Finanzierungslösungen für Kleinunternehmen
Wann eignet sich Kredit, wann Leasing oder Mietkauf?
Vom Baugewerbe über den Einzelhandel bis hin zum Handwerk: Mit einem Anteil von über 90 Prozent an den Unternehmen sind Kleinst- und Kleinunternehmen der Motor der deutschen Wirtschaft und prägen hierzulande die Unternehmerlandschaft. Seit über drei Jahren müssen Kleinunternehmen allerdings eine Krise nach der anderen bewältigen. Ob Coronapandemie oder Ukraine-Krieg: Die Folgen aus hohen Energiekosten, steigender InflaKon oder gestörten Lieferketten waren und sind noch immer eine Herausforderung. In diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld kommt es zu einem erhöhten Finanzierungsbedarf bei Kleinunternehmen. Das zeigt das aktuelle Stimmungsbarometer von VR Smart Finanz und CFin – Research Center For Financial Services der Steinbeis-Hochschule.
Investitionen in Nachhaltigkeit immer wichtiger
So berichtete knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent), in den letzten zwölf Monaten unter Liquiditätsengpässen gelitten zu haben. Gleichzeitig besteht eine hohe Bereitschaft zu investieren: Mehr als die Hälfte der befragten Betriebe hat in den kommenden Monaten Investitionen geplant. Dabei spielen immer noch Nachholeffekte aus der Pandemiezeit eine Rolle, aber auch Zukuninvestitionen, wie etwa in Nachhaltigkeit, werden wichtiger. Knapp die Hälfte der Betriebe (47 Prozent) gab an, in die nachhaltige Optimierung von Geschäftsausstattung und/oder Gebäude investieren zu wollen.
Eigenkapital oder Fremdfinanzierung?
Ganz gleich, welche Investition auch geplant ist, gilt es, die passende Finanzierung zu finden. Kleinunternehmen haben dabei eine klare Präferenz, wie das Stimmungsbarometer zeigt. Mehr als zwei Drittel (76 Prozent) der befragten Unternehmen würden Investitionen bevorzugt aus Eigenmitteln finanzieren. Allerdings wäre ein Großteil auch zu einer Fremdfinanzierung bereit, wenn die eigene Liquidität nicht ausreicht. Fast ein Drittel der Befragten würde dabei auf Fremdkapital in Form eines Bankkredits (28 Prozent) oder Leasing/Mietkauf (acht Prozent) zurückgreifen. Da eine Finanzierung aus Eigenmitteln gerade in der aktuell angespannten wirtschaftlichen Situation für Kleinunternehmen oft nicht möglich ist, wird es für diese umso wichtiger, einschätzen zu können, welche Form der Fremdfinanzierung – Kredit, Mietkauf oder doch Leasing – für welche Investition die richtige
ist.
Leasing und Mietkauf: Baumaschinen und Co liquiditätsschonend finanzieren
Ob Bagger, Photovoltaik-Anlage oder Arbeitsbühne: Bei der Finanzierung mobiler Objekte sind Leasing und Mietkauf oft die erste Wahl. Aus gutem Grund, denn diese Finanzierungslösungen ermöglichen es, größere Investitionsvorhaben flexibel und liquiditätsschonend umzusetzen. Feste Raten und Laufzeiten machen die Anschaffung betriebswirtschaElich gut planbar und die Kreditlinien werden geschont. Doch was sind die Unterschiede zwischen Leasing und Mietkauf und welche Vorteile haben sie jeweils?
Leasing: Nutzung auf Zeit
Leasing ist dann sinnvoll, wenn das Objekt nur für eine bestimmte Zeit genutzt werden soll oder wenn der Steuerberater Leasing aus bilanziellen Gründen explizit empfiehlt. Denn beim Leasing bleibt das Eigentum beim Leasinggeber und wird auch dort bilanziert, nicht beim Unternehmen als Leasingnehmer. Das Unternehmen zahlt lediglich eine Art Nutzungsentgelt über einen bestimmten Zeitraum. Steuerlich können Leasingraten als Betriebsausgaben geltend gemacht werden.
Mietkauf: Objekfinanzierung mit Mietkauf
Mietkauf gleicht einem Kauf auf Raten und ist daher die bessere Option, wenn das Objekt erworben werden soll. Bei Mietkaufverträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum von Beginn an beim Unternehmen. Entsprechende Abschreibungsmöglichkeiten können daher bereits während der Vertragslaufzeit genutzt werden. Abschreibung und Finanzierungszinsen sind als
Betriebsausgaben absetzbar. Je nach Anbieter kommen noch weitere Leistungsmerkmale in Betracht, wie etwa extra lange Laufzeiten, eine erhöhte Schlussrate oder auch die Möglichkeit, gebrauchte oder bereits angeschafte Objekte zu finanzieren.
Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten und staatlicher Fördermaßnahmen werden Mietkauflösungen speziell für nachhaltige Objekte – zum Beispiel Photovoltaikanlagen, Stromspeicher oder Elektrobagger – immer relevanter. Das bieten etwa Volksbanken Raiffeisenbanken mit der Mietkauflösung VR Smart express Eco an, die der Verbundpartner VR Smart Finanz bereitstellt. Damit können Investitionen in nachhaltige Objekte im Bereich E-Mobilität, regenerativer Energiegewinnung und CO2-RedukKon bis 250.000 Euro realisiert
werden.
Unternehmerkredit für hohe Flexibilität
Ein Unternehmerkredit ist nicht an ein bestimmtes Investitionsobjekt gebunden und bietet Kleinunternehmen daher viel Flexibilität. Selbstständige oder Gewerbetreibende können damit Aufträge vorfinanzieren, saisonale Schwankungen ausgleichen, Warenlager ausbauen oder in neue Technologien und Digitalisierungsprojekte investieren. Um eine Ausrüstungsinvestition zu finanzieren, kann allerdings eine Objektfinanzierung über Leasing oder Mietkauf sinnvoller sein. Da ein Objekt als Sicherheit zugrundeliegt, wirkt sich das in der
Regel positiv auf die Raten aus.
Fazit
Wichtiger als die jeweilige Finanzierungsvariante ist letztlich, dass die Finanzierung optimal zu den jeweiligen unternehmerischen Bedürfnissen passt. Dabei können noch weitere Faktoren ausschlaggebend sein, etwa wie viel Flexibilität der Finanzierungsvertrag bietet oder wie schnell und über welche Kanäle die Finanzierung verfügbar ist. Hier kann eine gute Beratung, zum Beispiel durch die Hausbank, weiterhelfen. Einige Banken bieten diese inzwischen auch online an und Finanzierungslösungen können bequem digital abgeschlossen werden. Das geht beispielsweise bei den Volksbanken Raiffeisenbanken, die über ihren Verbundpartner VR Smart Finanz die Möglichkeit bieten, Finanzierungen nicht nur persönlich
in nur wenigen Minuten, sondern sogar komplett online abzuschließen. Die Auszahlung erfolgt in der Regel innerhalb von 24 Stunden.
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