Tor zum Schwarzwald:
Heidelberg Materials - Schrägseilbrücke mit hohen bautechnischen Herausforderungen
Die neue Schrägseilbrücke über das Neckartal bei Horb ist ein ambitioniertes Bauprojekt, das den Verkehr in und um Horb entlasten und die Regionen Freudenstadt und Oberer Neckar stärker verbinden soll. Das Projekt ist durch seine komplexen bautechnischen und logistischen Anforderungen, ein schlankes Brückendesign und den Einsatz innovativer Materialien gekennzeichnet.
Heidelberg Materials - Baubeginn und Herausforderungen
Im April 2023 wurde der Grundstein für die 667 Meter lange Brücke gelegt, die scherzhaft als "Black-Forest-Gate-Bridge" bezeichnet wird. Die Realisierung dieses Projekts ist jedoch alles andere als trivial. "Das fängt beim Einrichten der Baustelle an. Da sich die Hauptflächen in den Neckarauen und damit in einem hochwassergefährdeten Bereich befinden, müssen wir besondere Schutzvorkehrungen treffen.
Zudem sind im Süd- und Nordbereich Arbeitsplattformen und Zuwege in den Hang zu bauen, damit Kräne aufgestellt sowie Betonmisch- und andere Fahrzeuge die Baustelle mit Material versorgen können," erklärt Markus Jahn, Bauleiter der PORR GmbH & Co. KGaA.
Heidelberg Materials - Betonage und Logistik
Bei der Betonage der Überbaubalken kommen mehrere Betonpumpen gleichzeitig zum Einsatz, um die tägliche Einbaumenge des Betons von 800 m³ zu sichern. Diese logistische Herausforderung ist nur durch eine sorgfältige Planung und Koordination zu meistern.
Heidelberg Materials - Festbetonuntersuchungen durch Heidelberg Materials
Für die stabile Statik der Brücke sind besondere Betoneigenschaften erforderlich, die den strengen Vorgaben der ZTV-ING entsprechen. "Für eine stabile Statik des Bauwerks sind besondere Betoneigenschaften erforderlich. Beim Bau von Brücken müssen diese Eigenschaften den strengen Vorgaben der ZTV-ING entsprechen, die über die Anforderungen herkömmlicher Bauprojekte hinausgehen.
Im Auftrag unseres langjährigen leistungsstarken Partners, der BNS Betonverbund Nordschwarzwald GmbH & Co. KG, haben wir Festbetonuntersuchungen erfolgreich durchgeführt," erklärt Dr. Egor Secrieru, stellvertretender Abteilungsleiter Engineering & Innovation bei Heidelberg Materials.
Heidelberg Materials - Zementsorte und Betonqualität
Die Druckfestigkeit des Betons wird durch die eingesetzte Zementsorte sichergestellt. "Für die Fertigung der Pfeiler haben wir den Zement CEM III/B 42,5 N LH/SR (na) aus dem Werk Lengfurt eingesetzt, für die Oberdecke die Sorte CEM II/A-LL 42,5 N aus dem Werk Schelklingen," erläutert Markus Siemund, Beratung & Vertrieb der Verkaufsregion Süd-West bei Heidelberg Materials.
Während der Baustellenbesichtigung konnten alle Beteiligten die Qualität der eingesetzten Materialien überprüfen. "Man hat gesehen, dass der verarbeitete Beton von der Optik einwandfrei ist und weder Poren noch Lunker aufweist," bestätigt Siemund.
Heidelberg Materials - Bautechnische Umsetzung
Die bautechnische Umsetzung der Brücke ist komplex und anspruchsvoll. Nach Fertigstellung wird die sechsfeldrige Schrägseilbrücke das Neckartal überspannen. Um eine harmonische Einpassung in das Landschaftsbild zu gewährleisten, sind Überbau, Pfeiler und die V-förmig nach oben gespreizten bis zu 90 Meter hohen Pylonen schlank gestaltet.
Dies erfordert besondere Baumaßnahmen und stellte hohe Ansprüche an die Baustoffe von Heidelberg Materials, wie eine Pfahlgründung, die bis zu 70 Meter tief in den kalkhaltigen, karstigen Untergrund reicht, und eine zusätzliche Stabilisierung des Überbaus.
Objektsteckbrief
- Projekt: Bau der Neckartalbrücke B 32 bei Horb am Neckar
- Bauherr: Regierungspräsidium Karlsruhe
- Bauunternehmen: ARGE PORR (bestehend aus der PORR GmbH & Co. KGaA, PORR Spezialtiefbau GmbH)
- Beton: 35.000 m³ gemäß ZTV-ING, BNS Betonverbund Nordschwarzwald GmbH & Co. KG
- Zement: CEM III/B 42,5 N LH/SR (na) für Pfeiler, Werk Lengfurt; CEM II/A-LL 42,5 N für die Oberdecke, Werk Schelklingen, Heidelberg Materials
- Fertigstellung: 2028 - 2030















