Digitalisierung
Pioniere des Mittelstands
Die in Aachen ansässige „nesseler grünzig Gruppe“ hat als erster Mittelständler einen eigenen, modellbasierten 5-D-Prozess etabliert. Dadurch verspricht man sich signifikante Kunden-Mehrwerte bei der Angebotsbearbeitung und Projektsteuerung.
Mit dem Ziel, schon in naher Zukunft ihre Bauvorhaben integrativ und ganzheitlich zu entwickeln, zu planen, zu bauen und ggf. zu betreiben, hat die „nesseler grünzig gruppe“ einen eigenen, innovativen Bauprozess geschaffen.
Jochen Ungermann und Daniel Simons, die das Thema Forschung und Entwicklung bei „nesseler grünzig“ federführend verantworten, setzen bei der Entwicklung und Optimierung dieser Prozesse auf iTWO 5D.
„In unserer Branche spielen integrierte Bauprozesse eine entscheidende Rolle. Die modellbasierende Arbeitsweise bildet hier einen regelrechten Kristallisationspunkt für die Entwicklung unseres Unternehmens“, betont Jochen Ungermann, Leiter Organisation, Forschung und Entwicklung und Informationstechnologie beim Aachener Bauunternehmen.
Das Unternehmen hat im Sommer 2012 damit begonnen, mit RIB iTWO eine Softwarelösung für modellbasiertes Planen und Bauen firmenweit einzuführen. iTWO 5D bildet alle Prozesse – von der Vorplanung bis zur schlüsselfertigen Übergabe – vollkommen integrativ ab und beschränkt sich nicht auf reine Planungsaufgaben.
Das modellbasierte Planen und Bauen sorgt im gesamten Bauprozess für mehr Transparenz. So kann beispielsweise ein von Bieterseite bereitgestelltes 3-D-Modell die Auftragschancen steigern. Bauausführende Unternehmen sind mit 5-D-Baumanagement weiter in der Lage, zu verwendende Ressourcen vollkommen automatisch über das 3-D-Modell und das integrierte Zeitmanagement zu planen.
Aktuell realisiert die Unternehmensgruppe die ersten Rohbaumaßnahmen, die bereits in wichtigen Projektphasen vollkommen integrativ mit iTWO 5D geplant wurden.
Das Unternehmen hat den Kalkulationsprozess beschleunigt und optimiert. Veränderungen, die den Planungsprozess beeinflussen, sind deutlich schneller im System aufgenommen und unternehmensweit kommuniziert, wodurch die Arbeitsabläufe bis hin zum Controlling insgesamt stark optimiert werden können.
Und dies ist, wie Jochen Ungermann und Daniel Simons berichten, erst der Anfang. „Wir wollen den gesamten Bauprozess in 5D abbilden – von der Projektentwicklung bis zum Facility-Management“, fasst Ungermann zusammen.
Aktuell arbeiten rund 15 Personen im Bauunternehmen mit dem iTWO-Softwaresystem. Für die Zukunft plant man, mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Funktionalitäten der Software vertraut zu machen. Davon sollen rund 20 direkt mit virtuellen Gebäudemodellen arbeiten.








