Aktion BauZukunft:
Klimabeirat der Bauwirtschaft entwickelt Handlungsempfehlung für mehr Klimaresilienz
Im Juli 2024 ist das bundesweite Klimaanpassungsgesetz in Kraft getreten, eine entsprechende Deutsche Anpassungsstrategie ist in Vorbereitung, wird sich nun aber vermutlich verzögern.
Doch der Klimawandel nimmt keine Rücksicht auf politische Entscheidungsfindungen.
„Heute soll es darum gehen, gemeinsam konkrete Handlungsempfehlungen zu entwickeln“, betonte solid UNIT Vorstandsvorsitzender Tobias Riffel bei seiner Eröffnung der solid UNIT Klimabeiratssitzung am 28. November mit Fokus Klimaanpassung und Klimaresilienz im Paul-Löbe-Haus im Bundestag.
Über 40 Akteure der Bauwirtschaft und Politik sind dafür bei der Sitzung des bisher einzigen Klimabeirats der Baubranche zusammengekommen.
Dr. med. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, eröffnete die Sitzung mit einer Keynote zum Thema „Menschenschutz bei zukünftigen Hitzeperioden aus medizinischer Perspektive“ und schlug damit eine Brücke zur Materialitätsebene im Massivbau.
In Impulsvorträgen diskutierten die Mitglieder des Klimabeirats anschließend zu den verschiedenen Aspekten der Klimaresilienz.
Unter dem Titel „Klimaresilienz sichern – Schutz gewährleisten“ hat solid UNIT bereits ein Positionspapier veröffentlicht und dem Bundesumweltministerium zur Verfügung gestellt, das die Relevanz des Themas Klimaresilienz verdeutlicht und die Bedeutung der Massivbauweise für die Klimaanpassung von Lebensräumen hervorhebt.
Basierend auf dem Ergebnis der Klimabeiratssitzung wird solid UNIT konkrete Handlungsempfehlungen erarbeiten und veröffentlichen.
„Die zunehmenden Extremwetterereignisse zeigen deutlich, wie dringlich das Thema Klimaresilienz ist. Mineralische Baustoffe spielen eine entscheidende Rolle bei der Anpassung unserer Lebensräume an diese neuen Herausforderungen. Unser Klimabeirat bietet hierfür eine einzigartige Plattform, um gemeinsam mit der Politik und Bauwirtschaft wichtige Impulse für die Bewältigung dieser gesellschaftlichen Aufgabe zu erarbeiten“, sagte Tobias Riffel, Vorstandsvorsitzender von solid UNIT, anlässlich der Klimabeiratssitzung.
„Die Ärzteschaft sieht sich mit in der Verantwortung, die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels darzulegen und Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit nicht nur zu fordern, sondern aktiv zu unterstützen. Effektiver Hitzeschutz gelingt aber nur gemeinsam. Oberstes Ziel muss es sein, klimabedingte Erkrankungen und Todesfälle zu vermeiden und das Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu bewahren“, erklärte Dr. med. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer.
„Nachhaltiges Bauen verlangt einen intelligenten Materialmix. Mit Technologieoffenheit und der konsequenten Unterstützung zirkulärer Baustoffe schaffen wir resiliente Städte, die sowohl Umwelt als auch die Gesundheit von Menschen schützen. Gerade in Zeiten des Klimawandels können wir uns keine Ressourceneinseitigkeit leisten – Vielfalt in den Materialien bedeutet auch mehr Widerstandskraft unserer Lebensräume“, betonte Sandra Weeser MdB, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen.
„Eine der großen Zukunftsaufgaben der Bau- und Immobilienbranche liegt darin, Gebäude und Außenräume wieder konsequent für den Menschen zu planen, bauen und betreiben. Neben dem Schutz von Klima, Ressourcen und Biodiversität spielt die Klimaanpassung dabei eine ausschlaggebende Rolle“, so Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V.
Der Klimabeirat von solid UNIT setzt sich aus den baupolitischen Sprecherinnen und Sprechern von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und CDU/CSU sowie renommierten Fachexpertinnen und -experten aus Forschung und Lehre zusammen und umfasst aktuell acht Mitglieder:
- Prof. Lucio Blandini (Vorstand Werner Sobek / Leiter ILEK)
- Bernhard Daldrup MdB (SPD)
- Michael Kießling MdB (CDU/CSU)
- Dr. Christine Lemaitre (Vorstand DGNB)
- Dr. Tillman Prinz (Geschäftsführer Bundesarchitektenkammer)
- Kassem Taher Saleh MdB (Bündnis 90/Die Grünen)
- Prof. Dietmar Walberg (Geschäftsführer ARGE)
- Sandra Weeser MdB (FDP)
Die aktuelle Baukrise in Deutschland: Ursachen, Auswirkungen und mögliche Lösungen
Das Baugewerbe sieht sich gegenwärtig mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die als "Baukrise" bezeichnet werden müssen. Diese Krise hat weitreichende Auswirkungen auf verschiedene Aspekte der Baubranche, angefangen bei der Materialbeschaffung bis hin zur Fertigstellung von Bauprojekten. In diesem Artikel werfen wir einen genauen Blick auf die Ursachen, Auswirkungen und potenziellen Lösungsansätze für die aktuelle Baukrise.
Alternative Antriebe für Baumaschinen: Ein Weg in die Zukunft
Alternative Antriebe sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.
Baugewerbe vs. Krise
Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnlich Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.
Hinweis der Redaktion:
Wir möchten darauf hinweisen, dass die in Meinungsbeiträgen, Analysen und Kommentaren geäußerten Ansichten und Meinungen die individuellen Standpunkte der Autoren widerspiegeln. Diese spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion oder des Verlages wider. Wir fördern eine offene und vielfältige Diskussion und respektieren die Meinungsvielfalt unserer Leserinnen und Leser. Die Verantwortung für die Inhalte von Meinungsbeiträgen liegt bei den jeweiligen Autoren, und sie repräsentieren nicht zwangsläufig die offizielle Position des Magazins oder seines Herausgebers. Wir schätzen die Meinungsfreiheit und ermutigen zu einem respektvollen Austausch unterschiedlicher Standpunkte.












