Baustoffe
Emissionsfreie Baustoffe bei Rohrdorfer
Der Baustoffhersteller Rohrdorfer will bis 2028 emissionsfrei produzieren. Zurzeit setzt das Unternehmen unter anderem auf ein Abwärmekraftwerk, „Klimabeton“ und ein Pilotprojekt.
Die Vermeidung von Kohlendioxid bei der Herstellung von Zement und Beton ist eine zentrale Herausforderung für unsere Gesellschaft, wenn sie den Klimawandel stoppen und gleichzeitig ihren steigenden Bedarf an Baustoffen decken will. Dieser Aufgabe stellt sich auch Rohrdorfer als regionaler Baustoffhersteller. Deshalb lud das Unternehmen kürzlich zur Veranstaltung „Betone der Zukunft“ ein. Die Teilnehmer erfuhren, wie das europäische Emissionshandelssystem die Baustoffindustrie beeinflusst und welche Auswirkungen auf den Baustoff Beton zu erwarten sind.
Die Reduktion von CO2-Emissionen in allen Herstellungsprozessen ist das erklärte Ziel der Rohrdorfer Unternehmensgruppe. Den größten Ansatzpunkt für dieses Vorhaben bildet die Herstellung von Zement, der Grundlage vieler Rohrdorfer-Produkte. 2022 hat der Baustoffhersteller am Standort Rohrdorf Zement hergestellt, für den insgesamt 40 % weniger Kohlendioxid ausgestoßen wurde als noch 1990. Erklärtes Ziel ist die CO2-neutrale Produktion bis 2038. Durch unterschiedliche Maßnahmen zur CO2-Vermeidung und Rückgewinnung ist man in Rohrdorf mehr als zuversichtlich, das Ziel zu erreichen. Das beginnt schon bei der Energiegewinnung: „Wir betreiben seit gut zehn Jahren ein eigenes Abwärmekraftwerk“, so Ulrike Schinagl, Referentin für Unternehmenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Der Wunsch nach CO2-Reduktion zeigt sich auch in der Angebotspalette. So findet sich ein im Vergleich zum Normalprodukt um 25 % CO2-reduzierter „Klimabeton“ bereits im Produktsortiment. Technisch ist es möglich, Beton so herzustellen, dass kein Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt.
Nicht nur unter dem Nachhaltigkeitsaspekt ist die Verwendung klimafreundlicher Baustoffe für Bauunternehmen attraktiv. Bereits jetzt erhalten sie staatliche Förderungen, wenn sie nachweislich CO2-reduziert bauen.
Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 3/23








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