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Susanne Frank,

Risiken von Expoxidharz ernst nehmen

Die BG Bau rät zum professionellen Umgang mit Epoxidharzprodukten. Bestärkt wird sie durch die Ergebnisse einer Befragung unter Beschäftigten, die die BG Bau gemeinsam mit einem niederländischen Institut für Arbeitsschutz durchführte.

Seit fünfzehn Jahren haben die Erkrankungen durch den Einsatz von Epoxidharzen stark zugenommen. Tausende Menschen sind betroffen und jedes Jahr registrieren die gewerblichen Berufsgenossenschaften knapp 250 neue Fälle.

Deshalb ermittelte die BG Bau gemeinsam mit der niederländischen ARBOUW (Wissens- und Dienstleistungsinstitut für Arbeitsbedingungen im Bauwesen) Ursachen, warum Berufstätige durch ihre Arbeit mit Epoxidharzen erkranken: Zwischen 2011 und 2014 wurde eine Untersuchung mit Beschäftigten durchgeführt, bei der eine Fallgruppe von über 500 Erkrankten sowie eine Kontrollgruppe von über 800 nicht Erkrankten befragt wurden.

Wichtigste Ergebnisse: Bei den Erkrankten fehlten chemikalienbeständige Handschuhe; die Arbeitskleidung war ungeeignet - beispielsweise kurzärmlige Hemden; die Epoxidharze wurden ohne Schutz kniend verarbeitet; Beschäftigte duschten nicht am Arbeitsplatz oder wechselten ihre Arbeitskleidung nach Arbeitsschluss erst am Wohnort. Und eine Einweisung durch den Arbeitgeber hat bei den Erkrankten viel seltener stattgefunden, als bei der Kontrollgruppe.

"Diese Untersuchung macht den hohen Stellenwert eines professionellen Umgangs mit Epoxidharzen deutlich", sagt Hansjörg Schmidt-Kraepelin, Mitglied der Geschäftsführung der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU). Dies, zumal es meist keine Ausweichmöglichkeit auf alternative Baustoffe gibt. So kommen immer mehr Beschäftigte in Kontakt mit Epoxidharz. Doch die Risiken sind vielen Anwendern und Betrieben noch immer zu wenig bekannt.

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"Daher sind die Kenntnis der Gefahren sowie Schutzmaßnahmen im Beruf unerlässlich. Und im privaten Bereich haben Epoxidharze gar nichts zu suchen", betonte Dr. Reinhold Rühl, Leiter des Bereichs Gefahrstoffe der BG BAU. Denn Epoxidharze sind hochreaktive Chemikalien, für deren Umgang Fachkenntnisse notwendig sind.

Unternehmen haben darauf zu achten, dass ihre Mitarbeiter die Vorgaben der Betriebsanweisungen und Sicherheitsdatenblätter beachten. Die Produktinformationen auf den Verpackungen und Gebinden müssen genau berücksichtigt werden .

Selbstverständlich müssen die Beschäftigten geeignete Schutzanzüge, wie Overall, Schutzhose oder eine Schürze, tragen, ebenso wie Schutzbrillen und spezielle Handschuhe. Bei lösemittelhaltigen Epoxidharzen sind oft nur Handschuhe aus Fluorkautschuk geeignet. Für die Arbeit mit lösemittelfreien Epoxidharzen empfiehlt die BG BAU spezielle Chemikalienschutz-Handschuhe, die mehrfach am Tag zu wechseln sind.

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