Verkehrssicherheit
Tag der Verkehrssicherheit 2026: Warum die BG Bau auf Fahrsicherheitstrainings setzt
Der Arbeitsalltag im Baugewerbe endet nicht am Werkstor oder auf der Baustelle. Täglich legen Beschäftigte, Bauleiter, Projektverantwortliche und Unternehmer zahlreiche Kilometer zwischen Baustellen, Kunden und Betriebsstandorten zurück. Gerade Fahrten mit Motorrad, Fahrrad oder Pedelec gehören dabei für viele zum Berufsalltag. Zum Tag der Verkehrssicherheit am 20. Juni rückt die BG BAU deshalb die besonderen Risiken für Zweiradfahrende in den Fokus und setzt gezielt auf Fahrsicherheitstrainings als wirksamen Baustein der betrieblichen Prävention.
Verkehrssicherheit bleibt eine zentrale Herausforderung im Bauwesen
Mobilität ist ein wesentlicher Bestandteil moderner Bauprozesse. Ob Baustellenkoordination, Kundentermine oder Serviceeinsätze – Beschäftigte im Bau- und Ausbaugewerbe sind häufig unterwegs. Gleichzeitig zählen Verkehrsunfälle weiterhin zu den bedeutenden Unfallrisiken im beruflichen Umfeld.
Der vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) initiierte Tag der Verkehrssicherheit steht 2026 unter dem Motto „Zwei Räder, ein Ziel: Null Unfälle“. Damit richtet sich die Aufmerksamkeit insbesondere auf Verkehrsteilnehmende, die im Falle eines Unfalls kaum durch eine schützende Fahrzeugstruktur abgesichert sind. Für Unternehmen der Bauwirtschaft gewinnt die Frage, wie sich Unfallrisiken auf dem Arbeitsweg und bei dienstlichen Fahrten reduzieren lassen, daher zunehmend an Bedeutung.
Die BG BAU verfolgt dabei einen ganzheitlichen Präventionsansatz. Sicherheit endet nicht auf der Baustelle, sondern umfasst sämtliche beruflich veranlassten Wege. Gerade bei Zweiradfahrenden können Aufmerksamkeit, Fahrtechnik und richtiges Verhalten in Gefahrensituationen entscheidend dazu beitragen, schwere Unfallfolgen zu vermeiden.
Fahrsicherheitstraining für Motorradfahrende: Risiken frühzeitig erkennen
Ein professionelles Fahrsicherheitstraining vermittelt weit mehr als grundlegende Fahrtechniken. Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, kritische Verkehrssituationen frühzeitig wahrzunehmen und angemessen darauf zu reagieren.
Teilnehmende trainieren unter anderem sicheres Bremsen, kontrollierte Ausweichmanöver sowie den sicheren Umgang mit dem Fahrzeug in anspruchsvollen Fahrsituationen. Die Trainings orientieren sich an den Richtlinien des Deutschen Verkehrssicherheitsrates und verbinden theoretische Grundlagen mit praxisnahen Übungen auf speziell vorbereiteten Trainingsflächen.
Für Unternehmen und Beschäftigte entsteht dadurch ein unmittelbarer Nutzen: Wer Gefahrensituationen schneller erkennt und das eigene Fahrzeug souverän beherrscht, kann das Unfallrisiko im Berufsalltag deutlich reduzieren. Die BG BAU unterstützt entsprechende Motorrad-Fahrsicherheitstrainings finanziell und bezuschusst die Teilnahme mit bis zu 60 Euro.
Fahrrad und Pedelec gewinnen im Arbeitsalltag an Bedeutung
Neben Motorrädern spielen auch Fahrräder und insbesondere Pedelecs eine immer größere Rolle im beruflichen Mobilitätsmix. Viele Beschäftigte nutzen sie für den Weg zur Arbeit, für kurze Dienstfahrten oder innerstädtische Termine.
Mit der steigenden Nutzung wachsen jedoch auch die Anforderungen an sicheres Fahrverhalten. Aus diesem Grund unterstützt die BG BAU zusätzlich das DVR-Programm „Sicherheit für den Radverkehr“. Das Besondere dabei: Die Schulungen werden direkt im Unternehmen durchgeführt und lassen sich dadurch unkompliziert in den Arbeitsalltag integrieren.
In den Trainings werden typische Unfallursachen und Gefahrenstellen analysiert. Darüber hinaus lernen die Teilnehmenden, wie Fahrrad oder Pedelec korrekt eingestellt und sicher ausgestattet werden. Praktische Übungen auf einem Parcours ermöglichen es, das Erlernte unmittelbar anzuwenden und die eigene Fahrkompetenz gezielt zu verbessern.
Für Unternehmen bietet dieses Konzept einen zusätzlichen Vorteil. Die BG BAU übernimmt grundsätzlich die vollständigen Trainingskosten. Voraussetzung sind ein geeigneter Schulungsraum, eine ausreichend große Übungsfläche sowie eine Teilnehmergruppe von zehn bis vierzehn Personen.
Prävention als wirtschaftlicher Erfolgsfaktor
Für Bauunternehmen ist Verkehrssicherheit längst nicht nur eine Frage des Arbeitsschutzes. Jeder vermiedene Unfall trägt dazu bei, Ausfallzeiten zu reduzieren, Fachkräfte zu schützen und betriebliche Abläufe stabil zu halten.
Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gewinnt die Gesundheits- und Sicherheitsvorsorge zunehmend an strategischer Bedeutung. Investitionen in Präventionsmaßnahmen wie ein Fahrsicherheitstraining stärken nicht nur die persönliche Sicherheit der Beschäftigten, sondern unterstützen Unternehmen auch dabei, ihrer Verantwortung im Arbeitsschutz gerecht zu werden.
Die Maßnahmen der BG BAU orientieren sich dabei an der international anerkannten Vision Zero. Das Ziel ist klar definiert: schwere und tödliche Unfälle konsequent zu vermeiden und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden nachhaltig zu verbessern.
Tag der Verkehrssicherheit: Sensibilisierung für mehr Sicherheit im Berufsverkehr
Der Tag der Verkehrssicherheit wurde 2005 vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat ins Leben gerufen und findet jährlich am dritten Samstag im Juni statt. Der Aktionstag soll Unternehmen, Institutionen und Organisationen dazu motivieren, sich aktiv mit Unfallprävention und sicherem Verhalten im Straßenverkehr auseinanderzusetzen.
Für das Baugewerbe bietet der Aktionstag einen wichtigen Anlass, bestehende Sicherheitskonzepte zu überprüfen und die Verkehrssicherheit stärker in die betriebliche Präventionsstrategie einzubinden. Die von der BG BAU geförderten Fahrsicherheitstrainings zeigen dabei, wie praxisnahe Maßnahmen einen direkten Beitrag zur Sicherheit von Beschäftigten leisten können – auf der Baustelle ebenso wie auf allen Wegen dorthin.












