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Wirtschaft & Verbände

Susanne Frank,

Sanieren lohnt sich nicht immer

Mehr als jedes zehnte Wohnhaus in Deutschland ist nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Studie, die die Kampagne "Impulse für den Wohnungsbau" in Berlin vorgestellt hat.

Die aktuelle Studie gibt Auskunft über die Bausubstanz von nahezu 36,2 Millionen Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern sowie in kleineren Mehrfamilienhäusern. Kriterien des bundesweiten "Gebäude-Checks" waren insbesondere flexible Grundrisse sowie die Barrierefreiheit und damit die Frage, wie alters- und familiengerecht Wohnungen sind. Ebenso der Energieverbrauch. Die Studie "Wohnungsbau in Deutschland 2011 Modernisierung oder Bestandsersatz" wurde von der Kieler "Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen" (ARGE) durchgeführt.

Laut der Studie ist jede sechste Wohnung, die bis Ende der 70er-Jahre gebaut wurde, weitgehend energetisch saniert. Lediglich vier Prozent der alten Wohngebäude sind in punkto Energiesparen noch gar nicht modernisiert.

Neben der energetischen Gebäudesanierung stehen Seniorenwohnungen im Fokus der Kampagne "Impulse für den Wohnungsbau". Bis zum Jahr 2025 brauche Deutschland knapp zwei Millionen altersgerechte Wohnungen. Bisher ist lediglich ein Bruchteil davon gebaut.

ZDB-Präsident Hans-Hartwig Loewenstein fordert den Bestandsersatz dringend mit in die staatliche Förderung aufzunehmen. Die Sanierung eines Mietshauses aus den 50er-Jahren liege je nach Aufwand zwischen 990 und 1.475 Euro pro Quadratmeter. "Für den Abriss und den anschließenden Neubau muss man dagegen lediglich mit Kosten von 1.000 bis 1.465 Euro je Quadratmeter Wohnfläche rechnen. Unter diesen Vorzeichen macht das Sanieren wenig Sinn", so Loewenstein.

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Zur Kampagne "Impulse für den Wohnungsbau" gehören der ZDB, weitere Verbände der Bau- und Immobilienbranche sowie die IG BAU und der Deutsche Mieterbund.

Weitere Informationen zur Studie erhalten Sie unter

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