Ab die Post:
Neues DHL-Postzentrum bei München – Robust dank Heidelberg Materials
Im Herbst 2024 wird das neue Briefzentrum München-Germering vollständig in Betrieb genommen. Mit einer Sortierkapazität von rund 2.000.000 Sendungen pro Tag wird es zur größten und modernsten Postanlage Deutschlands. Für ein stabiles Fundament sorgen über 45.000 Kubikmeter Beton, darunter 600 Kubikmeter Luftporenbeton.
Im neu errichteten Briefzentrum in Germering wird die Post für München und die umliegenden Gebiete sortiert, und zwar für alle Adressen von der Allianz-Arena im Norden bis zur Zugspitze im Süden. Der Neubau ersetzt die bisherigen Briefzentren in München und Starnberg.
Betonlieferung aus drei Werken
Die erfolgreiche Belieferung des Projektes durch Heidelberg Materials wurde vor allem durch die Einbindung der drei Lieferwerke Oberbrunn, Freiham und Landsberied ermöglicht, die während der Hochphasen der Betonage gleichzeitig produziert und geliefert haben. „Uns war es wichtig, die Transportwege möglichst kurz zu halten. Zugleich mussten wir den Beton auch in der geforderten Menge und zum richtigen Zeitpunkt liefern“, erklärt Gerhard Kleinsasser, Vertriebsaußendienst Transportbeton Gebiet München. „Um der Stoßzeit im morgendlichen Berufsverkehr aus dem Weg zu gehen, haben wir an den bauintensiven Tagen zum Teil schon morgens um 4 Uhr mit dem Anfahren des Materials begonnen.“
Luftporenbeton Aircrete: Dem Frost trotzen
Nachhaltigkeitsaspekte spielten auch bei der Auswahl der Baustoffe eine entscheidende Rolle. Während für die Betonage des Fundaments herkömmlicher Beton verwendet wurde, entschieden sich die Verantwortlichen für den robusten Luftporenbeton Aircrete beim Bau der Rampen und Zufahrtswege. „Dieser Spezialbeton zeichnet sich durch einen hohen Frosttausalz-Widerstand aus. Damit trotzt er selbst extremen Außenbedingungen und Witterungseinflüssen und ist daher ideal für die Flächen im Zufahrts- und Rampenbereich, die in der Regel besonders beansprucht werden“, erläutert Kleinsasser.
Energieversorgung durch Photovoltaik und Geothermie
Die Halle und der Außenbereich sind bereit; die ersten Postfahrzeuge fahren bereits ein und aus. Das Briefzentrum in Starnberg schloss seine Tore im Mai dieses Jahres, im September folgte das Zentrum in München. „Diese Phase ist besonders herausfordernd. So müssen wir zahlreiche Maschinen, darunter drei große, rund 50 Meter lange Sortiermaschinen, im laufenden Betrieb umziehen, also ab- und wiederaufbauen, während gleichzeitig alle Sendungen wie gewohnt sortiert werden“, erklärt Tahedl.
Ab dem Frühjahr, wenn der Maschinenpark vollständig ist, wird das Briefzentrum in Germering richtig in Betrieb genommen. Für die Energieversorgung sorgt eine 1,5 Megawatt Photovoltaikanlage auf dem Dach mit Batteriespeicher sowie eine außentemperaturgeführte Geothermieanlage. Darüber hinaus steht den Mitarbeitern eine moderne Kindertagesstätte mit zwei Gruppen sowie eine Ladeinfrastruktur auf dem Parkdeck und in der Tiefgarage zur Verfügung.
Rückblick: Grüße aus grauer Vorzeit
Beim Ausheben des Fundaments kamen zahlreiche Relikte aus vergangenen Epochen ans Licht, darunter Reste einer frühmittelalterlichen Siedlung sowie Überbleibsel eines mehr als 3.000 Jahre alten, bronzezeitlichen Brunnens. Diese wertvollen Funde führten zu einer Verzögerung des Bauprojekts unter Beteiligung von Heidelberg Materials um mehrere Monate.













