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Schutz on the road

Kai Ingmar Link,

Ladungssicherung leicht gemacht mit SpanSet

Die Zurr-App von SpanSet ermittelt, wie viele oder welche Zurrgurte für die konkrete Anforderung erforderlich sind.

Die App berücksichtigt die Vorgaben der DIN EN 12195-1: 2004 und 2011 und die Richtlinien der VDI 2700 Bl. 2 © SpanSet

Die meisten Berufskraftfahrer besitzen ein feines Gespür dafür, wie sie die Ladung eines Lkw zu sichern haben. So über den dicken Daumen gerechnet, kann jeder erfahrene Berufskraftfahrer sagen, welche Anzahl an Ratschen mit welcher Zurrkraft oder Vorspannkraft gebraucht wird. Aber manchmal wird es doch etwas komplizierter oder man will auf Nummer sicher gehen. Dann hilft die Zurr-App von SpanSet. Der Spezialist für Ladungssicherung stellt sie im Google Play Store und im App-Store in fünf Sprachen kostenlos zur Verfügung – und zählt bereits mehr als 100.000 Downloads.

Die Anwendung ist denkbar einfach und benutzerfreundlich: festlegen, nach welcher der fest integrierten Normen bzw. Richtlinie gerechnet wird, ob es um Niederzurren oder Diagonalzurren geht, dann Ladungsgewicht, Reibbeiwert und den bzw. die Verzurrwinkel eingeben. Für die Ermittlung des bzw. der Winkel besitzt die App eine zusätzliche Funktion. Der für die Berechnung relevante Beschleunigungswert (in Fahrtrichtung) für Lkw (0,8 g) ist bereits voreingestellt: Man kann ihn jedoch manuell verändern – etwa auf 4,0 g für Transporte per Eisenbahn.

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Mit den individuellen Werten gefüttert, verrät die App dem Anwender, welche Gurte bzw. wie viele Gurte mit welcher Vorspannkraft für den konkreten Fall zu verwenden sind. Wer mehr über die benötigten Gurte wissen will oder seinen Bestand aufstocken möchte, kann sich direkt in den SpanSet-Onlineshop klicken. Neben der Rechenfunktion bietet die App noch einen Zusatznutzen: die Dokumentation des Lastverteilungsplans.

Die App berücksichtigt die Vorgaben der DIN EN 12195-1: 2004 und 2011 und die Richtlinien der VDI 2700 Bl. 2: 2014. Aber stimmen die Ergebnisse immer und kann man sich auf die Empfehlungen verlassen? Immerhin handelt es sich bei der Ladungssicherung um ein brisantes und mitunter juristisch relevantes Thema. Fehler in der Ausführung können weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen. "Uns erreichten immer wieder kritische Fragen von Fahrern und Verladern, ob die Angaben der App tatsächlich stimmen", sagt SpanSet-Projektmanager Ralf Schmitz. "Manchmal stellten die Anwender sogar eine Gegenrechnung mit anderem Ergebnis auf." Damit wurde die SpanSet-App zwar in keinem einzigen Fall widerlegt. Trotzdem: "Was den Leuten ganz offensichtlich fehlte, war die neutrale Bestätigung, dass alles stimmt", so Schmitz.

Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 11_2024.

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