Innungsverband des Dachdeckerhandwerks Westfalen
Dortmunder Dachdeckermeister ist neuer ZVDH-Vizepräsident
Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) hat einen neuen Vizepräsidenten. Die Delegierten des Spitzenverbandes des Dachdeckerhandwerks wählten am 28. März im Rahmen des 6. Deutschen Dachdeckertags in Dresden den Dortmunder Dachdeckermeister Dirk Sindermann erstmals in das Präsidium des Arbeitgeberverbandes. Der 52-jährige Westfale folgt auf den Rheinländer André Büschkes, der das Amt seit 2005 innehatte.
Sindermann wird nun für drei Jahre die Interessen von bundesweit 15 000 Dachdeckerbetrieben vertreten. Im westfälischen und insbesondere im Dortmunder Handwerk ist der Dachdeckermeister kein Unbekannter. Seit 2014 steht er als Obermeister an der Spitze der Dachdecker-Innung Dortmund und Lünen und bringt seit 2017 seine Expertise als Vorstandsmitglied in den Innungsverband des Dachdeckerhandwerks Westfalen ein. Auf Bundesebene arbeitet Sindermann bereits seit 2018 im Fachausschuss Metall des ZVDH aktiv an der Weiterentwicklung des Dachdeckerhandwerks mit.
Erklärtes Ziel des neuen Präsidiumsmitglieds des ZVDH ist es, das Dachdeckerhandwerk zukunftsfähig zu gestalten und die Betriebe bei den Herausforderungen der modernen Bauwirtschaft zu unterstützen. „Ich freue mich sehr, dass ich nun für drei Jahre das Amt des Vizepräsidenten beim ZVDH bekleiden darf“, so Sindermann. „Ein zentrales Anliegen ist es für mich, das Dachdeckerhandwerk in der öffentlichen Wahrnehmung gemeinsam mit den Mitgliedern der Organisation zu stärken.“ Einen besonderen Schwerpunkt legt er dabei auf die Öffentlichkeitsarbeit, um die Bedeutung des Dachdeckerhandwerks sowohl in der Gesellschaft als auch bei relevanten Akteuren weiter zu festigen.
„Die Zukunftsfähigkeit unseres Handwerks hängt von einer starken Organisation und engagierten Unternehmen ab“, so der neue Vizepräsident. Er will darum nicht nur den Nachwuchs gezielt fördern, sondern auch mehr Betriebe für die aktive Mitarbeit gewinnen und so das Ehrenamt stärken. „Unser Gewerk spielt eine entscheidende Rolle in der Energiewende“, so Sindermann weiter. „Auch das muss in der Gesellschaft ankommen und wertgeschätzt werden.“
Sindermann begann seine Karriere im Dachdeckerhandwerk bereits als 16-Jähriger mit einer Ausbildung und entschloss sich nach mehreren Jahren als Geselle, seinen Meister zu machen. Er besuchte das Bildungszentrum des westfälischen Dachdeckerhandwerks im sauerländischen Eslohe und legte 1996 erfolgreich die Meisterprüfung vor der Handwerkskammer Arnsberg ab. Zwei Jahre später bestand er auch die Prüfung zum Klempnermeister.
1998 ging Dirk Sindermann dann zusammen mit einem Kollegen den Schritt in die Selbstständigkeit und spezialisierte sich weiter. So wurde er 2013 zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für das Dachdeckerhandwerk ernannt. In diesem Jahr wechselte er auch von seinem Gründungsstandort in Dortmund-Deusen nach Dortmund-Brackel in einen Neubau des Unternehmens. Heutiger Arbeitsschwerpunkt des Dachdeckerbetriebs mit 20 Beschäftigten ist neben einer breiten Palette fachlich hochwertiger Dachdeckerarbeiten vor allem die energetische Gebäudesanierung.









