Baumaschinen
Effizientes Aufhalden mit dem Telestack TSR 40 bei Graf Recycling-Baustoffe
Die Anforderungen an wirtschaftliche und zugleich ressourcenschonende Prozesse in der Baustoffaufbereitung steigen kontinuierlich. Für Unternehmen im Recycling- und Baustoffsektor rückt dabei insbesondere die Optimierung interner Materialflüsse in den Fokus. Ein Beispiel für die konsequente Weiterentwicklung dieser Prozesse liefert die Graf Recycling-Baustoffe GmbH & Co. KG am Standort Rüdersdorf bei Berlin.
Dort wird moderne Fördertechnik gezielt eingesetzt, um das Aufhalden von gebrochenem Material effizienter, sicherer und wirtschaftlicher zu gestalten. Im Mittelpunkt steht dabei das teleskopierbare Haldenband TSR 40, das in bestehende Produktionsprozesse integriert wurde und die Materiallogistik grundlegend verändert hat.
Ausgangssituation: Hohe Materialströme und komplexe Logistik
Die Baustoffaufbereitung am Standort arbeitet mit einer vorgeschalteten Brechanlage, die Materialmengen von bis zu 350 t/h verarbeitet. Eine zentrale Herausforderung bestand darin, das Material so zu führen, dass eine interne Verkehrsfläche von rund sechs Metern Breite überbrückt und die Fläche auf der gegenüberliegenden Seite effizient genutzt werden kann.
Bis zur Umstellung auf das neue System war dieser Prozess stark von Radladern geprägt. Diese übernahmen sowohl den Materialtransport als auch das Aufhalden, was zu hohem Dieselverbrauch, intensiver Maschinenbeanspruchung und zusätzlichem Personalaufwand führte. Gleichzeitig stellte die kontinuierliche Materialbewegung eine Herausforderung für die gleichbleibende Produktqualität dar.
Technische Lösung: TSR 40 als zentrale Einheit im Aufhaldprozess
Mit dem Einsatz des teleskopierbaren Haldenbandes TSR 40 wurde dieser Prozess grundlegend neu strukturiert. Die Anlage kombiniert Kettenmobilität, Radialbewegung und Teleskoptechnik in einer Einheit und ermöglicht damit ein kontinuierliches und automatisiertes Aufhalden direkt aus dem Brechprozess heraus.
Das System arbeitet mit einer teleskopierbaren Bandlänge von bis zu 38,6 Metern und erreicht Abwurfhöhen von über 13 Metern. Durch den Schwenkbereich von 180 Grad lassen sich große Haldenvolumina von bis zu 50.000 Tonnen realisieren, ohne dass das Material umgeschlagen oder zwischengelagert werden muss.
Im praktischen Betrieb bedeutet das: Der Radladereinsatz im Aufhaldprozess entfällt vollständig. Das führt zu einer deutlichen Reduzierung von Betriebskosten, Emissionen und mechanischem Verschleiß.
Aufhalden im Windrow-Verfahren: Qualitätsvorteile im Materialstrom
Ein entscheidender technischer Vorteil liegt im sogenannten radialen Windrow-Verfahren. Dabei wird das Material in nierenförmigen Schichten aufgebaut, wodurch eine kontrollierte und gleichmäßige Haldenstruktur entsteht.
Für die Praxis im Baustoffrecycling bedeutet das eine stabile Kornverteilung ohne Entmischung von Fein- und Grobanteilen. Gerade für die Produktion normgerechter Recycling-Baustoffe ist dieser Effekt von hoher Bedeutung, da die Materialqualität direkt aus der Halde heraus konstant bleibt.
Im Gegensatz zu klassischen Haldenverfahren, bei denen häufig eine Entmischung stattfindet, unterstützt das TSR 40 eine gleichmäßige Materialstruktur über den gesamten Lagerprozess hinweg.
Effizienzsteigerung durch integrierte Fördertechnik
Auch im täglichen Betrieb zeigt sich die Bedeutung der integrierten Fördertechnik. Das 900 mm breite Förderband mit hochbelastbaren EP400-Gurten und einer stabilen Gitterrahmenkonstruktion ist auf kontinuierliche Belastung ausgelegt.
Angetrieben wird das System durch einen 90-kVA-Elektrohydraulik-Generator, der alle Bewegungs- und Teleskopfunktionen zuverlässig versorgt. Trotz einer Gesamtmasse von rund 32 Tonnen bleibt die Anlage flexibel einsetzbar und kann innerhalb kurzer Zeit von Transport- in Betriebsposition versetzt werden.
Diese Mobilität ermöglicht es, das System auf wechselnden Betriebsflächen einzusetzen und Produktionsprozesse ohne lange Stillstandszeiten anzupassen.
Wirtschaftlichkeit und Prozessstabilität im laufenden Betrieb
Die Einführung des TSR 40 hat bei Graf Recycling-Baustoffe GmbH & Co. KG mehrere Effekte gleichzeitig ausgelöst. Neben der deutlichen Reduzierung des Radladereinsatzes profitieren die Betriebsabläufe insbesondere von einem stabileren Materialfluss hinter der Brechanlage.
Das kontinuierliche und automatisierte Aufhalden sorgt für gleichmäßige Produktionsbedingungen und reduziert Schwankungen in der Weiterverarbeitung. Dadurch verbessert sich nicht nur die Effizienz der Anlage, sondern auch die Planbarkeit der gesamten Materiallogistik.
Fazit: Fördertechnik als strategischer Faktor im Recyclingprozess
Der Einsatz des TSR 40 zeigt, wie moderne Fördertechnik die Baustoffaufbereitung nachhaltig verändert. Statt isolierter Einzelprozesse entsteht ein durchgängiger Materialfluss, der Effizienz, Qualität und Wirtschaftlichkeit miteinander verbindet.
Für die Praxis im Bau- und Recyclingsektor wird deutlich: Die Optimierung des Aufhaldens ist kein reiner Produktionsschritt, sondern ein strategischer Hebel für die gesamte Wertschöpfungskette. Gerade im Umfeld steigender Anforderungen an Ressourcenmanagement und Prozessstabilität setzt die Kombination aus









