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Martin Schrüfer,

IW Köln: Keine Blase am Wohnungsmarkt in Sicht

Trotz der kräftig gestiegenen Wohnungspreise in den Großstädten, ist der deutsche Wohnungsmarkt noch weit von einer spekulativen Blase entfernt. Dies besagt eine aktuelle Unterschung des IW Köln (Institut der deutschen Wirtschaft Köln).

Hypothekendarlehen sind in Deutschland mit einem Zinssatz von derzeit 2,3 Prozent so günstig wie nie zuvor. Umgekehrt zahlen die Banken aufgrund des historisch niedrigen Leitzinses so gut wie keine Guthabenzinsen. Es ist also kein Wunder, dass die Nachfrage nach Wohneigentum groß ist – und die Preise immer weiter steigen, gerade in den Großstädten (siehe Abbildung): Im Jahr 2014 kostete eine Eigentumswohnung in München im Schnitt 47 Prozent mehr als 2010, in Berlin 41 Prozent, in Hamburg 39 Prozent.

Doch während sich frischgebackene Immobilienbesitzer noch über ihre Vermögensanlage mit vermeintlich eingebauter Wertsteigerungsgarantie freuen, werden Skeptiker eher nervös: Die Situation in Deutschland erinnert sie an die Lage in den USA im Jahr 2007 und später auch in Spanien und Irland, kurz bevor die spekulative Blase auf den Im­mobilienmärkten platzte und in gro­ßem Stil Privatvermögen vernichtete. Noch heute leiden alle drei Länder unter den wirtschaftlichen Folgen.

Um herauszufinden, ob Deutschland etwas Vergleichbares blüht, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) alle Städte und Gemeinden auf ihre Blasengefahr hin untersucht. Ergebnis: Bis jetzt sind Eigentumswohnungen nicht überbewertet, denn ihre jährlichen Nutzungskosten liegen deutlich unter den Mieten – die Investition in eine Immobilie lohnt sich also weiterhin.

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