bauma 2025
Weltleitmesse unterstreicht Ausnahmestellung
In einer von wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen geprägten Zeit hat die bauma einmal mehr ihre Ausnahmestellung unter Beweis gestellt.
Mit rund 600.000 Besucher:innen aus mehr als 200 Ländern sowie 3.601 Ausstellern aus 57 Nationen bot die Messe eine einzigartige Plattform für persönlichen Austausch und internationale Geschäftsanbahnung. Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München, fasst zusammen: "Die bauma ist der Herzschlag der Branche und hat erneut gezeigt, wie entscheidend die persönlichen Begegnungen und der Austausch für Fortschritt und den globalen Handel sind."
Auch Alexander Fickers, CEO von Faymonville, unterstreicht den Wert der Messe: "Was für eine unglaubliche Woche auf der bauma in München! Unzählige inspirierende Gespräche mit Kunden und Partnern aus aller Welt haben diese Messe zu einem echten Highlight gemacht. Es ist spannend zu sehen, wie unsere Trailerlösungen die Anforderungen der Branche rund um den Globus erfüllen."
München als Zentrum der Innovation
Die größte Messe der Welt zeigte eindrucksvoll, welche technologischen Entwicklungen die Zukunft der Branche prägen werden. Besonders im Fokus standen Themen wie CO2-eduktion, alternative Antriebe, Digitalisierung und Automatisierung. Erich Sennebogen, Geschäftsinhaber des gleichnamigen Unternehmens, sieht in der Messe eine positive Signalwirkung: "Die bauma 2025 zeigte – mit Sennebogen als grünem Herz – einen starken Herzschlag der Industrie. Wir sind begeistert über die positive Stimmung in den Branchen, was in dieser Form nicht zu erwarten war."
Auch Holger Schulz, Geschäftsführer von Zeppelin (CAT), sieht die Messe als wertvolle Plattform: "Die bauma ist für uns die beste Verkaufsplattform der Welt. Nachhaltigkeit – der nachhaltige Betrieb der Baumaschinen und der Baustellen mit den neuesten Antriebssystemen und Energiespeicherlösungen – bleibt ein ganz großes Thema." "Die bauma ist und bleibt für uns ein Highlight, denn sie zeigt, wie sich die Branche weiterentwickelt – hier sehen und setzen wir Trends!", ergänzt Alexander Greschner, Vertriebsvorstand der Wacker Neuson Group.
Die Messe wurde nicht nur als Ausstellung neuer Maschinen verstanden, sondern als lebendige Bühne für die Vorstellung zukunftsorientierter Lösungen.
Stimmung zwischen Aufbruch und Zurückhaltung
Während die Besucher die Vielfalt der Baumaschinen und die interaktiven Präsentationen begeisterten, blieb bei einigen Unternehmen eine gewisse Vorsicht spürbar. Die anhaltenden Herausforderungen – von Lieferkettenengpässen bis zu Trumps Zöllen – belasten auch die Baubranche. Noch-Bauministerin Klara Geywitz (SPD) betonte während ihres Messebesuchs die Bedeutung einer zielgerichteten Kooperation: Die Branche zeige, dass Erfolg nur in Zusammenarbeit möglich sei. Und das auf nationaler und internationaler Ebene.
Die geschäftsführende Bundesbauministerin bemühte sich um einen positiven Blick in die Zukunft. Große Hoffnungen setzt sie auf das angekündigte Infrastruktur-Sondervermögen der möglichen neuen Bundesregierung: "Mit dem 500-Milliarden-Paket haben wir einen ganz großen Aufschlag, auch wieder in unsere Infrastruktur zu investieren." Und die Messelatte liegt hoch, da sonst der Verfall der momentanen Infrastruktur drohe. "Das heißt, wir müssen die Milliarden ganz schnell auf die Straße bringen."
Neben der wichtigen Unterstützung durch Klara Geywitz fanden andere prominente Politiker nicht den Weg nach München. Ein Auftritt von Olaf Scholz (SPD), der immerhin auf der Hannover Messe gesprochen hatte, oder seines möglichen Nachfolgers Friedrich Merz (CDU) hätte die gesellschaftliche Relevanz der Baubranche unterstreichen können. Insbesondere vor dem Hintergrund der bekannten Dringlichkeit und Donald Trumps gefährlichen unbedachten Spiels mit den Zöllen.
Mit ihrer Abwesenheit haben Scholz und Merz eine Gelegenheit verpasst, mit konkreten Planungen und einem klaren Bekenntnis zum Baugewerbe die Lage weiter zu beruhigen – ein "Doppel-Wumms" täte auch der Baubranche gut.
Globale Reichweite, hohe Qualität
Ein besonderes Augenmerk lag in diesem Jahr auf der Zusammenstellung der Besucher. Unternehmen wie ZF Friedrichshafen, Tadano, Doosan Bobcat und die Schwing/Stetter Gruppe zeigten sich beeindruckt vom Niveau der Fachbesucher und dem globalen Interesse. Toshiaki Ujiie, CEO der Tadano Group, lobt die weltweite Ausstrahlung der Veranstaltung: "Die bauma bietet die perfekte Bühne, um unsere neuesten Technologien und Lösungen einem globalen Publikum zu präsentieren."
Auch Dr.-Ing. Mehmet Varlik von Schwing/Stetter betont: "Die bauma 2025 überrascht uns mit einem außergewöhnlichen, internationalen Publikumsinteresse und das ab dem ersten Messetag."
Neben Innovation und Austausch fungierte die bauma auch 2025 als traditionelle Geschäftsplattform. Unternehmen wie Doka und Palfinger nutzten die Messe zur Intensivierung bestehender Kundenkontakte und zur Erschließung neuer Märkte. Robert Hauser, CEO von Doka, zieht ein positives Fazit:
"Nirgendwo sonst führen wir in so kurzer Zeit so viele hochwertige Gespräche mit den wichtigsten Kunden weltweit – das gibt es nur auf der bauma!" Auch Andreas Klauser, CEO von Palfinger, betont: "Die bauma 2025 ist der perfekte Rahmen, um zu zeigen, was Palfinger heute für seine Kundinnen und Kunden leistet – und woran wir für morgen arbeiten."
Nachhaltigkeit und Digitalisierung als Leitthemen
Die bauma 2025 bewies, dass die Bauindustrie den Wandel aktiv mitgestaltet. Themen wie Klimaneutralität, smarte Steuerungssysteme und digitale Plattformen fanden sich bei zahlreichen Ausstellern. Wolfgang Sochor von Hawe Hydraulik sieht einen klaren Trend bestätigt: "Die bauma 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, dass sich Trends wie CO2-Reduktion und alternative Antriebe in der Branche etabliert haben."
Die Digitalisierung war ebenfalls eines der zentralen Fokusthemen der bauma 2025. So präsentierte Doka mit "Doka 360" eine neuartige Plattform, die auf große Resonanz stieß.
Dieser bauma-Rückblick erschien zuerst in der Mai-Ausgabe des Baugewerbe Magazins.













