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Artikel und Hintergründe zum Thema

Mehrgeschossiger Holzbau

Jessica Stütz,

Bürogebäude für die Nething Generalplaner GmbH

Die Kernkompetenzen der Nething Generalplaner GmbH reichen im Industrie- und Gewerbebau von der Produktionshalle bis zum Verwaltungsgebäude. Ein gefragtes Thema, so dass die Gesellschaft mittlerweile über 100 Mitarbeiter beschäftigt. Als der bisherige Standort durch das jahrelange Wachstum zu klein geworden war, brauchte das Team einen neuen, größeren Unternehmenssitz. Dieser sollte attraktiv und inspirierend sein, die Teamarbeit fördern, Kompetenzen verknüpfen und die Mitarbeitenden bei ihren Aufgaben optimal unterstützen. Für die Architekten stand zudem fest: „Wir planen und bauen alles zusammen mit unseren Netzwerkpartnern selbst.“

Die Fassade kam komplett: die Außenhaut war schon mit den Stützen verbunden © Nething Generalplaner GmbH

Funktionale und konstruktive Gliederung

Als Ergebnis dieser Überlegungen ist ein kubischer Neubau mit 30 x 30 m Grundfläche und vier oberirdischen Geschossen entstanden. Dazu eine Tiefgarage, die aufgrund behördlicher Anforderungen für den Nachweis der Stellplätze notwendig war. Im Zentrum des Gebäudes liegt ein quadratischer, allseitig verglaster Innenhof, um den eine ringförmige Erschließungszone angeordnet ist, die wiederum die an den Fassaden aufgereihten Büro- und Zusatzräume bedient.

Der Grundriss gliedert sich funktional und konstruktiv von Norden nach Süden in drei Sektoren: Der zentrale Sektor beherbergt den Lichthof, die umlaufende Erschließungszone sowie das Fluchttreppenhaus an der Ostseite des Gebäudes und kleinere Büros, Nebenräume und Sanitärräume an der Westseite. Einläufige Treppen an zwei Seiten des Lichthofes verbinden alle Geschosse miteinander und schaffen eine optische Vernetzung im gesamten Gebäude.

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Nachhaltig mit Konzept

Um den CO2-Ausstoß des Gebäudes zu minimieren und umweltfreundlich mit Energie zu versorgen, nutzt das als Effizienzhaus 40 EE konzipierte Gebäude verschiedene Technologien wie Geothermie, Heiz- und Kühldecken sowie eine Photovoltaikanlage. Im Sinne eines nachhaltiges Baukonzepts mit wirtschaftlichen Materialien entschied sich Nething zudem für ein Holzhybridgebäude. Der zentrale Sektor wurde als Stahlbetonbau ausgeführt. Die Nord- und Südsektoren hingegen sind in Holzbauweise mit einer vorgehängten Holzfassade errichtet. „Alles, was sinnvoll war, wurde
aus Holz gebaut, was nicht sinnvoll war, aus Recyclingbeton, z.B. die Bodenplatte. Nur, wo es aufgrund statischer Anforderungen notwendig war, kam klassischer Beton zum Einsatz“, erklärt Schmidt. Recyclingaluminium an der Fassade im Innenhof und weitere nachhaltige Baustoffe ergänzen das Materialkonzept.

Auszug aus mikado 12.2024

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