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Susanne Frank,

Baustoffproduktion mit leichtem Plus in 2013

Mit vorsichtigem Optimismus bewertet die deutsche Baustoffindustrie die Aussichten im laufenden Jahr. Viel hänge davon, inwieweit die positive Entwicklung bei den Baugenehmigungen und Auftragseingängen tatsächlich eine steigende Nachfrage am Markt bewirkt.

„Die Potenziale, insbesondere für die Bauwirtschaft und Baustoffindustrie, sind vorhanden. Ihre Nutzung kann dazu beitragen, die gesamtwirtschaftlichen Probleme in den Griff zu bekommen“, so Andreas Kern, Präsident des Bundesverbandes Baustoffe – Steine und Erden (BBS).

Sorgen bereiten der Branche die im internationalen Vergleich hohen Energiekosten. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Investitionssicherheit der Unternehmen zu gewährleisten, sei es wichtig, dass sich die Energiewende nicht zu einem unkalkulierbaren Kostenrisiko entwickelt.  Notwendig sei vor allem eine durchgreifende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).

Im Gebäudesektor seien zudem die ambitionierten Sanierungsziele sowie die Schaffung bezahlbaren Wohnraums nur mit höheren Anreizen für die energetische Sanierung und günstigeren Abschreibungssätzen zur Stärkung der Investitionstätigkeit zu realisieren.

Angesichts der eher durchwachsenen Aussichten für die Bautätigkeit in 2013 rechnet der BBS nur mit einem leichten Anstieg der Baustoffproduktion um maximal 1 Prozent, zumal auch die Nachfrage nach Steine-Erden-Gütern durch andere Industriezweige verhalten sei. Voraussetzung sei allerdings, dass die Bautätigkeit nach dem schwachen ersten Quartal nicht erneut, etwa durch einen frühen Wintereinbruch, beeinträchtigt wird.

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Nach den Erwartungen des BBS wird die Entwicklung der einzelnen Baubereiche in 2013 weiterhin recht unterschiedlich verlaufen. Während die Aussichten im Wohnungsbau aufgrund des erheblichen Nachholbedarfs und des niedrigen Zinsniveaus nach wie vor gut sind, sind die Erwartungen im gewerblichen und öffentlichen Bau eher verhalten.

Vor allem beim Mehrfamilienhausbau rechnet die Branche mit einer positiven Marktentwicklung, nachdem die Genehmigungen im ersten Quartal dieses Jahres deutlich zulegten (+25 Prozent; Ein- und Zweifamilienhäuser: +7,6 Prozent).

Auch für das Ausbaugewerbe ist eine positive Entwicklung absehbar. So dürfte sich im Jahresverlauf die verbesserte KfW-Förderung für energetische Sanierungen bemerkbar machen.

Hingegen ist im gewerblichen Bau aufgrund der verhaltenen gesamtwirtschaftlichen Lage ein leichter Rückgang der Investitionstätigkeit zu erwarten. Der öffentliche Bau dürfte sich nach dem in 2012 erfolgten Einbruch um mehr als 10 Prozent auf niedrigem Niveau stabilisieren.

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