugrube innerhalb eines halben Jahres ist eine starke Leistung des Spezialtiefbau-Teams, die auch von der Bauherrin ausdrücklich gelobt wurde", betont Andreas Kimling, Regionalleiter Hochbau Ost. Noch vor Jahresende sollen die ersten Fundamente und Bodenplatten betoniert werden. Von der Baugrube wird dann im Stadtbild nichts mehr zu sehen sein.

Eine wachsende Stadt

Das Quartier an der Mediaspree interpretiert die klassische Blockrandbebauung neu. Unterschiedlich gestaltete Fassaden verleihen dem Ensemble eine urbane Dynamik. Zwei sechsgeschossige Bürogebäude mit insgesamt 21.300 Quadratmetern flexibel nutzbarer Arbeitsflächen bilden den Kern. Ergänzt wird das Konzept durch ein Design-Hotel sowie ein Apartmentgebäude – eine Nutzungsmischung, die den Standort belebt und dem urbanen Wohnungsbau neue Impulse gibt.

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Nachhaltigkeit ist dabei von Beginn an mitgedacht. Das von L&L Immobilien entwickelte Projekt wurde für seinen ganzheitlichen Ansatz mit dem DGNB-Vorzertifikat in Platin ausgezeichnet.

Die Grundlage für den Hochbau bildet eine hochkomplexe, wasserdichte Baugrube. Der Bautrog besteht aus einer dreiseitigen, 212 Meter langen, rückverankerten Spundwandeinfassung sowie einer rund 1.000 Quadratmeter großen, überschnittenen Bohrpfahlwand. Gegen aufsteigendes Grundwasser wurde eine etwa 3.500 Quadratmeter große Dichtsohle im Düsenstrahlverfahren hergestellt.

Die Aussteifung der Bohrpfahlwand erfolgte über einen Kopfbalken sowie eine Konstruktion aus Totmannsteifen und Reaktionspfählen. Anfallendes Restwasser wurde kontrolliert über eine Wasserhaltung abgeleitet. Präzision, Erfahrung und eine enge Abstimmung aller Beteiligten waren entscheidend für den Erfolg dieser Bauphase.

Mit der Baufeldübergabe durch Porr ist der Weg frei für den Hochbau. Das Projekt Forty4 zeigt exemplarisch, wie technisches Know-how, terminliche Disziplin und integrierte Projektstrukturen im urbanen Wohnungsbau zusammenspielen müssen, um komplexe Stadtquartiere zukunftsfähig zu realisieren.

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