Insolvenz
Swietelsky übernimmt die Knäble-Gruppe
Die traditionsreiche Knäble Straßenbau-Gruppe mit Sitz in Biberach (Baden-Württemberg) wurde von der österreichischen Swietelsky AG erfolgreich übernommen. Die wirtschaftlich solide und professionell geführte Unternehmensgruppe war durch gesetzliche Neuerungen und gestiegene Materialkosten in finanzielle Schwierigkeiten geraten.
Swietelsky und Knäble - Insolvenzverfahren und Sanierung
Um die langjährige Tradition des Unternehmens und die über 150 Arbeitsplätze zu erhalten, beantragte die Eigentümerfamilie frühzeitig ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Begleitet wurde das Verfahren von der auf die Sanierung mittelständischer Unternehmen spezialisierten Kanzlei BSK Berbuer | Speier | Kuhn. Das Amtsgericht Offenburg gewährte der Unternehmensgruppe die Eigenverwaltung, so dass das Unternehmen seine Geschäfte eigenständig fortführen konnte.
Das Insolvenzverfahren umfasste mehrere Gesellschaften, darunter die Georg Knäble & Sohn KG und die Knäble Straßenbau GmbH in Biberach, die Huber GmbH in Gengenbach, die Ortenauer Baustoffe & Recycling GmbH in Biberach sowie die Walter Tief- und Straßenbau GmbH in Offenburg-Zunsweier. Rechtsanwalt Dr. Thorsten Schleich von der Kanzlei SCHLEICH & PARTNER begleitete das Verfahren als gerichtlich bestellter Sanierungsgutachter.
Swietelsky und Knäble -Erfolgreiche Sanierung und Fortführung
Dank der engen Zusammenarbeit zwischen den Sanierungsexperten der Kanzlei BSK Berbuer | Speier | Kuhn, der Geschäftsführung und der Belegschaft konnten trotz der Insolvenzsituation alle Löhne und Gehälter pünktlich ausgezahlt und Lieferantenforderungen beglichen werden. Zudem wurden alle Bauvorhaben termingerecht und in der bekannten Knäble-Qualität weitergeführt. So konnte das Sanierungsprojekt zügig und erfolgreich abgeschlossen werden.
Swietelsky und Knäble -Übernahme durch Swietelsky
Mit Wirkung zum 1. November 2024 wird die Knäble-Gruppe als Teil der Swietelsky AG weitergeführt, und das bisherige Management, vertreten durch Nicolas Knäble und Markus Rinderle, bleibt an Bord. Der Standort und die Arbeitsplätze bleiben vollumfänglich erhalten, und alle laufenden Projekte werden ohne Unterbruch zu Ende geführt. Auch zukünftige Bauvorhaben werden wie geplant umgesetzt. Für die Gläubiger konnte eine weit überdurchschnittliche Befriedigung ihrer Forderungen erreicht werden.
Swietelsky und Knäble -Reaktionen und Ausblick
Rechtsanwalt Basil Speier von BSK äußerte sich zufrieden über den Erfolg des Sanierungsverfahrens: "Wir sind sehr froh, gemeinsam mit allen Beteiligten ein so gutes Ergebnis erzielt zu haben. Swietelsky ist ein sehr seriöser und verlässlicher Partner und ein Stabilitätsanker für die Knäble-Belegschaft und für die Zukunft des Straßenbaus in Baden." Er hob die Rolle der Belegschaft und der Eigentümerfamilie hervor, die während des gesamten Prozesses verantwortungsvoll gehandelt und stets die Interessen des Unternehmens und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Vordergrund gestellt hätten.
André Berbuer von der BSK ergänzte: "Das Unternehmen und die Arbeitsplätze konnten wieder auf eine nachhaltig stabile Basis gestellt werden. Die Straßen unserer Region werden auch in Zukunft von Biberach aus gebaut und instand gehalten."
Swietelsky und Knäble -Übernahmevertrag und kartellrechtliche Freigabe
Der Übernahmevertrag wurde am 30. September 2024 offiziell unterzeichnet und erhielt die kartellrechtliche Freigabe nach dem GWB. Damit wird der Übergang der Vermögenswerte von Knäble auf Swietelsky zum 1. November 2024 wirksam. Die Knäble Straßenbau Gruppe, ein etablierter Player im Straßen- und Tiefbau mit eigenem Asphaltmischwerk, wird nun unter dem Dach von Swietelsky weitergeführt. Bereits im Vorfeld wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen einer Betriebsversammlung über die Übernahmepläne informiert. Swietelsky übernimmt alle aktiven Mitarbeitenden und führt die laufenden Kundenaufträge weiter.
Swietelsky und Knäble - Stellungnahme von Swietelsky
Helwig Falch, Geschäftsführer von Swietelsky Deutschland, lobte die Knäble-Mitarbeiter: "Das hochkompetente Team der Knäble-Gruppe hat die Bereitschaft gezeigt, den Weg auch mit dem neuen Eigentümer gemeinsam zu gehen und sein Know-how weiterhin unter Beweis zu stellen. Wir als Swietelsky schätzen die Zusammenarbeit mit diesem motivierten und starken Team sehr."
Peter Krammer, Vorstand der Swietelsky AG, unterstrich die strategische Bedeutung der Akquisition: "Mit dem Kauf der Knäble-Gruppe stärkt Swietelsky seine regionale Kompetenz und Präsenz im Straßen- und Tiefbau mit Schwerpunkt Recyclingwirtschaft in Süddeutschland und setzt die Expansion am strategisch wichtigen deutschen Markt fort."
Die Übernahme sichert nicht nur den Fortbestand der Knäble-Gruppe, sondern stärkt auch das Engagement von Swietelsky im deutschen Straßenbau.
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