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Susanne Frank,

Tarifrunde 2013: Gewerkschaft fordert 6,6 % mehr Lohn

Der ZDB kritisiert die kürzlich geforderte Lohn-Erhöhung der IG BAU für die rund 750.000 Bauarbeiter, Angestellten und Auszubildenden am Bau.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Lohnforderung der IG BAU zur diesjährigen Tarifrunde im deutschen Baugewerbe erklärte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber und ZDB-Vizepräsident, Frank Dupré: "Die Lohnforderung ist offensichtlich von der baukonjunkturellen Entwicklung in 2011 geprägt. Dabei hat die Gewerkschaft nicht berücksichtigt, dass sich Verteilungsspielräume nicht aus Umsätzen, sondern allein aus den Erträgen der Betriebe ergeben, die unverändert niedrig sind."

Von Arbeitgeberseite sehe man keinen Nachholbedarf. Das tarifliche Jahreseinkommen der Facharbeiter im deutschen Baugewerbe ist in den letzten zehn Jahren um 6.500,00 € (ein Anstieg von über 20 %).

Darüber hinaus konkurrieren tariftreue Betriebe mit ihren hohen Arbeitskosten am Markt mit Wettbewerbern, die die Mindestlöhne nicht einhalten, wie auch mit Wettbewerbern, für die die IG BAU deutlich niedrigere Tariflöhne vereinbart hat und die deshalb erhebliche Kostenvorteile haben.

"Außerdem verstehen wir nicht, warum die IG BAU offensichtlich nach wie vor nur Lohnprozente im Auge hat, von denen für die einzelnen Arbeitnehmer netto wenig übrigbleibt, und nicht an einem Ausbau steuer- und sozialversicherungsfreier Arbeitgeberleistungen interessiert ist", erklärte Frank Dupré abschließend.

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Verhandlungsauftakt ist am 20. Februar 2013 in Wiesbaden.

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