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Max Kandler,

Jahreszahlen Einblasdämmung 2025 erstmalig vorgelegt

Während die energetische Modernisierungsrate im deutschen Gebäudebestand insgesamt rückläufig ist, zeigt ein Segment eine deutlich positive Entwicklung: die Einblasdämmung. Neue Jahreszahlen für das Jahr 2025 verdeutlichen, dass sich diese vergleichsweise einfache und wirtschaftliche Dämmtechnik zunehmend als praktikable Lösung für Bestandsgebäude etabliert.

Mit aktuell 3,5 Mio. Quadratmetern gedämmter Fläche erreichen die Einblasdämmbetriebe in Deutschland bereits 1 Prozent der noch ungedämmten Fläche zweischaliger Wände im Wohngebäudebestand. © Fachverband Einblasdämmung

Erstmals hat der Fachverband Einblasdämmung eine strukturierte Mitgliederbefragung durchgeführt, um das tatsächliche Marktvolumen der Kerndämmung zweischaliger Außenwände im Altbau zu erfassen. Grundlage der Auswertung sind sowohl die gemeldeten Absatzzahlen der Dämmstoffhersteller als auch die Daten ausführender Fachbetriebe. Damit liegen für das Jahr 2025 erstmals belastbare Branchenkennzahlen vor.

3,5 Millionen Quadratmeter gedämmte Fläche im Jahr 2025

Die aktuellen Jahreszahlen zeigen, dass Einblasdämmbetriebe in Deutschland im Jahr 2025 rund 3,5 Millionen Quadratmeter Außenwandfläche gedämmt haben. Damit wurde etwa ein Prozent der bislang ungedämmten Fläche zweischaliger Außenwände im Wohngebäudebestand energetisch verbessert.

Hochgerechnet entspricht dies rund 25.000 Gebäuden, bei denen die Luftschicht der Außenwände nachträglich gedämmt wurde. Zum Einsatz kamen dabei überwiegend Glas- und Steinwollflocken sowie Polystyrolgranulate, die über speziell entwickelte Einblastechnik in die vorhandene Hohlschicht eingebracht werden.

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Innerhalb der eingesetzten Materialien dominieren Glaswollflocken aus Recyclingglas deutlich. Sie erreichen nach Angaben der Mitgliedsbetriebe einen Marktanteil von etwa 80 Prozent und stellen damit den wichtigsten Dämmstoff im Segment der Kerndämmung dar.

Messbare Energie- und CO₂-Einsparungen durch Einblasdämmung

Die energetischen Effekte der im Jahr 2025 realisierten Maßnahmen sind erheblich. Nach Auswertung der Daten führt die Einblasdämmung der erfassten Gebäude zu einer jährlichen Heizenergieeinsparung von rund 250 Millionen Kilowattstunden.

Diese Einsparung entspricht einer CO₂-Minderung von etwa 50.000 Tonnen pro Jahr. Neben dem energetischen Effekt zeigt sich damit auch der ökologische Nutzen der eingesetzten Materialien, insbesondere der Dämmstoffe auf Basis von Recyclingglas.

Gerade im Kontext steigender Anforderungen an Klimaschutz und Energieeffizienz gewinnt die Kerndämmung damit an Bedeutung. Sie ermöglicht eine schnelle Verbesserung der Gebäudehülle, ohne dass umfangreiche bauliche Eingriffe erforderlich sind.

Wirtschaftlichkeit als entscheidender Treiber im Markt

Neben den energetischen Effekten ist vor allem die Wirtschaftlichkeit ein zentraler Faktor für die steigende Nachfrage nach Einblasdämmung. Die Investitionskosten liegen nach Branchendaten bei weniger als 30 Euro pro Quadratmeter Außenwandfläche.

Unter diesen Voraussetzungen ergeben sich für Eigentümer Amortisationszeiten von etwa drei Jahren. Staatliche Förderprogramme, die derzeit rund 20 Prozent der Investitionskosten abdecken können, verkürzen diesen Zeitraum zusätzlich. Auch eingesparte Emissionskosten wirken sich positiv auf die Gesamtbilanz aus.

Über einen Betrachtungszeitraum von 30 Jahren summieren sich die Heizkosteneinsparungen der im Jahr 2025 gedämmten Gebäude auf rund 860 Millionen Euro. Damit zeigt sich deutlich, dass die Einblasdämmung nicht nur energetisch, sondern auch betriebswirtschaftlich eine der effizientesten Maßnahmen im Gebäudebestand darstellt.

Großes Potenzial im deutschen Gebäudebestand

Trotz der positiven Entwicklung steht der Markt für Einblasdämmung erst am Anfang. Nach Schätzungen der Branche sind in deutschen Wohngebäuden noch rund 670 Millionen Quadratmeter zweischaliger Außenwände ungedämmt.

Gerade für Bauunternehmen und spezialisierte Dämmfachbetriebe eröffnet sich damit ein erhebliches Marktpotenzial. Die vergleichsweise kurze Ausführungsdauer der Maßnahme spielt dabei eine wichtige Rolle. In vielen Fällen kann eine Kerndämmung innerhalb eines einzigen Arbeitstags abgeschlossen werden.

Vor dem Hintergrund schwankender Energiepreise und unsicherer Gasversorgung gewinnt dieser Aspekt zusätzlich an Bedeutung. Jede kurzfristig realisierte Dämmmaßnahme reduziert den Energieverbrauch unmittelbar und trägt zur Stabilisierung der Betriebskosten von Gebäuden bei.

Bedeutung für Bauunternehmen und energetische Sanierungsstrategien

Für das Baugewerbe zeigen die Jahreszahlen der Einblasdämmung 2025 eine klare Entwicklung: Maßnahmen mit geringem Investitionsaufwand, kurzer Bauzeit und hoher energetischer Wirkung gewinnen im Modernisierungsmarkt zunehmend an Gewicht.

Gerade im Bereich der Bestandsmodernisierung kann die Kerndämmung eine zentrale Rolle spielen. Sie ermöglicht es Bauunternehmen, Eigentümern schnell umsetzbare und wirtschaftlich attraktive Lösungen anzubieten. Gleichzeitig trägt sie dazu bei, die energetischen Anforderungen im Gebäudesektor effizienter zu erreichen.

Die erstmals veröffentlichten Branchenkennzahlen liefern damit nicht nur eine Momentaufnahme des Marktes im Jahr 2025. Sie zeigen auch, welches Potenzial in der systematischen Erschließung bestehender Gebäudestrukturen durch moderne Einblasdämmung steckt. Für Fachbetriebe, Planer und Entscheider im Bauwesen wird dieses Segment damit zunehmend zu einem relevanten Bestandteil zukünftiger Sanierungsstrategien.

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