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Einführung der Tarifrente Bau
Soka-Bau begrüßte zur 13. Praktiker-Tagung unter dem Titel „Brückenbauer in die Zukunft – die tarifliche Altersversorgung der Bauwirtschaft“ mehr als 100 Gäste aus der Bauwirtschaft, der Tarifvertragsparteien und der Politik.
Gregor Asshoff, Vorstandsmitglied von Soka-Bau, betonte in seiner Eröffnungsrede, dass der neuen, ab Januar 2016 gültigen Tarifrente Bau ein langer Verhandlungsmarathon der Tarifvertragsparteien vorausgegangen war und die Gespräche zur Einführung einer kapitalgedeckten Altersvorsorge bereits vor 10 Jahren gestartet sind. Ein Anliegen der Reform der zusätzlichen Altersversorgung sei dabei die Stabilität gegen demographische Entwicklungen gewesen.
Jürgen Jabben von der Deutschen Rentenversicherung zeichnete ein pessimistisches Bild von den künftigen Ansprüchen an das öffentliche Rentensystem. Die Bundesregierung geht in ihrem aktuellen Rentenversicherungsbericht davon aus, dass das Sicherungsniveau (vor Steuern) weiter sinken wird und nur unter der Annahme steigender Einzahlungen in die Riester-Rente über der Marke von 50 % des Durchschnittsverdienstes gehalten werden kann.
Professor Diether Döring von der Europäischen Akademie der Arbeit stellte in seinem Vortrag zur Diskussion, ob eine freiwillige Form der Altersvorsorge überhaupt einem Pflichtsystem hinzugerechnet werden könne. Darüber hinaus stellte er heraus, dass das deutsche Rentensystem auch im europäischen Vergleich äußerst schlecht abschneide.
In der abschließenden Podiumsdiskussion machte Andreas Schmieg, Vizepräsident des HDB, deutlich, dass es nicht eine einzige Lösung gebe, die alle Rentenprobleme löse und man stattdessen an allen Säulen des Rentensystem arbeiten müsse. Dietmar Schäfers hielt es für zwingend, eine gesetzlich verpflichtende betriebliche Altersvorsorge einzuführen, um die bislang geringe Verbreitung zu korrigieren, damit zu der perspektivisch abgesenkten gesetzlichen Rente den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern am Ende eines Arbeitslebens ein auskömmliches Renteneinkommen gewährleistet ist.








