Nachhaltigkeit
Katec setzt auf grabenlose Technologie mit geringem ökologischem Fußabdruck
Das Thema Nachhaltigkeit hat in der Kanalsanierung in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Die Katec Kanaltechnik Müller & Wahl GmbH setzt hierzu bereits seit 2010 auf UV-gehärtete GFK-Schlauch-Liner der RelineEurope GmbH und verfolgt damit eine Methode, die sowohl technisch etabliert als auch ökologisch vorteilhaft ist. Eine aktuelle Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik bestätigt nun die gute CO₂-Bilanz dieser Technologie und verdeutlicht ihren Beitrag für Kommunen, Umwelt und Betreiber.
Die Auswirkungen des Klimawandels stellen Städte und Netzbetreiber weltweit vor große Herausforderungen. Seit dem Pariser Klimaabkommen von 2015 arbeiten 195 Staaten an national festgelegten Klimazielen, um Netto-Null-Emissionen zu erreichen und den globalen Temperaturanstieg möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Ein Bericht des United Nation Environmental Programme und der Universität Oxford mit dem Titel „Infrastructure for climate action“ zeigt, dass Infrastruktur nahezu 80 Prozent der globalen CO₂-Emissionen verursacht. Auch die Wasserinfrastruktur spielt dabei eine entscheidende Rolle: Ihre Sanierung kann Energie- und Materialverbrauch reduzieren, Folgeschäden und Leckagen vermeiden, Bauemissionen senken und so erheblich zur Einsparung von Treibhausgasen beitragen.
Gleichzeitig ist der Modernisierungsbedarf immens. Weltweit beträgt die Länge des Kanalnetzes etwa 11,4 Millionen Kilometer, das europäische Trinkwassernetz umfasst weitere 4,2 Millionen Kilometer. Nach der 100-Jahre-Regel müssten jährlich mehr als 114.000 Kilometer Kanäle sowie rund 42.000 Kilometer Trinkwasserleitungen erneuert werden. In Europa stellt Deutschland mit rund 619.000 Kilometern das größte Kanalnetz, gefolgt von Großbritannien mit 610.000 Kilometern, Frankreich mit 390.000 Kilometern und Spanien mit rund 190.000 Kilometern. Dieser Umfang macht deutlich, wie notwendig nachhaltige Verfahren in der Kanalsanierung sind.
Die grabenlose Kanalsanierung mit GFK-Linern, wie sie Katec einsetzt, leistet hierbei einen nachweislich wirksamen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in der Infrastruktur. Bereits 33 Prozent aller in Deutschland eingesetzten grabenlosen Kanalsanierungsverfahren basieren auf der UV-Technologie. Das Verfahren eignet sich zur Behebung von Streckenschäden und wiederholt auftretenden Einzelschäden im Durchmesserbereich von DN 150 bis DN 2000. Es ist kompatibel mit allen gängigen Rohrmaterialien und Profilarten und wird darüber hinaus zur vollständigen Abdichtung von Kanalhaltungen eingesetzt. Nach der Aushärtung ist der Liner resistent gegenüber einwachsenden Wurzeln. Auch in Druckrohrleitungen findet die Methode zunehmend Anwendung.
Eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts UMSICHT, durchgeführt im Auftrag der RelineEurope GmbH, liefert konkrete Daten zur CO₂-Bilanz dieser grabenlosen Sanierungsvariante. Die Untersuchung vergleicht die offene Bauweise mit dem Schlauch-Lining und zeigt deutliche Unterschiede: GFK-Liner mit UV-Aushärtung weisen die geringsten CO₂-Emissionen im Vergleich der betrachteten Verfahren auf. So verursacht die offene Bauweise für 50 Meter DN 400 Rohr bis zu 9.561 Kilogramm CO₂, während das Schlauch-Lining lediglich 3.194 Kilogramm CO₂ erzeugt. Im Durchmesserbereich DN 1200 sind es 16.772 Kilogramm CO₂ bei offener Bauweise gegenüber 7.230 Kilogramm beim Liner-Verfahren. Betrachtet man den Product Carbon Footprint, entfallen bei der grabenlosen Methode 87 Prozent der Emissionen auf das Material, während Transport und Einbau zusammen nur 13 Prozent ausmachen. Bei der offenen Bauweise hingegen beträgt der Anteil des Transports 48 Prozent, das Material 35 Prozent und der Einbau 17 Prozent.
Nachhaltigkeit gewinnt nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich weiter an Bedeutung. Für Kommunen und Netzbetreiber bietet die reduzierte CO₂-Bilanz einen Vorteil, da sie zur Erreichung eigener Klimaziele beiträgt. Zudem entfallen Erdarbeiten und aufwendige Oberflächenwiederherstellungen. Ein weiterer Pluspunkt ist die lange Lebensdauer der UV-Liner, die eine Nutzungsdauer von 50 Jahren und mehr erreichen. „Die lange Nutzungsdauer – bei fachgerechter Ausführung – ist ein wichtiger Punkt. Denn betrachten wir die heutige Fachkräftesituation und den Sanierungsstau in vielen Bereichen, ist zu erwarten, dass sich der Zustand unserer unterirdischen Infrastruktur nicht verbessert. Heute durchgeführte Maßnahmen sollten somit im Idealfall deutlich länger wirksam sein, als in der Planung vorgesehen,“ erklärt Armin Heydt, Geschäftsführer von Katec.
Auch technologisch bietet die UV-Methode relevante Vorteile. „Das Schlauch-Lining ermöglicht uns eine effiziente Sanierung von Kanälen und Schächten mit minimalen Auswirkungen auf Umwelt und Umfeld“, so Heydt. Die schnelle Aushärtung des Materials reduziert die Dauer der Baustellen erheblich. Da das Verfahren ohne Erdaushub auskommt, werden Verkehrsbehinderungen sowie Belastungen für Anwohner reduziert. Der Materialeinsatz ist geringer, der Energieaufwand niedrig und gleichzeitig wird mit der hochwertigen Materialstruktur eine dauerhafte Dichtheit erzielt. Dies unterstützt den ressourcenschonenden Einsatz bei Sanierungsmaßnahmen.
Die Zusammenarbeit von Katec und der RelineEurope GmbH verbindet technische Expertise, zertifizierte Produkte und umfangreiche praktische Erfahrung. Kommunen erhalten dadurch ein abgestimmtes Gesamtsystem aus Material und Ausführung, das einen nachweislichen Beitrag zur Erreichung kommunaler Klimaziele leistet. Die Kombination aus Nachhaltigkeit, technischer Qualität und Effizienz macht die grabenlose Kanalsanierung zu einer zukunftsorientierten Lösung für die unterirdische Infrastruktur.













