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Soka-Bau: Auszubildende bleiben ihrem Ausbildungsbetrieb länger treu
Baubetrieben gelingt es, ihre Auszubildenden zunehmend länger an sich zu binden. Dies geht aus einer Soka-Bau-Analyse der Ausbildungsjahrgänge 2000, 2004, 2008 und 2012 hervor. Das ist die gute Nachricht, die schlechte lautet: Schon ein Großteil der Azubis verlässt direkt nach der Ausbildung den Betrieb.
Für den Verbleib eines großen Teils der fertig ausgebildeten Fachkräfte gibt es grundsätzlich drei Erklärungsmöglichkeiten: Den Zugang in die Arbeitslosigkeit, den Wechsel in einen Betrieb außerhalb der Bauwirtschaft (z. B. in einen Betrieb des Ausbaugewerbes) oder aber den Wechsel in die Selbständigkeit.
Für die Bauwirtschaft kann es somit nicht allein darum gehen, Auszubildende für die Branche zu gewinnen. Insbesondere müssen ausgelernte Fachkräfte in der Branche bzw. im Betrieb gehalten werden, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Ansatzpunkte dazu liefert eine von Soka-Bau in Auftrag gegebene Studie zur Attraktivität der Baubranche: Baufachkräfte schätzen insbesondere die abwechslungsreiche Arbeit, die Eigenständigkeit, den Kunden- und Teambezug sowie die Leistungsorientierung der Bauberufe. Die Baubetriebe sollten demnach kritisch hinterfragen, ob sie jungen Fachkräften in diesen Punkten ausreichend entgegenkommen.
