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Hessen AG: Architekten und Bauunternehmer diskutieren über PPP-Projekte
Für Brigitte Holz, Präsidentin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, sei es nachvollziehbar, dass immer wieder öffentlich-private Partnerschaften als mögliche Beschaffungsvariante in Betracht gezogen werden: „Der Architektenwettbewerb sollte das Regelverfahren sein.“ Dieter Jacob, Professor an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft Freiberg, betonte, dass die Erfahrungswerte der ersten sechs PPP-Projekte in NRW bisher von den Auftraggebern in der Projektabwicklung als positiv beurteilt worden seien. Im Rahmen der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass es auch Negativ-Beispiele wie z. B. im Landkreis Offenbach gibt. Die Kritik richtete sich gegen die Intransparenz bei Verträgen und Folgekosten. Gerade die steigenden Anforderungen an die Gebäudetechnik oder auch innovative Entwicklungen bei der Infrastruktur ließen sich nach Meinung der Teilnehmer nicht zufriedenstellend in Verträge einarbeiten, die 30 Jahre gelten sollen. Im Zweifel zahle der öffentliche Auftraggeber die steigenden Kosten und es finde kein Wettbewerb mehr statt, da ausschließlich der private Partner der Ansprechpartner für die nächsten Jahrzehnte sei. Die langen Vertragsdauern von 25 Jahren und länger wurden von den Teilnehmern mehrheitlich kritisch beurteilt. Diese schließen bei der Vergabe kleine und mittelständische Unternehmen faktisch aus.
