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Artikel und Hintergründe zum Thema

Baukrise 2025

Josef Andritzky/David Spoo/ Kai Ingmar Link,

VDBUM Vorstands-Statement: Positive Signale

Josef Andritzky ist Gesellschafter der Kassecker-Holding mit Sitz in Waldsassen. Seit 2009
gehört er dem Vorstand des Verbandes der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V.
(VDBUM), an.

Josef Andritzky ist Gesellschafter der Kassecker-Holding mit Sitz in Waldsassen. © VDBUM

Andritzky zeigt auf, wie sich, etwa im Zuge des Ausbaus der Erneuerbaren Energien, die Aufgaben der Baubranche verändern und welche Möglichkeiten der Verband seinen Mitgliedern bietet, um die Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht bezüglich der Konjunkturflaute Licht am Ende des Tunnels. In diesem Jahr dürfte die deutsche Wirtschaft zwar nur minimal um 0,2 % wachsen, danach aber werde es deutlich aufwärts gehen.

Für 2026 prognostiziert das DIW ein Wachstum von 1,7 % und für 2027 von 1,8 %. „Nach dem Zickzackkurs im ersten Halbjahr findet die deutsche Wirtschaft fortan in die Spur“, so die Ökonomen.
Die Bauindustrie erwartet für das Bauhauptgewerbe 2025 einen realen Rückgang der Produktion von 1,0 %, auch hier zeigt sich das DIW mittlerweile wieder optimistischer.

Seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine und den damit einhergehenden Kosten-, Preis- und Zinssteigerungen hat sich die Baukonjunktur deutlich abgeschwächt. Dennoch besteht nach wie vor ein deutlicher Baubedarf – bei den Wohnungen oder der teils maroden Infrastruktur. Vor allem im Hochbau, der stark von der allgemeinen wirtschaftlichen Situation abhängig ist, sind die Prognosen für 2026 und 2027 eine gute Nachricht.Und dies sollte doch auch langfristig Auswirkungen auf den schwächelnden Wohnungsbau haben.

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Sicher liegen in der Industrie fertige Projekt in der Schublade, die aufgrund der unsicheren Voraussetzungen nicht umgesetzt wurden und für die es nur eine Initialzündung braucht. Hoffnungsvoll stimmt die Ankündigung der Bundesregierung, massiv in Infrastrukturprojekte zu investieren.

Eine positive Voraussetzung für einen weiteren Aufschwung ist auch der Ausbau der erneuerbaren
Energien. Der Bau von Stromtrassen bindet erhebliche Kapazitäten und ist somit ein weiterer Baustein für eine stabile Entwicklung der Baubranche. Nicht zu vergessen ist der Neu- und Umbau von
Umspannwerken, die ihre Aufgabe neu definieren müssen. Hatten sie in der Vergangenheit ausschließlich Energie von einem zentralen Erzeuger zu verteilen, gilt es nun zusätzlich viele Einspeisepunkte durch Photovoltaikanlagen und Windräder zu bedienen.

Wie können wir als Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik unsere Mitglieder im Zuge dieser Entwicklungen unterstützen? Ganz einfach, mit unserem breitgefächerten Portfolio und einer Vielzahl an Angeboten. Da gibt es etwa die Technikforen, die als Präsenzveranstaltungen oder in der kompakten, digitalen Form einen Erfahrungsaustausch ermöglichen, oder die Branchentreffs, die durch das mit Know-how der Fachreferenten geballten Wissenstransfer zu speziellen Themen bieten und die von interessanten Fachausstellungen begleitet werden. Unsere VDBUM Akademie organisiert parallel zu ihren betrieblichen Aufgaben Schulungen jeglicher Art - in digitaler Form oder als Inhouse-Veranstaltungen.

Nicht zu vergessen ist unser alljährliches Highlight, das VDBUM Großseminar, bei dem die rund 1.200
Teilnehmenden hochspannende Fachvorträge und die neuesten Innovationen an den Ständen der über
100 Aussteller erleben können. Unser Verband steht für Unterstützung bei der Fachkräfterekrutierung und Weiterbildung - beginnend bei den Jüngsten mit unserem Azubi-Cup, über Partnerschaftskonzepte für angehende Meister und Studierende beim Großseminar, bis hin zum Zukunftszirkel, der dazu beiträgt, junge Führungskräfte besser zu vernetzen.

In den letzten Jahren haben wir Fachgemeinschaften für Turmdrehkrane oder Saugbagger aufgebaut und etabliert, die sich diesen speziellen Themenkreisen mit all ihren Problemen und Herausforderungen widmen. Aufgrund der positiven Entwicklungen sind weitere Fachgemeinschaften angedacht.

Schließlich möchte ich noch die praxisgerechten Prüfdokumentationen nennen, die wir seit Jahren zur Verfügung stellen und unseren Mitglieder damit helfen, ihre Anlagen und Maschinen rechtskonform zu betreiben. All diese Leistungen fassen wir unter dem Schlagwort „Nutzwerk“ zusammen und wollen so unserem Bestreben Ausdruck verleihen, ein für alle Beteiligten vorteilhaftes Netzwerk mit immensem praktischen Nutzen bereitzustellen. Nutzen Sie unsere Angebote und fordern Sie uns – wir sind dazu bereit.

VDBUM-Veranstaltungstipps

28.10.25

Technisches Produktforum digital

Endlich final Asset-Daten säubern, standardisieren und anreichern
In vielen maschinentechnischen Abteilungen schlummern enorme Datenschätze, meist verborgen in
unstrukturierten, unvollständigen oder veralteten Asset-Daten aus Excel und Papierwust. Chris
Domagala, Leiter Unternehmensentwicklung bei lectura, beschreibt wie man diese Maschinen-
Datenbanken systematisch bereinigen, standardisieren und anreichern kann. Das ist kein Selbstzweck,
sondern die Grundlage für alles Weitere, denn nur belastbare Daten ermöglichen echte Einblicke, smarte Funktionen und am Ende wirtschaftlich messbaren Erfolg.

28. und 29.10.25 – Aschaffenburg

Branchentreff Werkstatt 4.0

Nach einer Werksbesichtigung bei der Linde Material Handling GmbH und Einblicken in das
Fertigungskonzept, die Produktion und die Separatoren von Wolf-Technik für Baumaschinen bietet der
Abend Gelegenheit zum Netzwerken. Der zweite Tag startet mit der Begrüßung durch Martin Kuhn
(Strabag-BMTI und Fachbeirat VDBUM) und dem Impulsvortrag „Wie digitale Prozesse die Aufgaben von MTA und Werkstätten verändern“ von VDBUM-Geschäftsführer Dieter Schnittjer. Daran schließen sich Referate zum Themen Mic 4.0, Hochvolt-Qualifikation für MTA und Werkstätten, mobile Energiespeicher oder Wasserstoffmotoren für Schwerlastfahrzeuge an.

04. u. 05.11.25 – Gotha

Branchentreff Saugbagger

Vor der Besichtigung des RSP-Werks in Langensalza beschäftigen sich zwei Vorträge mit einer
Gegenüberstellung der Vakuum- und der Ventilator-Saugtechnik sowie der Frage, ob der Brokk Vacuum Excavator sowie ein Saugbagger die ideale Kombination darstellen. Die Vorträge des zweiten Tages klären auf über Arbeits- und Rechtssicherheit im Umgang mit Saugbaggern. Weitere Themen sind die Sicherheit bei Arbeiten im Bereich von Netzanlagen GW 129, das sichere Betreiben von Hydraulik-Schlauchleitungen oder die digitale Prüfung von Arbeitsmitteln mit der VDBUM Software DigiPrüf.

Neue Wege aus der Baukrise

Deutschland steht im Jahr 2025 vor einer seiner tiefgreifendsten wirtschaftlichen Herausforderungen: der anhaltenden Baukrise. Was sich schon in den Vorjahren abzeichnete, hat sich nun zu einem Flächenbrand entwickelt – mit dramatischen Folgen für Wohnungsbau, Infrastrukturprojekte und den sozialen Zusammenhalt. Bauunternehmen bremsen Investitionen, Projekte werden gestrichen, Mieter suchen vergeblich nach bezahlbarem Wohnraum. Die Krise ist nicht länger ein Problem einzelner Branchen – sie ist ein gesamtgesellschaftliches Thema geworden.

Chancen für die Bauwirtschaft

Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnlich Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.

Die Zukunft der Baubranche: Elektrische Antriebe und innovative Lösungen

Alternative Antriebe sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.

Hinweis der Redaktion:
Wir möchten darauf hinweisen, dass die in Meinungsbeiträgen, Analysen und Kommentaren geäußerten Ansichten und Meinungen die individuellen Standpunkte der Autoren widerspiegeln. Diese spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion oder des Verlages wider. Wir fördern eine offene und vielfältige Diskussion und respektieren die Meinungsvielfalt unserer Leserinnen und Leser. Die Verantwortung für die Inhalte von Meinungsbeiträgen liegt bei den jeweiligen Autoren, und sie repräsentieren nicht zwangsläufig die offizielle Position des Magazins oder seines Herausgebers. Wir schätzen die Meinungsfreiheit und ermutigen zu einem respektvollen Austausch unterschiedlicher Standpunkte.

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