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Artikel und Hintergründe zum Thema

Ein Fall für zwei:

Kai Ingmar Link,

Heidelberg Materials verfüllt 165 Meter Leitungstunnel

Im Karlsruher Stadtteil Durlach wurde ein Leitungstunnel der Stadtwerke Karlsruhe komplett verfüllt. Dabei kam es besonders auf die Fließfähigkeit und Festigkeit des Verfüllmaterials an. Ein Fall für Poriment 08 und Dämmer HS von Heidelberg Materials.

Das Füllmaterial musste alle Leitungen im 165 Meter langen Tunnel sicher und blasenfrei umgießen. © Heidelberg Materials

Die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH modernisiert ihr Leitungsnetz. In Durlach unterquert ein Stahlbeton-Hülsrohr DN 1800 eine Bahntrasse und eine angrenzende Bundesstraße. Der rund 165 Meter lange Leitungstunnel hat einen Durchmesser von 1,80 Meter. In ihm verlaufen eine Wasserleitung sowie eine Gasversorgungsleitung, die jeweils auf Betonlagerbänken gelagert sind.

Platz für neue Leitungen

Die neue Wasserleitung wurde in die bestehende Wasserleitung eingezogen. Zusätzlich mussten drei weitere Ebenen mit verschiedenen Leitungen in den Tunnel eingebracht werden: Am Tunnelboden eine Erdgasleitung, in der Tunnelmitte ein Stahlmantelrohr mit einer Fernwärmerücklaufleitung und in der obersten Ebene ein Kabelschutzpaket, in dem unter anderem Stromkabel untergebracht werden mussten. Zur Stabilisierung der darüber liegenden Gleisfläche sollte der Tunnel nach der Erneuerung und Verlegung der Leitungen vollständig verfüllt werden.

Fest und flüssig dank Greulich & Co

„Vor dem Verfüllen haben wir die Gas- und Stahlrohre aus Sicherheitsgründen fixiert. Das ist notwendig, um ein mögliches Aufschwimmen der Leitungen zu verhindern“, erklärt Enver Sacli von der Greulich & Co. GmbH, der die Arbeiten vor Ort leitete. Das einzubringende Verfüllmaterial selbst musste zwei wesentliche Anforderungen erfüllen: ausreichende Festigkeit und Fließfähigkeit. Vor allem auf letztere Eigenschaft kam es an, denn das Material sollte sich nach dem Einbringen weitestgehend selbst nivellieren.

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In drei Etappen mit Heidelberg Materials zum Ziel

Die Verfüllung erfolgte in drei Etappen. Im ersten wurden die Erdgasleitungen am Tunnelboden eingebettet, im zweiten die Rohre für die Fernwärmerücklaufleitungen, bis im dritten Schritt schließlich alle Leitungen sicher und blasenfrei mit dem Verfüllmaterial ummantelt waren. „Entscheidend war, nach jeder neu eingebrachten Füllschicht eine ebene Oberfläche zu haben, auf der die nächste Rohrlage sicher aufliegen konnte“, betont Sacli.

Für den letzten Verfüll-Abschnitt wurde von Poriment auf den noch fließfähigeren Dämmer gewechselt. © Heidelberg Materials

Eine Herausforderung stellten die Haltebänke aus Beton dar, die den Materialfluss behinderten und so ein selbstständiges Verteilen des Materials verhinderten. „Deshalb konnten wir das Material nicht einfach von einer Stelle aus in den Tunnel gießen, sondern zogen den Förderschlauch der Pumpe bis zum Ende des Tunnels und sorgten durch Zurückziehen des Schlauchs dafür, dass alle Hohlräume zwischen den Haltebänken sicher verfüllt wurden“, erklärt Sacli.

Heidelberg Materials - volle Kontrolle

Eine hohlraumfreie Verfüllung war auch beim letzten Verfüllschritt gefragt. Für das Material hieß das: je fließfähiger, desto besser. „Deshalb haben wir uns entschieden, für den letzten Verfüllabschnitt von Poriment auf den noch fließfähigeren Dämmer HS zu wechseln“, erklärt Andreas Schäfer von Heidelberg Materials Beton DE GmbH. Dazu wurde ein „verlorener“ Estrichschlauch bis zur Tunnelmitte geführt und die beiden Tunnelenden komplett ausgemauert. Um die volle Kontrolle zu haben, ließ das Team an den Tunnelenden zwei Luftschläuche nach oben ragen. Der Dämmer HS wurde dann durch den eingebauten Estrichschlauch in den Tunnel gepumpt. Als das Material aus den Rohren austrat, war klar: Der Tunnel war verfüllt und der Auftrag erfolgreich abgeschlossen.

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